Nachgefragt: Amazon Prime enthält komplettes Lovefilm-Angebot, VOD-Nutzer werden umgezogen

21. Februar 2014 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

An dieser Stelle berichteten wir schon davon, dass Amazon ein extrem spannendes Prime-Programm für seine Mitglieder auch in Deutschland aufgezogen hat. Man bekommt als Einführungsangebot für 29 Euro den Amazon Prime Premiumversand (Gratis-Lieferung für zahlreiche Artikel am nächsten Tag), dazu die Kindle-Leihbücherei (1 Mal pro Monat ein kostenloses eBook auf Kindle-Endgeräte) und wohl das Interessanteste für Streaming-Interessierte: Prime Instant Video.

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Hier bekommt man unbegrenzten Onlinezugriff auf mehr als 12.000 Filme und Serien. Hier machte sich bei einigen Verwirrung breit, wie es denn nun in Sachen Lovefilm aussieht – denn wie unterscheidet sich der Umfang von Prime Instant Video zu Lovefilm? Ich habe gerade noch einmal bei der Pressestelle von Amazon angerufen, da mich dieses Thema sehr stark interessierte. Der Umfang von Lovefilm entspricht dem von Prime Instant Video. Es sind inhaltlich also keine Unterschiede zu finden. Interessant ist dies dahingehend, da Prime im ersten Jahr lediglich 29 Euro kostet und anschließend 49 Euro (Studenten zahlen jetzt 15, danach 29 Euro).

Für einen Streaming-Dienst ein dennoch mehr als faires Angebot, kostet der Leistungsumfang so doch lediglich 4,10 Euro im Monat, während Lovefilm als solches als Video-on-Demand-Dienst derzeit 6,99 Euro kostet. Amazon legt einen geschickten Schachzug im derzeit noch jungen Streaming-Markt Deutschland hin, der bestehende Dienste wie Sky Snap und Watchever gehörig unter Druck setzt – ob man bei Amazon vielleicht vermutet, dass Netflix in unser Land expandieren will?

Ich selber habe auf jeden Fall beim Amazon-Angebot zugeschlagen – weitere Apps für den Konsum der Medien scheinen im Anrollen zu sein, so teilt man seitens Amazon mit, das „Prime-Mitglieder ihre Lieblingsfilme und -serien auf vielen beliebten Endgeräten wie dem Kindle Fire, iPad und iPhone, Konsolen wie der Xbox, PlayStation, Wii und Smart TVs von Samsung, Sony und LG ansehen können“.

Wenn es mir oder euch halt nicht gefällt, dann kündigt man den Spaß einfach wieder. Lovefilm selber bleibt übrigens selber als eigenständiges Angebot in Zukunft erhalten, wer weiter DVDs nach Hause ordern will, der muss dort zum Angebot Lovefilm per Post greifen, Kunden, die lediglich On Demand nutzten, werden bei Abschluss eines Prime-Abos automatisch gekündigt und zu Prime umgezogen. Wer bereits Prime nach Mai 2013 nutzte, der schaut übrigens in die Röhre, hier kann nicht auf das 29 Euro-Angebot zurückgegriffen werden, hier werden direkt 49 Euro fällig. Wer mit diesem Umstand nicht leben möchte, kann ja notfalls einen neuen Account für ein Familienmitglied anlegen.

Update: Amazon rief eben an: Bestandskunden, deren Verlängerung bis Ende April 2014 fällig wird, zahlen auch nur die 29 Euro – erst ab Mai 2015 werden dann die 49 Euro fällig.

Hier kommt Ihr direkt zum Angebot von Amazon (Partnerlink).

Ich freue mich, dass wir auch in Deutschland nun die Auswahl zwischen diversen Video- und Musikdiensten haben, die via Stream ins Haus kommen.


Über den Autor: caschy

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