Nexus 7 2013 Testbericht Teil 1

28. August 2013 Kategorie: Android, Google, Hardware, Mobile, Wearables, geschrieben von:

Das neue Nexus 7 2013 ist seit heute offiziell im deutschen Handel erhältlich. So findet man bei Media Markt und Saturn jeweils die 32 GB-Varianten mit WLAN und WLAN / LTE vor (32 GB LTE & 32 GB), während man über den Google Play Store erst einmal nur die WLAN-Variante in 16 GB und 32 GB mit WLAN verkauft.

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Im Vergleich zum Vorjahresmodell hat sich in Sachen Technik einiges getan, ob ein Upgrade lohnt, ist natürlich auch immer Geldbeutel-, Herzens- oder Leistungssache. In welchen Part ihr fallt, kann ich natürlich nicht wissen. Sofern ihr Spieler auf dem Tablet seid und die Lieblingsspiele nicht mehr laufen, dann kann ein Blick auf die neue Ausgabe der Kooperation von ASUS und Google lohnend sein.

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Auch Nicht-Tablet-Besitzer können sich überlegen, ob der Griff zum Tablet lohnt. Denn auch hier gibt es ja verschiedene Szenarien. Wer vielleicht ernsthaft arbeitet, der nutzt am Abend auf der Couch vielleicht das Notebook, andere News und Kommunikation läuft über das Smartphone ab. Wer allerdings nur seine Freizeit am Abend mit einem Gerät verbringen will – vielleicht sogar ein eBook lesen möchte – der könnte mit einem Tablet gut beraten sein.

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Das Nexus 7 kann in seiner Gesamtheit definitiv als ideale Maschine für den Konsum diverser Medien bezeichnet werden. Hier liefert Google viele Gründe für den modernen Digitalen von heute. Man ist über alles informiert, denn auf Wunsch liefern mir alle Apps das Wissenswerte in den Benachrichtigungsbereich. Bücher, Webseiten, Feeds – ja sogar Musik morgens im Badezimmer? Natürlich. Das funktioniert wunderbar und man benötigt nicht einmal Bluetooth-Lautsprecher. Ein paar Fotos im Garten knipsen, ebenfalls möglich.

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Schaut man sich den Preis des Gerätes an, dann kann man wohl sagen: er ist definitiv gerechtfertigt, das Nexus 7 2013 ist seinen Preis wert. Mir fällt auf die Schnelle kein Markengerät ein, welches ich lieber vorschlagen würde. Alleine die Tatsache, dass man ein blankes Android bekommt, dazu die flotten Updates – machen für mich das Nexus 7 2013 zum Tablet und damit zur Empfehlung der Saison.

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Manche Hersteller mögen durch Zusatz-Funktionen einem Gerät Mehrwert verleihen wollen. Doch ist es euch vielleicht diesen Aufpreis wert? Nur wenige Hersteller haben wirklich gute, empfehlenswerte Android-Apps oder -Aufsätze, die ich als echten Mehrwert bezeichnen kann. Ja, ein nacktes Android reicht definitiv, wenn wir die Auswahl im Google Play Store betrachten. Wir finden fast alles – und das ist großartig.

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Um das Vorwort und halb vorgezogene Fazit zu beenden: Ihr müsst euren Nutzen erkennen, vielleicht auch ein bisschen auf Entdeckungsreise gehen – dann macht so ein Gerät wirklich Spaß. Es muss auch Spaß machen, denn nichts ärgert mehr als ausgegebenes Geld für Technik, die man nicht aus Freude benutzen will. Da ich meinen Testbericht splitte und ja Menschen kenne, die nicht abwarten können: ja, das Nexus 7 ist im Android-Bereich, dieser Größen- und Preisklasse die absolute Empfehlung. Lauft los, holt es euch ruhig. Um den platten Spruch zu bringen: ihr macht nichts falsch damit, Caschy-approved!

**Android Jelly Bean 4.3**

Nexus-Geräte sind meist immer die ersten, die aktuelle System-Updates bekommen. Hierbei handelt es sich nicht immer um Updates, die vielleicht Bugfixes im Auge haben – man bekommt einen Schwung neuer Funktionen mit hinzu.

Multi-User-Support war bereits vorher für Tablets verfügbar. Diese Funktion wurde mit Restricted Profiles noch einmal aufgebohrt und dürfte für viel mehr Anwendungsbereiche passen. Zum einen können Ausstellungstablets so beschnitten werden, dass Nutzer nicht mehr jeden Mist damit anstellen können, zum anderen können Eltern aufatmen, deren Kinder auch gerne einmal ein Spiel mit In-App-Käufen zocken.

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Profile können so restriktiert werden, dass In-App-Käufe nicht mehr angezeigt werden. Eltern haben die volle Kontrolle, per In-App-Kauf freigeschalteter Content wird angezeigt, nicht gekaufter nicht.

Der nächste neue Punkt unter Android 4.3 ist Bluetooth 4.0 (Bluetooth Smart oder Bluetooth Low-Energy). Wie auch immer man es nennen mag, es sorgt dafür, dass zum Beispiel Fitness-Tracker oder Smartwatches einfach und vor allem energiesparend mit Android-Geräten verbunden werden können. Ebenfalls ist für Autofahrer was dabei: koppelst du dein Nexus 7 via Bluetooth mit deinem Autoradio, so bekommst du mittels Bluetooth AVRCP 1.3 die Songtitel angezeigt – sehr nischig, aber erwähnenswert.

Die Implementierung von Open GS EL 3.0 sorgt für fotorealistische Grafikmöglichkeiten auf mobilen Geräten. Android 4.3 ist das erste mobile Betriebssystem, das Open GS EL 3.0 an Bord hat. Für Gamer interessant, da es neue grafische Möglichkeiten bietet.

Auch in Sachen Sound bietet Android 4.3 Neuerungen, so ist nun Virtual Surround Sound möglich, dies realisierte man durch Nutzung von Technologien des Fraunhofer Institutes.

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Das System läuft rund, sehr performant und wenn mal was hakelt, dann liegt es meinem Gefühl nach nicht an Android oder fehlender Leistung, sondern vielleicht einer nicht so sauber umgesetzten App. Davon findet man im Jahre 2013 immer noch reichlich im Google Play Store, es gleicht einer Trüffelsuche, wunderschöne Android-Apps für das Tablet zu finden.

**Nexus 7 2013, die Haptik**

Im Gegensatz zum Vorjahresmodell findet sich beim Nexus 7 2013 eine glatte Oberfläche. Fingerabdrücke sind sichtbar, mir persönlich gefällt aber eben jene glatte Schlichtheit. Fühlt sich gut an und liegt damit für mich vor dem Vorjahresniveau.

Das Nexus 7 2013 ist nicht platt, sondern an den Ecken zum Display rückseitig leicht gewölbt, die Lautstärkewippe und der Power-Button residieren auf dieser Wölbung auf der rechten Seiten. Fast plan liegen die rückseitig oben und unten platzierten Stereo-Lautsprecher auf.

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Ich konnte keine Spaltmaße beim Übergang vom Kunststoffrahmen hin zum Display erkennen, alles fehlerfrei verarbeitet. Zu keiner Zeit entsteht ein Eindruck, dass man hier ein so günstiges Gerät in den Händen hält, das Gegenteil ist der Fall – das Nexus 7 2013 verweist die teurere Konkurrenz auf die hinteren Plätze.

Was die Ansicht trübt, das ist der unverschämt dick wirkende Rahmen rund um das Display. Hier hat man wahrscheinlich einiges an Technik verstecken müssen, was woanders aufgrund des Gesamt-Gehäuses nicht mehr gepasst hat. Wirklich schade, denn das gute Display wird von der doch arg unschönen Front negativ beeinträchtigt. Hier hat Apple beim iPad mini einfach bessere Arbeit geleistet.

Um das Thema Haptik abzuschließen: ich bin froh, dass es diese Größe bei einem Tablet gibt. Der Bereich um 7 bis zu 8 Zoll ist für mich angenehm zu halten und zu benutzen. 10 Zoll oder mehr kommt erst einmal nicht mehr ins Haus, es sei denn, die kommenden Generationen werden um einiges leichter. In Sachen Auflösung muss man ja eh nicht mehr zu großen Geräten greifen, schließlich gibt es beim neuen Nexus 7 mehr Pixel, als man eigentlich fassen kann.

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**Nexus 7 2013: Das Display**

Displays waren oft eine Schwäche in ASUS-Geräten. Displays hatten bei einigen Anwendern Lichthöfe oder eben Bleeding Edges, ich bin anscheinend davon verschont worden, beziehungsweise hat man gelernt. Das Display hat eine Auflösung von satten 1920 x 1200 Punkten, da wiederum punktet das Nexus 7 2013 gegen das iPad mini.

Pixel kann man nicht mehr mit Handschlag begrüßen, das ist jetzt einfach ei wärmeres, angenehmes Lese- und Betrachtungs-Erlebnis. Farben und Schrift finde ich absolut in Ordnung, selbst draußen kann man mehr erkennen, als beim Vorgänger. Müsst ihr euch vielleicht einmal selber anschauen, jedes Auge meint ja, etwas anderes zu sehen.

Ach ja – das Display soll sich robust zeigen, dank Corning Gorilla Glass. Wie weit das Display nun Messer-Attacken abkann, habe ich natürlich nicht getestet und ihr solltet dies auch nicht – ihr wollt ja sicherlich noch lange Freude am Gerät haben und Kratzer im Display sind fatal.

**Nexus 7 2013: die Lautsprecher**

Trotz Stereo: es bleiben bessere Blechbüchsen. Ja, das ist Jammern auf hohem Niveau, ist aber der Tatsache geschuldet, dass ich traditionell eher wenig von Lautsprechern in Smartphones oder Tablets halte. Bass ist wenig vorhanden und die Höhen klingen manchmal recht grell im höheren Lautstärkebereich. Ich kann mein Arbeitszimmer notfalls damit beschallen, ob ich das mit dieser Tonqualität will, darf dahingestellt sein. Dennoch: besser als beim Vorgänger und durch die nicht ganz plan aufliegenden Lautsprecher gewinnt man beim glatten Hinlegen noch etwas an Sound-Voumen.

 

**Das Video!**

**Nexus 7 2013: die Kamera**

5 Megapixel stark. Dennoch lasse ich hier einfach mal ein paar Bilder sprechen. Zoomen macht das Bild meiner Meinung nach recht schlecht, deshalb am besten ohne Zoom fotografieren. Bei Tageslicht macht das Nexus 7 2013 ansprechende Fotos, doch sobald man sich innerhalb eines Gebäudes ohne Licht befindet – also nur Tageslichteinstahlung, dann wirken im normalen Kameramodus die Bilder sehr dunkel und beginnen stark zu rauschen. Ebenfalls habe ich euch ein kurzes Video draußen gemacht, während ich mich bewege. Vielleicht hilft es euch, die Kameraqualität des Nexus 7 2013 zu beurteilen.

Hier noch einmal die Qualität der Videokamera:

**Ende Teil 1 des Nexus 7 2013 Tests** (das erste Unboxing findet ihr hier)


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Über den Autor:

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