Neuer iMac: schwer selbst zu reparieren

3. Dezember 2012 Kategorie: Apple, Hardware, geschrieben von: caschy

Die Menschen bei iFixit haben sich aufgemacht, den neuen iMac 2012 auseinander zu schrauben und diesen auf seine Reparatur-Fähigkeit zu überprüfen. Durch die neue Bauform des iMac mit 21.5 Zoll soll er wohl noch schwerer für den normalen Benutzer zu reparieren oder umzurüsten sein, als sein Vorgänger.

So stellt man bei iFixit fest, dass die Abdeckung zum Display nun zusätzlich geklebt ist, während früher ein Magnet-Mechanismus zum Einsatz kam. Wer also “mal eben” was machen will, sollte sich von dem Gedanken verabschieden, Auf- und Umrüsten dürfte kompliziert werden.

Ebenfalls neu dürfte das Verbauen einer 2.5 Zoll großen Festplatte sein, vorher kamen bei den iMacs die klassischen 3.5 Zoll Festplatten zum Einsatz. Hierdurch wird Platz gespart. Außerdem stellte man fest, dass das Gerät nun zwei Mikrofone hat, in den alten Geräten fand bislang nur eins Platz. Das verbaute LG-Display soll mit dem des letzten Jahres identisch sein, allerdings ist es etwas dünner.

Hat man tatsächlich die Frickelarbeit hinter sich, dann könnte man den RAM tauschen – ich würde mir den Spaß auf keinen Fall antun und greife daher zum 27 Zoll iMac, denn bei diesem kann man noch klassisch den RAM erweitern, sofern ich richtig informiert bin.

Letzten Endes bekommt der iMac mit 21.5 Zoll ein Rating von 3 verpasst, wobei die 10 für das leichteste Reparieren auf einer Skala steht. Zwar kann man RAM, Festplatte und CPU tauschen, doch bis man an diesem Punkt ist, dürfte einiges an Zeit und Nerven draufgegangen sein.

Interessant wäre jetzt natürlich mal eine ungefähre Gegenüberstellung zu anderen, vergleichbaren All-in-Ones. Gibt ja durchaus einige Hersteller wie Lenovo oder HP, die durchaus nett anzusehende Geräte im Angebot haben.


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17 Kommentare

OlliMe 3. Dezember 2012 um 14:59 Uhr

Aha, und wie oft musstest du schon an deinem iMac rumschrauben, weil er nicht lief? ;)
Dafür gibt es doch die Garantie und ggfs. die Verlängerung.

Hannes Rehburg (@HRehburg) 3. Dezember 2012 um 15:04 Uhr

Gegenüberstellung zu HP? Da braucht man kein iFixit für, zumindest nicht für die Z1: http://youtu.be/IQaIbLGJ__A?t=2m26s
2 Handgriffe und das Ding ist komplett offen..
Aber das kann ja ein Spaß werden, wenn mal nur 1 RAM Modul defekt ist kannste direkt mit dem iMac zur “Genius Bar” tingeln damit die das inner Rep schicken. Wenn man da selbst ran geht hat man garantiert keine Garantie mehr..

Flo 3. Dezember 2012 um 15:07 Uhr

@OlliMe: Schlechtes Argument. Ich schraube an meine Windows Maschine auch nicht rum weil sie nicht funktioniert, sondern weil ich neuere/bessere Hardware verbauen will. Und um genau das geht’s hier: wenn zb. Photoshop in 2 Jahren doppelt so viel Speicher braucht weil ich mir zb. ne Kamera mit höherer Auflösung angeschafft habe, kann man nicht einfach nen fetteren Riegel rein kloppen…

OlliMe 3. Dezember 2012 um 15:19 Uhr

Ne, weil Apple das auch nicht will und du dir das neueste schicke Modell kaufen sollst. Die meisten iMac-User machen dies eh von alleine ohne solche “Sabotageakte”! :)
Und das schlechte Argument kann ich mit deinem Vergleich zu einer Windose gerne zurückgeben. Ich bin übrigens auch ein Windows-User, habe aber ein MBA für den mobilen Einsatz. Dort ist es ja ähnlich. Wenn mir meine 4GB nicht reichen, dann hätte ich mir das besser vorger überlegen sollen.

Jan 3. Dezember 2012 um 15:27 Uhr

Ich habe mal einen All-In-One von Lenovo außeinander genommen. War recht simpel und ohne Frickelarbeit zu erledigen…

NeNeNe 3. Dezember 2012 um 15:28 Uhr

Ist also kein Bug sondern ein Apple-Feature… :-)

OlliMe 3. Dezember 2012 um 15:32 Uhr

Man soll an diesen superslim-Dingern einfach nicht selber Hand anlegen.
It just works! :)

HomoFaciens 3. Dezember 2012 um 15:43 Uhr

…was man nicht mal öffnen kann (sollte/darf), ist für mich als Open Source Anhänger und Fan von langlebigen, einfach zu reparierenden Produkten völlig indiskutabel. Echte Ingnieurskunst und gutes Design bringen Lösungen hervor, die leicht zugänglich sind.
Zusammenkleben mit dem Argument, dass der Bildschirm damit um 1-2mm dünner gehobelt werden kann ist der falsche Weg – bringt auch keinen nutzbaren Platzgewinn auf meinem Schreibtisch ;)
Mein Rechenknecht ist daher kein All-In-One-Bildschirm, sondern ein konventioneller Kasten, den ich in seiner mittlerweile 7jährigen Dienstzeit schon hin und wieder auseinendergenommen und auf- bzw. umgerüstet habe.

Ich bin ein Grieche 3. Dezember 2012 um 16:10 Uhr

Typische Apple wegwerf Produkte :).

Paul Peter 3. Dezember 2012 um 17:12 Uhr

Wenn man nicht mal eine Festplatte einfach ausbauen kann, dann ist das Ding einfach nur Schrott in 2 Jahren. Ich bin kein PC-Bastler, RAM und Festplatten hab ich jedoch schon öfters getauscht. Denn mit wenigen Handgriffen lässt sich die Lebensdauer dieser Geräte deutlich verlängern. wenn ich nur damals an meine Kiste denke, die von 32 auf 96MB RAM und 3GB HDD auf 40GB geupgradet hatte… die Kiste lief weitere 3 Jahre problemlos. OK, ist schon über 10 Jahre her :D aber auch meine jetzigen Rechner habe ich mit mehr Festplatte und mehr RAM mehr Leben eingehaucht.

Just Me 3. Dezember 2012 um 17:23 Uhr

Es ist schon traurig, dass Apple immer kundenunfreundlicher wird. Klar soll man bei All-in-one Computer nicht wirklich groß etwas tauschen oder reparieren, es ist schließlich kein Desktop-PC, bei dem man jede Komponente tauschen kann. Dennoch finde ich, dass es immer möglich sein sollte RAM und HDD ganz einfach zu tauschen. Schließlich sind das die Komponenten, welche man am ehesten tauschst, sei es durch sinkende RAM Preise oder durch den Bedarf an einer größeren Festplatte oder den Wunsch nach einer schnellen SSD. Das könnte Apple durchaus durch eine Wartungsklappe auf der Rückseite lösen, durch die man an diese beiden Komponenten herankommt. Schließlich war dies bis jetzt beim RAM auch immer möglich. Schande, dass man dem Kunden immer weniger machen lässt. Gegen den neuen iMac ist der aktuelle Mac Mini wirklich ein Aufrüstungstraum und selbst den muss man für einen HDD-Wechsel zerlegen.

Martin / Dimido.de 3. Dezember 2012 um 17:48 Uhr

Als Computer-Schrauber der ersten Stunde – oder Zweiten (ab 1992), kann ich auf Computer und Notebooks – im Besonderen wie diesem Beispiel, gerne auf verzichten.

Apple- und schöne Windows-Geräte sind zwar praktisch schön klein, aber von der Lebendauer eher nicht zu empfehlen, wenn man nach der Garantie-Zeit nicht selber die Reparatur durchführen kann.

Dieter 3. Dezember 2012 um 18:08 Uhr

erst kein rosetta mehr, jetzt der krampf, ich hoffe mein imac hält noch lange..

Andy 3. Dezember 2012 um 18:53 Uhr

iFixit verbreitet bei jedem neuen Gerät diesen Müll, schliesslich verkaufen die Werkzeuge um die Sachen dann doch zu öffnen.

Straycat 3. Dezember 2012 um 21:20 Uhr

Was heißt hier Müll? Die zeigen einfach klar und deutlich, was machbar ist und mit welchem Aufwand. Wenn du das Teil mit dem Buttermesser aufmachen willst, na dann mach’ mal …

smoo 4. Dezember 2012 um 00:05 Uhr

Schade, kein Video mit MJ:-(


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