Nextcloud erhält erstes großes Update und eine iOS-App

7. Juli 2016 Kategorie: Internet, Software & Co, geschrieben von: Oliver Pifferi

nextcloud-logo-white-squareEs noch nicht allzu lange her, dass Nextcloud als Abspaltung des ownCloud-Projektes an den Start ging: Mitte Juni feierte man das Debüt mit dem Ableger, der vieles besser machen soll(te) und natürlich ging dem Ganzen ein Beben in der Community und – daraus folgend – die fast logische Entwicklerpolonaise voraus. Ein Monat ist nun verstrichen und der ein oder andere wird sich eventuell schon mit Nextcloud befaßt haben: Ich für meinen Teil habe für meine paar Dateien den Sprung gewagt und hatte bisher keine Probleme – zusammen mit den kompatiblen ownCloud-Clients für Windows und den Mac und der Nextcloud Android-App sind meine Bedürfnisse abgedeckt. Nun erhält Nextcloud das erste große Update und auch sonst gibt es ein paar nennenswerte Neuigkeiten – das vermeldete man gestern offiziell.

Neben den obligatorischen und unerlässlichen Sicherheits-Updates, die Eure Nextcloud-Installation auf Version 9.0.52 hieven, fließen ein Teil der zum Start versprochenen, kostenlosen Enterprise-Funktionen mit in Nextcloud ein. Diese umfassen die Integration von Netzwerkspeichern unter Windows und verschiedene Tools wie Kalender, Kontakte, welche früher als Drittanbieter-Plugins verfügbar waren und beim Update deaktiviert werden. Auch WebRTC-Konferenzen oder Online Office-Funktionen sollen möglich sein und die Passwort-Policy für Benutzer kann nun auch speziell angepaßt werden. Erwähnenswert hier: Speziell letzteres Feature ist seit kurzem übrigens auch für die ownCloud-Basis erhältlich. Wer dann noch seine Installation an die eigene Corporate Identity anpassen mag, wird sich über die neue Theming-Funktion freuen. Weitere Funktionen, die speziell für professionelle Nutzer interessant sein sollen, hat Nextcloud übrigens grob für die kommenden Monate angekündigt.

Nextcloud_9_0_52

Parallel in Angriff nehmen tut man nun auch – wie vor einem Monat ebenfalls angekündigt – das Angebot für den Enterprise Support, namentlich als „Enterprise Support Subscriptions“ betitelt. Zwar sind sämtliche Enterprise-Funktionen kostenlos für alle Nutzer erhältlich, allerdings können Unternehmenskunden auch auf Wunsch spezielle Support-Dienste direkt von den Nextcloud-Entwicklern buchen – das Red Hat-Modell läßt grüßen. Je nach gebuchter Abo-Option umfassen diese Dienste 24/7 Telefon- oder Mail-Support, Migrationsunterstützung von den Vorgängerversionen und weitere Hilfe für die Nextcloud-Lösungen.

Wer diese Art von Support benötigt, kann beispielsweise mit dem Basis-Abo für 1500 EUR pro Jahr für die Betreuung von bis zu 50 Nutzern starten. Eine Übersicht aller Abo-Optionen für Enterprise-Kunden listet Nextcloud im Enterprise-Bereich der eigenen Webseite auf. Für den Ottonormalverbraucher sollten diese Pläne nicht in Frage kommen, nutzt man das Ganze aber dienstlich und ist auf einen entsprechenden Support angewiesen, wird man schon Preis und Leistung gegenüber halten und – je nach Wünschen – dann seine Wahl treffen.

In Sachen Smartphone-Unterstützung zieht man nun auch mit dem neuen Client für Nutzer von iPhones und iPads nach. Dieser basiert auf der Cryptocloud-App und ist ab sofort im iTunes Appstore erhältlich. Wie auch bei der Android-Version lassen sich über die App Dateien in der Cloud bearbeiten, verschieben oder löschen. Für Dokumente, Fotos, Videos und Audio-Dateien steht eine Vorschau zu Verfügung, eigene Bilder können per automatischer Foto-Sicherung in die heimische Cloud hochgeladen werden – dank AES-256-Verschlüsselung soll das Ganze auch entsprechend sicher sein. Gerade die Funktion des Foto-Uploads in der App war früher immer so eine Sache, wenn man an Dropbox & Co. gewöhnt war – mittlerweile funktioniert zumindest die von mir genutzte Android-Variante prima und schiebt die Bilder auch verläßlich nur im WLAN in meine private Wolke.

Weitere Enterprise-Features wie die SAML Single Sign-On Authentication (SSO), weiterführende Log- und Reporting-Funktionen oder die Einbindung von Windows-Netzwerkfreigaben sollen nach und nach in das Projekt einfließen – es bleibt also spannend, gerne halten wir Euch auch diesbezüglich auf dem Laufenden!

Nextcloud
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Entwickler: Nextcloud
Preis: Kostenlos
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Entwickler: TWS
Preis: 1,09 €
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Über den Autor: Oliver Pifferi

Digital Native, der trotzdem gerne das Mittelalter erlebt hätte und chronischer Device-Switcher. Multimediafreak. England-Fan. Freier Autor & Tech Blogger. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hoffnungsvoller Idealist. Gladbacher Borusse und hauptberuflicher IT-Consultant. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und XING. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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