Mozilla will mit Firefox OS auf TV-Geräte und Router

4. Juni 2013 Kategorie: Firefox & Thunderbird, Hardware, Mobile, geschrieben von: caschy

Mozilla hat jüngst auf der Computex in Taipeh die Zusammenarbeit mit Foxconn offiziell bestätigt. Das Tochterunternehmen von Hon Hai fertigt für die halbe Technikwelt, nun auch für Mozilla. Hier soll es erst einmal um Smartphones und Tablets mit Firefox OS gehen.

Firefox OS Payment

Hier hat man Schwellenländer im Fokus, die Bedarf an Smartphones haben. Preise von unter 50 Dollar sind realisierbar – hierfür bekommt der geneigte Kunde dann ein Smartphone mit Firefox OS.

In einem Interview mit dem Wall Street Journal sagte Li Gong, Vizechef des Bereichs Mobile Geräte bei Mozilla: “Wir sehen in den Schwellenmärkten, wo Kunden und Mobilfunkanbieter nach bezahlbaren Smartphones lechzen, enorme Chancen”. Doch man will noch weiter denken, Firefox OS auf mehrere Geräte bringen.

So suche man weiter nach Partnern, um das System auf mehr Plattformen zu bringen. Bei Smartphone-Herstellern und Mobilfunkanbietern gebe es ein starkes Interesse an einem alternativen mobilen Betriebssystem. Langfristig wolle Mozilla sein mobiles Betriebssystem auch auf andere Hardwareprodukte ausdehnen, inklusive Fernseher und WLAN-Router.

Man darf Mozilla zwar vorwerfen, in letzter Zeit nicht so innovativ zu agieren, wie es vor fünf bis sechs Jahren noch der Fall war, doch ich bin dankbar, dass es Mozilla nun schon seit 15 Jahren gibt. Hier wird offenes Web und die dazugehörigen Standards in den Fokus gestellt.

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6 Kommentare

Sören Hentzschel 4. Juni 2013 um 15:06 Uhr

“Man darf Mozilla zwar vorwerfen, in letzter Zeit nicht so innovativ zu agieren, wie es vor fünf bis sechs Jahren noch der Fall war”

Huch? In den letzten Wochen und Monaten gab es meines Erachtens extrem viel Meldungen, welche zeigen, DASS Mozilla nach wie vor eine Innovationsschmiede ist, letzten Monat beispielsweise erst ORBX.js. Man denke weiter an Projekte wie das kürzlich vorgestellte asm.js, was auch Google bald unterstützen wird. Man denke weiter an Web-Tools wie TowTruck usw. Wenig Innovation in letzter Zeit kann man denen wirklich nicht vorwerfen, die sind aktiv wie schon lange nicht mehr.

Georg 4. Juni 2013 um 15:31 Uhr

Nicht innovativ? In den letzten Jahren sind viele mobile Betriebssysteme erschienen, alle von großen Konzernen. Und nun eines von einer gemeinnützigen Organisation. Wie viele solcher Organisationen sind in der Lage, In Sachen technologischer Entwicklung auf Augenhöhem it den ganz großen der IT-Branche konkurrieren zu können?
Ich weiß nicht so recht, was ich von Billig-Phones in Schwellenländern halten soll. Auf der einen Seite bekommen die Leute so endlich Zugang zum Internet, was ich sehr begrüßenswert finde. Die Leute werden endlich fit für da Zeitalter des Internet gemacht, um auf dem globalisierten Arbeitsmarkt mit der westlichen und asiatischen Konkurrenz mithalten zu können. Auf der anderen Seite zementieren genau diese Billig-Preise die Armut in Schwellenländern. Mit einem guten Lohn, sozial- und umweltverträglichen Arbeitsbedingungen wäre ein Preis von 50 Dollar sicher nicht zu halten.

JMK 4. Juni 2013 um 16:25 Uhr

Genau das ist der Punkt warum mir dieser Foxconn-Deal aufstößt. Einerseits gemeinnützig und dann mit einem der größten Sauhaufen zusammenarbeiten. Dass es anders geht beweist ja gerade Fairphone. Eine vertane Chance,

Georg 4. Juni 2013 um 16:56 Uhr

@JMK: Dieser Deal ist mir auch schon aufgefallen. Ich würde mir deshalb auch nur ein gebrauchtes Gerät mit FF OS kaufen, oder auf das Fairphone sparen. Vom Fairphone hoffe ich noch auf eine Version mit weniger Leistung zum günstigeren Preis. Zu billig würde wohl das Prinzip des ganzen Projekts hinterlaufen, aber vielleicht ist ja ein “faires” Handy für 200€ möglich?
Hoffentlich wandelt sich Mozilla nicht auch zu einem auf größtmöglichen Profit ausgerichteten Unternehmen. Wer sich so verhält, darf sich aber auch selber um seine Einnahmen kümmern. Spenden werde ich an Mozilla nichts, das Spreadfirefox-Programm und Ähnliches nutze ich auch nicht mehr solange der Foxconn-Deal läuft.

JMK 4. Juni 2013 um 19:54 Uhr

Sehe ich ähnlich. Da hat sich Mozilla ohne Not verrannt. Wenn selbst so eine kleines Unternehme wie Fairphone das gerade mal 5000 Einheiten produzieren lassen will es schafft fast fair zu handeln, sollte es für Mozilla ebenso möglich sein.
Gerade für Mozilla.
350 Euro für das Fairphone finde ich sehr fair. Gerade in der Kleinserie. 5000 Stück verkauft Samsung an einem Tag. Vielleicht entstehen durch den Erfolg andere Projekte

gogomann 5. Juni 2013 um 09:00 Uhr

mal ehrlich, in Schwellenländer ein günstiges Mobiles Internet Phone auf dem Markt zu bringen…
Wie jede Medaille hat es zwei Seiten.
Aber zu verlangen das ein “Fair Phone” zu preisen, die sich dann auch die Menschen leisten können zu produzieren, ist nur möglich wenn WIR also alle anderen Länder wesentlich mehr ausgeben. Pro Phone.

Um gleich mal etwas vorweg zu nehmen, es können sich die meisten grade ein Phone leisten. Und dann noch die sehr hohen Verbindungskosten und obendrauf noch die Minuten Preise. Also im großen und ganzen finde ich die Idee sehr gut ein Günstigen Phone auf dem Markt zu bringen.


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