Microsoft und Google legen mäßige Quartalszahlen vor

19. Oktober 2012 Kategorie: Google, geschrieben von:

In diesen Tagen schneien uns von allen möglichen Unternehmen die Quartalszahlen ins Haus. Microsoft und Google waren nun auch an der Reihe und bei allen sonstigen Unterschieden ist den beiden dieses Mal eine Gemeinsamkeit nicht zu nehmen: während Microsoft sowohl bei Gewinnen als auch Umsätzen Rückgänge zu verzeichnen hatte, hat es Google immerhin „nur“ beim Gewinn erwischt, während die Umsätze weiter anzogen. Dort war es aber u.a. der Übernahme von Motorolas Mobil-Sparte geschuldet, dass man unter dem Strich weniger in der Kasse hatte.

Dabei ist den Jungs von Google ein besonderer Klopper unterlaufen: man rückte versehentlich die Zahlen nämlich viel zu früh raus. Normalerweise wird abgewartet, bis die Wall Street nach getaner Arbeit ihre Pforten schließt. Google hat die Quartalsergebnisse einfach mal zwischendurch veröffentlicht, wenn auch ungewollt. Das quittierte die Börse direkt mal mit ’nem feinen Einbruch der Aktie, die über 9 Prozent verlor, bevor der Handel damit ausgesetzt wurde.

Grund für den Abwärtstrend waren die Zahlen, die sich nicht so erfreulich lasen, wie man es von Google gewohnt war. Der Umsatz im dritten Quartal um 45 Prozent auf 14,1 Mrd. Dollar, beim Gewinn hingegen musste man Einbußen von 20 Prozent auf 2,2 Mrd. Dollar hinnehmen. Das Unternehmen litt im Quartal unter anderem darunter, dass die Werbekunden bei den Klicks deutlich weniger Einnahmen generierten – um 15 Prozent Rückgang hat man hier zu beklagen.

Bei Microsoft sah es nicht gerade besser aus: hier war es gerade der Rückgang in der Sparte der klassischen PCs, den man nicht mit den besser funktionierenden Sparten wie den Servern oder der Software auffangen konnte. 4,47 Milliarden Dollar betrug in diesem Quartal der Gewinn, was einem Rückgang von 22 Prozent entspricht. Beim Umsatz sah es ähnlich aus: Mit nun 16,01 Milliarden Dollar fiel der Rückgang mit 8 Prozent hier aber ein wenig moderater aus.

Wenn man davon spricht, dass sich die klassische PC-Sparte so negativ entwickelt, haben wir natürlich den mobilen Markt mit Smartphones und Tablets im Blick. Mit ein Grund für die Entwicklung ist aber logischerweise auch das kommende Windows 8, welches im abgelaufenen Quartal den ein oder anderen vom Neukauf abgehalten hat. Während ich bei Google nicht einschätzen kann, wohin die Reise mit den Werbe-Einnahmen geht, bin ich bei Microsoft guter Dinge, dass man vielleicht nicht im laufenden, aber bestimmt dann im nächsten Quartal wieder erfreulichere Zahlen verkünden kann.

Quellen: Microsoft, Google


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