namebench: schnellen DNS-Server finden

8. Januar 2010 Kategorie: Apfelmus, Google, Internet, Portable Programme, Windows, geschrieben von: caschy

Sicherlich haben ja alle von Googles ehrgeizigen DNS-Server-Projekt gehört. Hierzu empfehle ich übrigens dem ambitionierten Leser ein kleines Filmchen. Wie auch immer: ich finde Googles DNS-Projekt cool, gerade in Hinblick auf kommende Zensur. Freies unzensiertes Netz und so. Doch sind die Google Server wirklich so schnell?

Den schnellsten DNS-Server in eurer Umgebung will das kostenlose Tool namebench ausfindig machen.

Das kleine Tool ist für Linux, Windows und Mac OS X zu haben. Nach der Auswertung wird euch eine Auflistung verschiedener DNS-Server im Browser angezeigt.

Die Frage ist: wer von uns würde (oder hat sogar) seinen DNS-Server im Router ändern? Googles DNS-Server nutzen übrigens 8.8.8.8 und 8.8.4.4. Schon ausprobiert? Wie sind eure Erfahrungen?

Über den Autor: caschy
Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac und Hausmeister dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING und YouTube.

81 Kommentare

Christian (twitter ) 8. Januar 2010 um 20:43 Uhr

Habe ich noch nicht ausprobiert, werde ich gleich mal im Zuge der Wissenschaft machen ;) .

tsc 8. Januar 2010 um 20:45 Uhr

Bevor ich Google noch mehr Daten in den Rachen werfe, suche ich mir lieber ein anderes Projekt. Da lieber OpenDNS.
Wenn ich das richtig verstehe, könnte Google meine komplette History nachvollziehen: Suchanfragen, besuchte Internetseiten…

Da ich aber mit den herkömmlichen Servern meines Anbieters zufrieden bin, lass ich den DNS-Server so wie er ist.

koqui 8. Januar 2010 um 20:48 Uhr

Also ich habe @home einen eigenen DNS Server aufgesetzt. Allein schon damit ich die anderen Geräte im internen Netz ansprechen kann. Und es hat den Vorteil, das ich keine falschen Antworten von den DNS Servern des Providers bekomme ;)

tsc 8. Januar 2010 um 20:49 Uhr

Sorry, bearbeiten war nicht mehr möglich.

Zum Thema Zensur: wenn ich mir das Verhalten von Google in China anschaue, kann ich bei diesem Argument nur schmunzeln.

caschy 8. Januar 2010 um 20:50 Uhr

@Didi: Wir überlegen: was könnte es wohl ausmachen den DNS-Server unter Windows zu ändern, wenn der Router einen anderen hat? Könnte das vielleicht Zeit kosten?

randberliner 8. Januar 2010 um 20:55 Uhr

In der Fritz!BoxFon scheint es keine (offene) Möglichkeit zu geben, die DNS zu ändern, oder wo ist das im Menü versteckt?

Da bleibt dann wohl nichts, als auf den Rechnern die Einträge manuell zu setzen.

Frank Weller (twitter ) 8. Januar 2010 um 20:55 Uhr

Ich habe von OpenDNS auf Google umgestellt und finde Google “rein subjektiv” schneller. Werde jetzt aber mal den Test mit namebench machen. Mal sehen…

Adolf 8. Januar 2010 um 20:55 Uhr

Hi,
vor einiger Zeit habe ich eine schöne aktuell gehaltene Liste mit freien Nameservern gefunden.

http://www.ungefiltert-surfen.de/

Gruß A.

Christian (twitter ) 8. Januar 2010 um 20:56 Uhr

@Caschy: Welchen DNS der Router drin hat, ist irrelevant in dem Zusammenhang. Wenn der Rechner einen fixen DSN hat, und keinen vom Router per DHCP zugewiesenem, dann wird dieser vom Rechner auch genutzt. Sprich, welcher DNS auf dem Router konfiguriert ist, spielt dann keine Rolle mehr.

Manuel (twitter ) 8. Januar 2010 um 20:56 Uhr

Ich verteile bei mir in der Wohnung schon seit über einem Jahr die OpenDNS-Server (www.opendns.com) an alle Geräte über meinen Router, weshalb mir die Diskussion vor einer Weile wegen der DNS-Zensur ziemlich egal war *g*

Dabei ist/war bei mir nicht der (angebliche?) Geschwindigkeitsvorteil ausschlaggebend, sondern einfach die Wahlfreiheit und die Unabhängigkeit weshalb ich diesen Dienst nutze. Die Funktionien wie Tippfehlerkorrektur sind da nur das (zugegebenermaßen sehr leckere) Sahnehäubchen.

habi 8. Januar 2010 um 20:57 Uhr

was ist denn das kleinere übel: der deutsche staat (internetsperren, vorratsdatenspeicherung) oder google (skynet)?

lordfiSh (twitter ) 8. Januar 2010 um 20:59 Uhr

Auch nutze schon ewig OpenDNS, einmal im Router eingestellt, nie wieder geändert ;)

fix (twitter ) 8. Januar 2010 um 20:59 Uhr

Hab zufällig heute Nachmittag namebench laufen lassen, der Google DNS 2 soll 59% schneller sein als der meines ISPs (VF). Habs in den Router eingetragen, bis jetzt aber noch keine Verbesserung bemerkt. Sind ja auch werte die sich im Millisekundenbereich bewegen.

caschy 8. Januar 2010 um 21:00 Uhr

Ist natürlich Crap das alles lokal zu ändern (sofern mehrere PCs vorhanden sind). FritzBox DNS ändern: http://blog.burnred.de/?p=28

Christian (twitter ) 8. Januar 2010 um 21:01 Uhr

und nochmal nen Nachtrag ;) opendns kommt für mich wegen dem Redirecting nicht in Frage. Ich hab leider schon ein paar Mal das Problem gehabt, dass opendns eine Subdomain nicht richtig auflösen konnte und mich dann direkt erstmal auf eine interne Suchseite umgeleitet hat. Ist eine Unsitte, die leider aber auch bei der Telekom und bei der Versatel schon vorherrscht. Ich löse direkt über die Rootzone mittlerweile auf, ansonsten kann ich nur die Liste vom ccc empfehlen, siehe http://www.ccc.de/censorship/dns-howto/

Sub-mac 8. Januar 2010 um 21:04 Uhr

@Caschy: Es gibt dabei keinen Knflikt zwischen den DNS-Einstellungen in Windows und dem Router. Sind verschiedene eingetragen, wird der aus Windows angefragt.
Was allerdings für den DNS-Server im Router spricht, ist der Cache. Ein DNS-Server wird ja nur angesprochen, wenn man nicht zuvor die IP-Adresse der Webseite aufgelöst hat. Wie lange die aufgelösten IP-Adressen von öffentlichen Webseiten gecached werden weiß ich nicht. Intern sind es, meine ich, 30 Minuten. Hat man mehrere Rechner hinter nem Router gleichzeitig in Betrieb, empfiehlt sich entsprechend die Verwendnung der Router-DNS oder die gleiche Einstellung in allen Rechnern.
Und ja, Google kann jede Anfrage nach einer noch unbekannten Webseite loggen.

UDZGuru 8. Januar 2010 um 21:05 Uhr

Also ich hab das Tool grad unter Windows getestet …

Zwei mal ist es abgeschmiert und drei mal hab ich als “Ergebnis” bekommen, dass keiner der getesteten Nameserver “healthy” ist.

Komisch, dass ich trotz allem surfen kann. ;)

Pepino 8. Januar 2010 um 21:06 Uhr

Ich nutze und und empfehle seit langer Zeit alternative DNS-Server. Die Fritzbox kann das dank Telnet-Zugang recht easy…

Christian (twitter ) 8. Januar 2010 um 21:06 Uhr

@Sub-Mac: Das stimmt so nicht ganz. Windows cached die DNS-Abfragen ebenfalls zwischen, für Websites wiederum kochen einige Browser, wie zB Firefox, ein eigenes Süppchen und halten einen eigenen Cache vor.

lordfiSh (twitter ) 8. Januar 2010 um 21:09 Uhr

Kann man keine Kommentare mehr editieren?
Emfehle noch den Link: http://solariz.de/blog/google_.....native.htm

Sub-mac 8. Januar 2010 um 21:12 Uhr

@Christian: Du hast vollkommen Recht.Ich weiß halt bloß nicht, wie lange der TTL von öffentlichen Webseiten ist. Ist er besonders lang, könnte die IP im Router bleiben, während Windows evtl. neu gestartet wird, dabei wird der Cache gelöscht. Ist bloß so ne Überlegung. Dass Browser evtl. DNS Einträge separat behandeln wusste ich noch garnicht. Danke für den Tipp. :-)

Christian (twitter ) 8. Januar 2010 um 21:14 Uhr

@Sub-Mac und selbst da kommt es noch drauf an, wie der Resolver konfiguriert ist. Ich benutze bei mir OpenWRT und löse per dnsmasq direkt per rootzone auf, ist aber so konfiguriert, dass er jede Domain spätestens nach 2 Stunden neu abfragt. Die TTL interessiert mich in dem Moment herzlich wenig ;)

DTDSR (twitter ) 8. Januar 2010 um 21:14 Uhr

Bei mir wird auch gesagt, das Hansenet schneller ist (als Google’s 8.8.8.8)
Gleich mal eingestellt :)

Sub-mac 8. Januar 2010 um 21:22 Uhr

@Christian: Saubere Lösung! So hast Du zudem weniger Probleme, wenn ein DNS-Server Probleme haben sollte. Ist mir schonmal passiert. Dem im Router eingestellten DNS-Server meines Providers fehlten plötzlich Einträge, und iterative Abfragen über Root waren ihm auch nicht möglich. So konnte ich 20% der getesteten Seiten nicht erreichen.

larion 8. Januar 2010 um 21:24 Uhr

Top! Gleich mal testen.
Wenn dann würde ich das erstmal an einem Rechner testen. Danke!
google ist demnach 108 % schneller als mein Momentaner dns…

Christian (twitter ) 8. Januar 2010 um 21:24 Uhr

@Sub-Mac sollte man ja eigentlich eher schon über die DNS des Providers machen, nur mittlerweile weiss man einfach nicht mehr, was darüber geht und was nicht, daher lieber die sichere, unzensierte Variante.

ocean90 (twitter ) 8. Januar 2010 um 21:27 Uhr

Danke für den Tipp, mal gleich ausprobiert:
Keiner voreingestellt: ‘In this test, Google Public DNS-2 is 256% Faster than your current primary DNS server’

Ist doch mal was. :)

JürgenHugo (twitter ) 8. Januar 2010 um 21:35 Uhr

Diesmal kommste aber spät, Caschy! Grins.

Das hab ich schon irgenswann vorige Woche gemacht. Das Ergebnis war nich gut- aber auch nich schlecht: Der jetzige Server ist 8% schneller als der nächstbeste.

Aus Speedgründen wäre ein Wechsel also eher kontraproduktiv. :mrgreen:

Joker 8. Januar 2010 um 21:37 Uhr

Gerade auf Google umgestellt, ist tatsächlich etwas schneller.

Eigentlich traurig…ich vertraue einer riesigen Amifirma mehr als dem Herrn davis ät 1und1.de / unserer Regierung.



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