Neues vom Technik-Crowdfunding: 3D-Druck-Stift, Auto-Blackbox und Smartphone-Steuerung für DSLR

27. Februar 2014 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

Nach dem Mobile World Congress ist vor der Cebit. Und dazwischen? Technik-Crowdfunding. Da immer wieder Fragen aufkommen, hier kurz die grobe Erklärung, um was es sich bei Crowdfunding handelt. Jemand hat eine Idee, vielleicht sogar schon einen Prototypen von einem neuen Produkt und sucht nun Unterstützung von Interessierten, die sich an der Finanzierung beteiligen. Erreicht man genügend Unterstützer, die einen Betrag X zur Verfügung stellen, wird das Produkt produziert und die Unterstützer bekommen das, wofür sie bezahlt haben. Kommt die erwünschte Endsumme nicht zusammen, zahlt keiner etwas. Risikolos für beide Seiten, aber eine tolle Chance, um an außergewöhnliche Produkte zu kommen. Diese Woche dabei: Ein 3D-Drucker in Stift-Form, der verschiedene Materialien drucken kann, eine Box, die das Smartphone zur DSLR-Fernbedienung werden lässt und eine Blackbox für das Auto.

3Dsimo

3Dsimo – Der 3D-Stift

3Dsimo ist der erste 3D-Stift der Welt, der es ermöglicht, die Druckeinstellungen direkt auf dem Display vorzunehmen. Dort können die Temperatur und die Geschwindigkeit des Materialflusses eingestellt werden. Der Stift kann sämtliche gängigen 3D-Druck-Materialien verarbeiten, darunter ABS, PLA, HIPS, PET, PC, FLEXI, Thermochrom, LAYWOO-D3, BENDLAY, SANDSTONE, smartABS und PVA. Die verschiedenen Temperatureinstellungen lassen sich nutzen, um große Flächen zügig zu füllen oder frei in die Luft zu drucken. Der 3D-Stift basiert auf den Prinzipien der FDM-Technologie, was bedeutet, dass die Materialien bis zum Stiftende durchgepresst werden, wo sie dann erst erhitzt werden. Das Kampagnenziel ist bereits erreicht, ein 3Dsimo kann für 99 Dollar bestellt werden, die Lieferung soll im April erfolgen.

Case

Case – DSLR per Smartphone steuern

Case ist ein kabelloser Kamera-Controller mit dem sich DSLR-Kameras vom Smartphone aus steuern lassen. So können über das Smartphone Fokus, Blende, Verschlusszeit und alle weiteren Kameraeinstellungen kontrolliert und eingestellt werden. Das Smartphone-Display dient dabei als Live-View-Screen. Das geschossene Bild ist anschließend sofort auf dem Smartphone verfügbar und kann direkt in soziale Netze geteilt werden. An der Kamera angebracht wird Case mit wiederverwendbaren Klebestreifen. Case funktioniert mit allen gängigen Canon und Nikon DSLR-Kameras sowie Android-Smartphones und dem iPhone / iPad. Für die Produktion werden 15.000 US-Dollar benötigt. Für 59 US-Dollar (plus 15 US-Dollar für internationalen Versand) ist Case auf Indiegogo noch bis zum 13. April zu haben, die Auslieferung soll im Juli erfolgen.

clickdrive

Clickdrive – Die Überwachungs-Box fürs vernetzte Auto

Eine kleine Box, die sich an die Auto-Enthusiasten unter Euch richtet, ist Clickdrive. Mittlerweile hat das Team in Singapur einen Prototypen entwickelt, der sich mit der On-Board-Unit neuerer Autos verbinden kann und auf dem OBDII-Protokoll basiert. Die Box soll kompatibel sein mit Android-, iOS- und Windowsphone-Geräten. Darauf baut eine offene API auf, die es ermöglichen soll, eigene Apps fürs Auto zu schreiben. Die erste App, die das Clickdrive-Team selbst entwickelt hat, läuft zunächst nur auf Android und kann bereits zahlreiche Funktionen des Autos überwachen, aufzeichnen und auswerten. Außerdem lässt sich mit der Kamera des Smartphones auch die gesamte Fahrt als Dashboard-Cam und per GPS aufzeichnen. In Gegenden wie Russland haben sich solche Kameras auf dem Armaturenbrett ja bereits bewährt und liefern zudem noch gutes Videomaterial für YouTube. Die Clickdrive-Kampagne auf Indiegogo läuft noch gut 2 Wochen, von den geplanten 50.000 US-Dollar sind bisher knapp 15.000 zusammengekommen. Noch ist die Clickdrive-Box zum Early-Bird-Preis von 249 US-Dollar (plus 25 US-Dollar Versand), geliefert werden soll dann frühestens im November.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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