Netflix: 50 Prozent der Inhalte sollen in den nächsten Jahren Eigenproduktionen sein

21. September 2016 Kategorie: Streaming, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Netflix Artikel LogoVideostreaming erfreut sich bereits recht großer Beliebtheit, Netflix ist neben Amazon das Zugpferd der Branche. Vor allem die von Netflix produzierten Inhalten finden immer wieder begeisterte Anhänger, wie zuletzt mit Stranger Things. Den Anteil dieser Eigenproduktionen möchte Netflix im Laufe der nächsten Jahre steigern. Ziel ist es, dass 50 prozent der Inhalte Eigenproduktionen sind. Der Rest wird eben zugekauft. Das erklärte Netflix CFO David Wells auf der Goldman Sachs Communacopia Conference. Es ist allerdings noch ein recht weiter weg dorthin, aktuell hat man ein Drittel bis zur Hälfte des Ziels erreicht (folglich sind 17 – 25 Prozent der Inhalte Eigenproduktionen).

2015 veröffentlichte Netflix 450 Stunden Eigenproduktionen, 2016 werden es bereits 600 Stunden sein. Auch das Budget steigt, von 5 Milliarden Dollar in diesem Jahr, auf 6 Milliarden Dollar 2017. Wells erklärt außerdem, dass nicht jede Eigenproduktion ein großer Hit werden müsse, sie müssen nur kostendeckend sein und dem Nutzer eine möglichst breite Auswahl bieten.

In den USA hatte Netflix nach einer Preiserhöhung mit schwindenden Kunden zu kämpfen. Die Preiserhöhung kommt aber den Inhalten zugute, und offenbar ist so eine Kündigung auch gar nicht so wild. Zwischen ein Drittel und der Hälfte der Kunden, die gekündigt haben, kommen wieder mit einem neuen Abo zurück, erklärt Wells.

International gesehen möchte Netflix 80 Prozent „Hollywood“-Inhalte und 20 Prozent lokale Inhalte (hierzulande also deutsche Produktionen) anpeilen. Lediglich in Japan wird man versuchen, jeweils 50 Prozent zu erreichen. Netflix produziert also nicht nur für den globalen Markt, sondern geht jeden Markt einzeln an.

Eine werbefinanzierte Version von Netflix soll es indes nicht geben. Die Netflix-Marke stehe für „keine Werbung“, man sollte also in nächster Zeit nicht mit so einem Angebot rechnen. Spannende Entwicklung, die man hier beobachten kann.

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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