myLese: Lesezirkel führen Zeitschriften-App ein

12. April 2017 Kategorie: Mobile, geschrieben von: caschy

Wir alle kennen das Papierwerk, welches bei Ärzten oder Frisören rumliegt. Bunte Zeitschriften aus Papier, vom Goldenen Blatt über Sport Bild und irgendwas mit Autos ist alles dabei. Dafür zahlen die Ärzte, Frisöre und Lesezirkel-Mitglieder natürlich. Das Ganze soll nun aber in eine moderne Ära überführt werden, denn nach einem Softlaunch Anfang des Jahres will man nun mit der App myLese durchstarten, welcher mehrere Zirkel angeschlossenen sind.

Das digitale Leseangebot richtet sich laut Pressemitteilung zunächst an die Zielgruppe der klassischen Geschäftskunden des Lesezirkel, wie beispielsweise Cafés, Hotels, Friseure und Ärzte. Mittels GPS-Tracking werden für vordefinierte Wartezonen dieser Kunden ausgewählte Zeitschriftensortimente freigeschaltet und dort für die Nutzer verfügbar gestellt.

Die Geschäftskunden können sowohl die Zusammenstellung der einzelnen Zeitschriften bestimmen als auch Werbeflächen der App für eigene Zwecke in Anspruch zu nehmen. In einer zweiten Vermarktungsphase richtet sich das Angebot auch an Privatkunden. Hier scheint man dann ein Flatrate-Modell einzuschlagen, sodass Interessierte in den Blättern lesen können und dafür monatlich Summe X bezahlen.

Je nach Aktualität der Titel, die entweder druckfrisch nach ihrem Erscheinen oder in den Folgewochen bezogen werden können, variiert der Bezugspreis. Das Zeitschriftenangebot des Lesezirkel umfasst aktuell 320 verschiedene Titel.

Aus meiner Sicht ein interessanter Schritt der Industrie, die sich immer dagegen wehrte, mit genauen Zahlen aufzuwarten. So rechnen Totholz-Medien gerne rein, wie viel theoretische Leser sie haben, nur weil so ein Ding beim Arzt rumliegt. Will heißen: Ein Medium verkauft, aber theoretisch 100 Leser gehabt, mit denen man dann bei den Werbetreibenden rechnet – selbst wenn keiner das Blatt gelesen hat.


Über den Autor: caschy

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