Microsoft Surface Pro: mehr Speicher drin als gedacht (und ein Vergleich, der hinkt)

8. Februar 2013 Kategorie: Hardware, Windows, geschrieben von:

Na also, ist doch wieder alles in Butter! Während es erst Informationen gab, dass das Surface Pro sehr wenig Speicher für die Daten des Anwenders übrig hat, ist nun etwas Licht ins Dunkel gebracht worden.

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Wir erinnern uns: die Version mit 128 Gigabyte des Surface Pro soll lediglich 83 Gigabyte freien Speicher aufweisen, der Rest geht für System und Notfallpartition drauf. Ich erwähnte es schon ein paar Mal: die Notfallpartition kann eh auf einen externen Datenträger ausgelagert werden.

Nun hat man sich bei ZDNet das Microsoft Surface Pro geschnappt und mit einem MacBook Air verglichen. Nein, man nahm kein iPad mit 128 Gigabyte – sondern ein MacBook Air, da ein iPad ein Tablet ist und ein Microsoft Surface Pro auch irgendwie ein Notebook  mit vollwertigem System.

Die Grafik zeigt: Das MacBook Air mit 128 Gigabyte Speicher bietet nur marginal mehr Speicher, exportiert man die Wiederherstellungspartition des Microsoft Surface Pro auf einen externen Datenträger, dann steht dem Microsoft Surface Pro sogar mehr Speicher zur Verfügung, als dem MacBook Air.

Surface-Pro

Die anfänglichen Informationen sollen allerdings gar nicht so falsch gewesen sein, die finalen Geräte haben nun etwas mehr Speicher als die, auf denen die „alten Nachrichten“ beruhen. Ich berichtete hier ja schon über die Fragestunde bei Reddit. Dort teilte man nicht nur mit, dass es in den nächsten Wochen eine Ankündigung für weitere Märkte ausserhalb den USA geben wird, sondern gab auch folgendes Speicher-Statement ab:

Initial reports out regarding available disk space were conservative (eg. 23GB available on 64GB and 83GB available on the 128GB system), however our final production units are coming in with ~6-7GB additional free space.

Spannend finde ich übrigens, dass es eine so lächerliche Speicherplatz-Diskussion gibt. Wer riesige Datenmengen auf seinem Gerät haben will, der kann sich Geräte mit größerem Flashspeicher kaufen (sofern vorhanden) – oder sowohl bei Surface Pro als auch MacBook Air eine externe Speichermöglichkeit in Form einer Festplatte oder einer Speicherkarte nutzen.

Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich

Microsoft wird hier ins Rampenlicht gezogen, weil das Surface das Gerät aus dem Hause Microsoft ist, andere auf Windows basierende Tablets oder Ultrabooks sind meines Wissens noch nie in die Kritik geraten. Da draußen gibt es unzählige Notebooks von Herstellern, die Windows 8 nebst einer 128 Gigabyte großen SSD einsetzen. Sind die in Sachen Speicherplatz schon groß beleuchtet worden? Meines Wissens nicht.

Vielleicht hätte man sich bei ZDNet mal 2-3 Windows Ultrabooks geschnappt, als hier mit einem MacBook Air zu vergleichen. Es handelt sich hier um völlig verschiedene Betriebssysteme, sodass ich hier echt von einem Vergleich Arschbacken <-> Kuchen backen sprechen muss. Was kommt als nächstes? Android-Convertibles, die sich in Sachen Speicherplatz (64 GB) mit einem Surface Pro (64 GB) messen müssen? Auch Blödsinn, oder? Mac und Windows berechnen Speicherplatz völlig unterschiedlich (Apple dezimal und Microsoft binär) und ich fasse mir hier gerade echt an den Kopf, dass man Anfang 2013 noch über Speicherplatz redet. Das letzte Mal machte ich mir vor gefühlten 100 Jahren darüber Gedanken, als ich für teuer Geld eine gebrauchte (!!!) 15 Gigabyte IBM-Festplatte kaufte und dachte: „jetzt haste erst einmal Ruhe!“.


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Über den Autor:

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