Mozilla arbeitet an webbasiertem Bezahlsystem

7. April 2013 Kategorie: Firefox & Thunderbird, Internet, Mobile, geschrieben von: Patrick Meyhöfer

Mozilla hat in einem Blogpost angekündigt, dass man aktuell an einem eigenen Bezahlsystem arbeite, welches Entwickler von Webapplikationen mit einer einfachen JavaScript-API einbinden können. Als Gründe nennt man die aktuellen Schwächen der bisherigen Vorgehensweise. Sobald ihr in einem Shop eure Kreditkartendaten hinterlässt, müsst ihr darauf vertrauen das der Anbieter eure Daten sorgfältig vor Diebstahl und Missbrauch schützt, die ihr ihm übertragen habt.

Zudem muss der Shopanbieter in der Regel den kompletten Zahlungsprozess mit allen Optionen selbst einbinden. Zwar existieren bereits einfache Lösungen mit Paypal, diese integrieren sich aber laut Meinung von Mozilla nicht besonders gut in Webapplikationen, wie sie unter anderem in Firefox OS vorkommen.

Firefox OS PaymentIdeengeber für die API war Googles eigene Lösung Wallet. Allerdings war man mit deren Umsetzung nicht zufrieden, da keine verschiedenen Anbieter für die Zahlung ausgewählt werden können und man zudem nicht über die normale Mobilfunkrechnung bezahlen kann, wenn dieser eine Option dafür anbietet. Beide Möglichkeiten will man mit der neuen WebAPI bereitstellen. Zu Beginn dient es vor allem für die Bezahlung im Firefox Marketplace für Firefox OS, später soll das Bezahlsystem aber auch in den Desktop und die mobilen Apps unter Android ausgeliefert werden.

Derzeit ist die API eingestuft als experimentell, bei der sich noch das eine oder andere ändern kann. Man plant aber bereits weiter und möchte die API gerne als Standard einreichen. Damit ist dann auch später vorstellbar, dass nicht nur Apps sondern auch andere digitale Inhalte wie Videos oder Musik über dieses Bezahlsystem gekauft werden können. Betreiber hätten dann weniger Aufwand, da sie nicht verschiedene Zahlungsdienstleister einzeln einbinden müssen und sich um die Sicherheit der Kreditkartendaten keine Gedanken machen brauchen, da sie diese gar nicht mehr übermittelt bekommen. Sicherlich ein interessanter Ansatz, ob er sich allerdings durchsetzen wird, muss man erst einmal abwarten. [via]

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Über den Autor: Patrick Meyhöfer

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