Microsoft Surface Pro: schwer zu reparieren

13. Februar 2013 Kategorie: Hardware, Windows, geschrieben von: caschy

Die Menschen bei iFixit haben wieder Hardware auseinander genommen. Das machen die ja des Öfteren und geben am Ende immer eine abschließende Bewertung ab, wie gut Geräte zu reparieren sind. Heutzutage muss man ja etwas ehrlicher sein: alles wird kleiner und damit auch häufig schwieriger zu  reparieren. Aktuelle Fallbeispiele sind feste Akkus in Smartphones, Tablets und auch in Notebooks, alternativ sind nicht wechselbare Festplatten und Flashspeicher ein beliebtes Streitthema.

Surface Einzelteile

Und, wie sieht es denn nun mit dem Microsoft Surface Pro aus? Ihr ahnt es sicherlich selber: das Gerät ist schwer zu reparieren. So lässt sich das Display nur äußerst schwer entfernen, da es mit jeder Menge Klebstoff am Rahmen befestigt wurde. Solltet ihr Bastler sein, dann könnt ihr euch im Falle des Microsoft Surface Pro schon einmal eine Heißluftpistole besorgen.

Surface innen1

Microsoft Surface Pro Teardown

Von 10 erreichbaren Punkten hat das Microsoft Surface Pro nur einen bekommen. Zwar kann man das Tablet öffnen, um den Akku und den Flashspeicher zu tauschen, doch das Risiko ist hoch, dass man das Gerät komplett zerstört. Über 90 Schrauben finden sich im Inneren des Microsoft Surface Pro, das auch aufgrund des fest verklebten Displays und des generell häufig eingesetzten Klebers eine so geringe Punktzahl auf der Skala bekommt.

Aber mal Hand aufs Herz: wer ist heute noch in der Lage, die komplexen Geräte auf dem Markt zu reparieren? Dürften wohl nur wenige können. Interessant wird es aber sicherlich, wenn man die Umwelt-Aspekte bedenkt. Wurde früher viel repariert, wird heute leider viel ausgetauscht.

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16 Kommentare

MrM 13. Februar 2013 um 16:39 Uhr

Na toll. Dann kann das Apple-baut-Sachen-absichtlich-so-beknackt-zusammen-Gebashe ja wieder starten…
ach ne… Moment…

Fabian 13. Februar 2013 um 16:42 Uhr

Also das ist Schwachsinn. Sicher kann man in der heutigen Zeit nicht mehr so viel und einfach reparieren, wie das früher der Fall war.

Wenn ich aber nun von Mengen von Kleber lese, dann ist das Murks… Ich habe vor zwei Wochen ein iPhone auseinandergebaut und einen HomeButton repariert. Sowas möchte ich auch in Zukunft noch machen können…

Ferique 13. Februar 2013 um 16:43 Uhr

Wozu soll denn aber die Heissluftpistole sein? ;-)

Zaphod_42 (@Zaphod_42) 13. Februar 2013 um 16:43 Uhr

Ich repariere meine Thinkpads seit Jahren selbst, wenn sie aus der Garantie raus sind, habe aus zwei defekten Trekstor Vibez einen gemacht und möchte ungern Geräte haben, die sich nicht reparieren lassen …
Wechselbare Akkus, Speicher und Festplatten sind das Minimum!
Das Surface wird immer uninterssanter für mich …

hoschi2 13. Februar 2013 um 16:49 Uhr

Dass man ein auf engsten Raum hochgezüchtetes Tablet oder Smartphone schlecht reparieren kann, ist klar und auch bei jedem Hersteller so.
Würde man diese Geräte in der Hinsicht benutzerfreundlicher gestalten, wären sie wohl mehr als doppelt so breit.
@MrM: Apple wird hier schlicht und ergreifend kritisiert, weil sie Geräte, wie Desktop PCs, große Laptops usw, durchaus absichtlich schwer reparierbar bzw upgradebar konstruieren, was andere Hersteller bei diesen Geräten nicht so machen.
Daher trifft Apple diese Kritik zurecht (und von mir aus auch manch anderen Hersteller)
Nicht einfach alles in einen Topf werfen…

Jens 13. Februar 2013 um 16:55 Uhr

Wow. Rabulistik par excellence. Ich verstehe zwar immer noch nicht, warum Apple zu recht zu bashen ist, während man andere Hersteller, die ganz genauso arbeiten, anders bewerten soll. Aber krude, absurde Argumentationen haben auch mal Unterhaltungswert.

Ne, bei den heutigen Geräten muss slbstverständlich höherer Wert auf Recyclingfähigkeit als auf Reparaturfähigkeit gelegt werden. iFixit ist old school und bewertet halt letzteres. Aber man kann ja auch bei einem IC (I!) nicht mehr die Transistoren tauschen.

Nico 13. Februar 2013 um 17:01 Uhr

Regt euch nicht auf. Guckt doch mal in euer Auto vorne rein. Da ist auch alles verbaut und man muss zur Werkstatt fahren…

sonarw 13. Februar 2013 um 17:24 Uhr

Ich mag MS sehr gerne, aber so ein verklebtes Gerät ist für mich ein No-Go. Dann lieber eines für 100 €, dass ich nach zwei – vier Jahren wegwerfen kann

Julius 13. Februar 2013 um 17:29 Uhr

ich finde es doch immer sehr schön wenn man ein Gerät öffnen kann um die Verschleißteile (Akku, Display und Flexkabel bei manchen Geräten) selbst zu tauschen.

Beispiel mein altes Galaxy S: Display getauscht (nach Klounfall :D) und Akku gewechselt. Das ging relativ leicht zu reparieren wenn man sich an die iFixit/YouTube-Anleitungen hält.
Resultat: funktioniert nach 2,5 Jahren immer noch so gut wie am Anfang.

mMn gehört es zu einer guten(!) Verarbeitungsqualität das so wenig wie möglich Teile geklebt sind, denn auch Kleber löst sich nach gewisser Zeit/Temperatur (bestes Beispiel Nexus 7 Displaylift)
Das es machbar ist, ein Handy leicht reparierbar zu entwickeln, zeigen ab und an hoch bewertete iFixit Reviews. ;-)

Tchooe 13. Februar 2013 um 17:42 Uhr

Wen interessiert das eigentlich heutzutage noch? Wer bastelt an seinen Gadgets selbst herum? Wer lässt ein Handy oder Tablet, das nur ein paar Hundert Euro kostet, nach mehr als zwei Jahren noch reparieren? Wie viel Prozent der Nutzer mögen das sein? 10%? Oder doch eher 1%? Wenn überhaupt …

Nicht, dass ich diese Klebetechnik – die wahrscheinlich bei den Floristen abgeschaut wurde ;-) – gutheiße, allein schon wegen der sehr aufwändigen Wiederverwertung. Aber aus Sicht der allein auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Unternehmen ist dieses Vorgehen doch durchaus nachvollziehbar. Nicht gut, aber nachvollziehbar.

John 13. Februar 2013 um 18:04 Uhr

@Ferique:
Falls die Frage trotz ;) ernst gemeint war… Die Heißluftpistole braucht man beim Auseinandernehmen der verklebten Komponenten. Wenn die Teile warm sind, löst sich der Kleber leichter.

Tobi 13. Februar 2013 um 19:34 Uhr

also für einen Technik-Geek der jedes halbe Jahr bis Jahr sich ein neues Smartphone leistet, ist es wahrscheinlich egal.
Aber für andere, die dafür sparen müssen und sich dann auch richtig darüber freuen, ist es schon hilfreich, wenn sie das Display, welches unglücklich kaputt gegangen ist, wieder selbstständig reparieren können.

Karsten 13. Februar 2013 um 23:26 Uhr

Oftmals ist vermutlich das vom Hersteller zusätzlich produzierte Neugerät günstiger, als die Arbeitskraft, die langwierige Reparaturarbeiten und Fehleranalysen durchführt.

Trotzdem eine Praktik, die mir nicht gefällt.


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