Monument Valley: Spannende Zahlen zum Erfolgsspiel

16. Januar 2015 Kategorie: Android, Games, iOS, geschrieben von:

Die Macher des mobilen Spielehits Monument Valley machten Anfang Januar mit der Aussage auf sich aufmerksam, dass nur 5 Prozent der Android-Nutzer für das Spiel bezahlt hätten. Diese Aussage wurde anschließend wieder ein wenig revidiert. Jetzt gibt der Entwickler USTwo einen weitaus tieferen Einblick in Zahlen von Monument Valley, die doch recht aufschlussreich sind. Vor allem, wenn es um die Frage geht, warum Apps oftmals zuerst für iOS entwickelt werden.

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Schon der erste Teil der Infografik gibt Aufschluss über den großen Erfolg des Spiels. Insgesamt wurden gut 5,8 Millionen Dollar Umsatz bei 2,44 Millionen offiziellen Verkäufen erzielt. Insgesamt wurde das Spiel auf über 10 Millionen Geräten installiert, darunter fallen auch Mehrfach-Installationen, Family-Sharing, kostenlose Aktionen – und Raubkopien. Der erste Tag von Monument Valley war der erfolgreichste, 145.530 Dollar brachte das Spiel am 4. April 2014 ein. Ein Großteil entfällt dabei auf iOS, 81,7 Prozent des Umsatzes wurden über Apples App Store generiert. Google Play kommt hier auf 13,9 Prozent, Amazons App-Shop auf 4,3 Prozent.

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Wie sich der Umsatz im Laufe der Zeit entwickelt hat, sieht man in der folgenden Grafik. Für Umsatzspitzen sorgten Preisreduzierungen, der Release des Forgotten Shores-Updates und Weihnachten. Der Apple Design Award sorgte ebenfalls für einen leichten Anstieg der Verkäufe, allerdings wesentlich geringer, als zumindest ich erwartet hätte. Erklärbar ist es vielleicht dadurch, dass Monument Valley eigentlich durchgängig von Apple prominent platziert wurde. Nutzt man den App Store, stolpert man früher oder später über ein Monument Valley-Feature. Ist nur eine mögliche Erklärung, hier müsste man sehen, wie sich Apple Award Games verkauft haben, die vorher nicht schon omnipräsent waren.

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Im iOS-Land USA wurde das Spiel am häufigsten verkauft, 38 Prozent der offiziellen Verkäufe entfallen dorthin. Aus China stammen 12 Prozent der Verkäufe, mit je 5 Prozent teilen sich Großbritannien und Deutschland Rang 3. Die Länderzahlen beziehen sich nur auf die iOS-Version des Games.

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Bei den Entwicklungskosten werden sich einige von Euch sicher wundern, vor allem solche Kandidaten, die immer der Meinung sind, dass Apps nicht aufwändig sind und generell ja nicht mehr als ein paar Cent kosten dürfen, wenn überhaupt. Die Entwicklung des ersten Teils nahm 55 Wochen in Anspruch, die Kosten hierfür werden mit 852.000 Dollar angegeben. Das Entwickler-Team besteht aus 8 Mitgliedern, die immer dabei sind, während der Entwicklung kamen aber auch zeitweise andere hinzu. Die Entwicklung des Forgotten Shores-Updates (das wiederum auch viele gerne kostenlos gesehen hätten) dauerte noch einmal 29 Wochen und kostete 549.000 Dollar.

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Der Rest der Infografik beschäftigt sich mit der Nutzung des Spiels. Die Hälfte derjenigen, die Monument Valley angefangen haben zu spielen, haben es auch beendet. 24 Prozent der Spieler haben sich auch das Forgotten Shores-Update geholt. Angesichts der Entwicklungskosten ist das recht wenig. Das Spiel ist in 13 Sprachen verfügbar und während der Entwicklung wurden 15.800 Street Fighter Spielsessions abgehalten. Letzteres könnte eine Erklärung sein, warum sich die Entwicklung so in die Länge zog. Die restlichen Stats seht Ihr in der Grafik.

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Das sind sehr interessante Einblicke, die man leider nicht jeden Tag erhält. Vor allem nicht von Spielen, die so erfolgreich sind. Was bleibt festzuhalten? Auch wenn es sich hier um nur ein Spiel handelt, zeigt es deutlich, wie viel mehr Umsatz durch iOS generiert wird. Das kann man zwar nicht komplett pauschalisieren, aber selbst Abweichungen von 20 Prozent würden immer noch deutliche Vorteile für die iOS-Fraktion zeigen. Außerdem zeigt es sehr schön, dass ein Spiel eben nicht mal schnell entsteht und durchaus auch hohe Kosten verursacht, wenn man nicht gerade den 20sten Flappy Bird-Klon zusammenklöppelt. In diesem Sinne: Unterstützt die Entwickler und kauft Eure Apps, echt.

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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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