Native Clipboard: Zwischenablage für Android

3. Januar 2016 Kategorie: Android, geschrieben von: caschy

native clipboard-1Clipboard Manager gibt es auf der Android-Plattform wie Sand am Meer – und ich finde sie überaus nützlich, wenn man Texte von A nach B bringen möchte, ohne dass man alles mühselig in einzelnen Schritten von App zu App kopiert. Meine Kombination ist da bislang die Open Source-Lösung Clip Stack, die in Verbindung mit der Textbaustein-App Texpand bei mir dafür sorgt, dass ich bequem und einfach neue und wiederkehrende Texte mit geringem Aufwand in Apps bringen kann.

Wer Clip Stack für die Zwischenablage nichts abgewinnen kann, der kann ja mal einen Blick auf Native Clipboard werfen, eine ebenfalls kostenlose App aus der Open Source-Ecke. Die App selber ist rudimentär aufgebaut. Sie bietet das Verwalten der Zwischenablage bis zu einer von euch festgelegten Größe an und hat eine anpassbare Optik. Interessant ist die App für Einsteiger und Fortgeschrittene, für letztere steht sogar eine Kompatibilität mit Xposed bereit.

native clipboard

Nutzer müssen nach der Installation nicht viel machen, nachdem der App die nötigen Rechte eingeräumt wurden, landen alle kopierten Texte in der großen Zwischenablage von Native Clipboard. Seid ihr nun in einer App und wollte diese Ansammlung aufrufen, so reicht ein Double-Tap in ein Eingabefeld. Hier erscheinen alle gespeicherten Texte zum schnellen Einfügen, alternativ lassen sich die gespeicherten Texte auch in der App anschauen, verändern, löschen und auch teilen.

Native Clipboard
Native Clipboard: Zwischenablage für Android
Entwickler: DHM47
Preis: Kostenlos
  • Native Clipboard Screenshot
  • Native Clipboard Screenshot
  • Native Clipboard Screenshot
  • Native Clipboard Screenshot
  • Native Clipboard Screenshot
  • Native Clipboard Screenshot
  • Native Clipboard Screenshot
  • Native Clipboard Screenshot
  • Native Clipboard Screenshot


Über den Autor: caschy

Hallo, ich bin Carsten! Daddy von Max, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter, Gerne-Griller und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING, Linkedin, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende.

Carsten hat bereits 22149 Artikel geschrieben.

20 Kommentare

Sahra 3. Januar 2016 um 12:44 Uhr

Lieber Caschy, gibt es etwas Ähnliches auch für iOS?

caschy 3. Januar 2016 um 12:53 Uhr

Clips oder Command C. Aber bei weitem nicht so gut nutzbar, wie die Android-Lösungen. Erlaubt das System einfach nicht.

Kalle 3. Januar 2016 um 14:36 Uhr

@caschy
Weil es einfach keine gute Idee ist wenn jede App die Zwischenablage überwachen und protokollieren kann. Was zBsp wenn ich einen Password Manager nutze und URL, Email und Passwort in eine andere App kopiere? Facebook hat lange die Zwischenablage im Hintergrund überwacht. Mit iOS 9 wurde der Zugriff auf die Zwischenablage sogar weiter eingeschränkt (eine App kann sich benachrichtigen lassen wenn sich die Zwischenablage ändert, mehr nicht).
Den Ansatz über Share Sheets, Widgets usw finde ich persönlich auch besser das so nicht alles auf der Liste landet sondern nur was ich will.

@Sahra
Clips hat Caschy schon genannt. Ein anderer Favorit von mir ist SnipNotes.
http://www.snipnotes.de/de/
http://www.cleanshavenapps.com/clips/

Um zwischen OS X und iOS zu kopieren nehme ich Scribe. Geht über Bluetooth LE, die App kann den kopierten Inhalt auch an andere Apps weiterleiten.
Was vergleichbares für mehrere Platformen wäre Heapo.

Stefan W. (@StwMH) 3. Januar 2016 um 15:18 Uhr

Schön wäre eine App die, ähnlich wie das, inzwischen kostenpflichtige, PushBullet. die Ablage zwischen verschidenen Geräten (Android/Windows) synchron hält.
Nicht falsch verstehen, ich bin gern bereit für eine App Geld zu bezahlen und mache das des öfteren, aber 4,99 im Monat halte ich persönlich für unverschämt.

Stefan W. (@StwMH) 3. Januar 2016 um 15:21 Uhr

PS: Clipsync kenne ich, läuft leider nur wenn die Geräte sich im selben Netzwerk befinden.

Philip Mark 3. Januar 2016 um 18:00 Uhr

Habe schon fast alle Clipboard Apps ausprobiert, kostenlose wie kostenpflichtige. Aber mein absoluter Favorit ist & bleibt „Clipper Plus with Sync“. Einfachste Bedienung u synchronisiert all meine Geräte.

bat 4. Januar 2016 um 00:27 Uhr

@Stefan W.: Ich nutze, wie Philip Mark,
Clipper Plus with Sync/rojekti https://play.google.com/store/apps/details?id=fi.rojekti.clipper
Super

Stefan W. (@StwMH) 4. Januar 2016 um 01:25 Uhr

Hab sie mir vorhin schon angesehen, aber entweder bin ich blind, oder es gibt keine Option mit einem Windows System zu syncen… und genau DAS wäre/ist ja das interessante.

francwalter 4. Januar 2016 um 09:30 Uhr

Clipper+ (kostet 1.50) ist gut, aber noch besser ist aNdClip (kostet 3.-), das verwende ich schon seit Jahren. Leider wird es zwar schon lange nicht mehr weiterentwickelt (letztes Update 1.8.2013) aber es läuft immer noch problemlos und hat eine wesentliche Funktion, die bisher allen von mir getesteten ClipBoard Extendern fehlt: verschlüsselte Ordner, was ich z.B. für Kontonummern o.ä. verwende.
aNdClip bietet neben den üblichen Funktionen auch noch Ordnerstrukturen, was Clipper in der Form fehlt.
Es hat noch ein paar andere Sonder-Features, die ich aber nicht nutze.

Aber zurück zur vorgeschlagenen App „Native Clipboard“ oder „ClipStack“: das sind Apps, die bezüglich Produktivität noch einen langen Weg gehen müssen, um mit Clipper+ oder andclip mithalten zu können. Die Frage ist, ob sie je dort ankommen.
Was ich bedauerlich finde, weil ich OpenSource bevorzuge.

bat 17. Januar 2016 um 02:41 Uhr

Gibt’s gegen ClipSync Sicherheitsbedenken? Ich nutze unter Windows ClipMate, das für mich zu einer ‚Datenbank‘ geworden ist, und unter Android Clipper+
Synchronisationsmöglichkeit mit ClipMate wär schön – aber es landen natürlich auch immer sensible Daten in der Zwischenablage.

francwalter 17. Januar 2016 um 18:49 Uhr

Man kann ja bestimmte Daten auch von Clipper+ ausnehmen.

„Synchronisationsmöglichkeit mit ClipMate wär schön“ – ClipMate ist proprietär und schon seit Ewigkeiten eingestellt worden, das kann nicht mal UTF8. Leider 🙁 🙁 🙁
Verwende ich aber auch ganz umfangreich und leider ersatzlos. Ich bin froh, dass es überhaupt noch auf W8 funktioniert, auch wenn es mittlerweile oft mal muckt.

Auf Mac hab ich jetzt Copy’em Paste entdeckt, das ist recht gut (aber bei weitem nicht so mächtig wie ClipMate).

bat 18. Januar 2016 um 01:25 Uhr

@francwalter:

ClipMate nutz ich portable. Vermutlich läuft’s auch unter Windows 10. Das UTF-8-Thema kenn ich nicht.

Mit ClipSync klappt zumindest unter Windows 8.1 der Transfer von neuen bzw angeklickten/abgetippten/aktivierten alten Clips zwischen ClipMate, Clipper+, aNdClip Free, das ich, dir folgend, probiere. Gelegentlich werd ich ausmisten und Wichtiges auf alle Plattformen verteilen.

francwalter 18. Januar 2016 um 08:41 Uhr

@bat: ClipSync kannte ich noch gar nicht, danke für den Tipp, muss ich mal ausprobieren 🙂 Ich dachte zuvor, du meintest die Synchronisation von Clipper+

UTF8 bei ClipMate: versuche mal einen japanischen Text in die Zwischenablage von ClipMate zu kriegen, geht nicht, weil es kein utf-8 kann 🙁

aNdClip free: Die free Version hat halt Werbung. Aber zum Testen sicher ausreichend.

bat 18. Januar 2016 um 13:31 Uhr

@francwalter:

Mein PC ist nicht so oft an. Deshalb weiß ich noch nicht, wie gut die Synchronisation mit ClipSync wirklich geht. Gestern klappte sie nicht. Hoffentlich nur ein Vorführeffekt.

Sie geht natürlich nur, wenn die Geräte gleichzeitig laufen.

Vielleicht würden die japanischen Schriftzeichen in Clipper+ gespeichert (jap. 平仮名 oder ひらがな) – und in ClipMate nicht, wenn du sie am PC kopierst. Zur besseren Suchbarkeit müsste man Deutsches dazu schreiben, zB im Titel, den auch Clipper+ in den Listen/’Ordnern‘ bildet.

Als Bild könnte sie ClipMate speichern – Abby Screenshotreader – + Clip Titel ändern > Deutsch.

francwalter 18. Januar 2016 um 13:57 Uhr

@bat:
Ja, habe gesehen, dass ClipSync nur auf PC geht. Werde es nicht installieren, hätte es vielleicht probiert, wenn es auf Linux (auf dem NAS z.B. das immer an ist) liefe.
Aber ClipSync bleibt ja im lokalen Netz habe ich gelesen, so wäre deine Frage nach der Sicherheit (s.o.) doch positiv, oder?

Hiragana und Kanjis kann ClipMate nicht anzeigen, aber auch alle anderen UTF-8 Zeichen nicht. Das ist z.B. beim Arbeiten mit Webseiten (da verwende ich immer utf-8) etwas lästig. Aber CM kann die Zeichen nur nicht anzeigen, kopieren kann man sie schon, ist jetzt also nicht soo schlimm. Dafür ist es ansonsten unheimlich mächtig und praktisch (und arbeitserleichternd). Normalerweise brauch ich selbst die ausländischen Zeichen nicht, daher geht es.

bat 18. Januar 2016 um 15:04 Uhr

@francwalter: „ClipSync bleibt ja im lokalen Netz“

Das habe ich mit 73 nicht so schnell klar erkannt.
Dann ist die Synchronisation durch Clipper+ problematischer. Wie beurteilst du die?
Es kommt schon vor, dass ich fürs bequeme Einfügen Passworte in Clipper für mich sichtbar mache – und nicht gleich oder überhaupt wieder rausnehme mit der Überlegung, mangels Kontexts sei das ok.

francwalter 18. Januar 2016 um 17:34 Uhr

@bat: „Das habe ich mit 73 nicht so schnell klar erkannt“ – diese Ausrede lasse ich auf keinen Fall gelten, mit 73 ist man normalerweise ja noch lange nicht senil 😉

Die Synchronisation mit Clipper+ geht zum Clipper-Server, also raus ins gefährliche Internet. Zum einen könnten die Betreiber deine Daten missbrauchen, weil sie problemlos darauf zugreifen können und weiterhin könnte deren Server gehackt werden, was ja oft genug passiert. Deine Daten sind also auf einem Server irgend so einer Klitsche, so sehr die auch deren Sicherheit betonen, nicht so gut aufgehoben, also unsicher.
Es ist aber die Frage was du da befürchtest. Bei gewissen Passwörtern (z.B. E-Mail) hätte ich da durchaus Bedenken und würde sie gar nicht erst in die Zwischenablage lassen, bei anderen (z.B. irgendein Forum) hätte ich weniger Angst.
Prinzipiell sollte aber eigentlich gar kein Passwort den Rechner oder das Gerät verlassen.

Ich persönlich finde den unbeschränkten Austausch der Zwischenablage zwischen PC und Smartphone gar nicht praktisch, das nervt mich eher. Ich hatte das mal kurz aktiviert mit PushBullet, das habe ich schnell wieder ausgeschaltet.
Auf dem PC habe ich in den CM-Ordnern so allerhand „geheime“ Daten drin stehen, ich verwende es auch wie eine DB, die haben auf dem Telefon nun mal gar nichts verloren.

bat 18. Januar 2016 um 19:43 Uhr

@francwalter:

ad 1: mit 73 wirst du solche Schmeicheleien vermutlich nicht mehr äußern. Mit 55 spürst du die erste leichte Erinnerung ans Fortschreiten des Lebens, mit 60 sagst du verwundert ‚tatsächlich‘, mit 65 ‚aber Hallo‘ mit 73 stört dich, dass du Stecker nicht mehr abgewandt/blind einstecken kannst, deutlich krummer, langsamer, vergesslicher, begriffsstutziger, umständlicher wurdest – was nicht unbedingt ein Problem ist (aber auch nicht angenehm).

ad 2 (und zur Sache): ich hätte mich schon lange bei fast Allem (außer Banking) mit meinem Fake Facebook Account, der ohne jedes persönliche Datum ist, registrieren sollen. Dann bräucht ich keinen Passwortmanager, müsste mir fast kein Passwort merken, könnte fürs Banking und Ähnliches eine intelligente Passphrase nutzen, die ich nach einem System jeweils abwandeln würde …
Hätte hätte könnte könnte würde würde
Vielleicht fang ich noch an.

CM benutz ich wie du. Zu ClipSync sah ich grad, dass es gleichzeitig auf ALLEN Geräten laufen muss (bei den Gegebenheiten logisch; aber siehe ganz oben).
Diese Einschränkungen verhindern andererseits, dass ungewollt alles miteinander synchronisiert wird. Auch nicht schlecht bzw eigentlich ganz gut.

francwalter 19. Januar 2016 um 11:38 Uhr

1. Ohoh, da steht mir dann ja noch was bevor 😉

2. ich habe in meinem Facebock Account auch kein persönliches Datum hinterlegt, nur ein paar Fake-Daten. Dennoch bin ich mir sicher, ist es für Facebock (und die daran angeschlossenen Behörden aller Art) ein Leichtes, das Konto auf mich zurück zu verfolgen (einfachste Weise: IP, mittlerweile noch einfacher geworden, dank der wieder eingeführten Vorratsdatenspeicherung). Ich verwende (u.a.) daher Facebock überhaupt nicht für irgendwelche Anmeldungen. Das gibt nämlich ein immer dichteres Netz meines Verhaltens im Netz, da Facebock Cookies setzt, die in beide Richtungen abgefragt und ausgewertet werden. Wie ein dichtes Spinnennetz und Facebock ist die fette Spinne darin 😉
Nene, dem Bock trau ich nicht. Lieber hundert verschiedene Zugänge notfalls per privatem Passwortmanager merken lassen. Gibt es ja auch OpenSource (z.B. kee2pass).


Es kann bis zu 5 Minuten dauern, bis dein Kommentar erscheint.



Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung.