Microsoft Surface Pro: die Reviews in der Übersicht

6. Februar 2013 Kategorie: Hardware, Mobile, Windows, geschrieben von:

Das Microsoft Surface Pro wird ab dem 09.Februar offiziell in Kanada und in den USA starten. Im Vorfeld kann man das Gerät bereits in einigen Märkten begutachten und auch viele Magazine in den USA konnten aktuell einen Testbericht über das Microsoft Surface Pro veröffentlichen, da das Presse-Embargo anscheinend auslief.

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Viele Leser dieses Blogs konnten sich zumindest in Sachen der technischen Ausstattung ein Bild über das Microsoft Surface Pro machen und können sicherlich anhand technischer Spezifikationen für sich entscheiden, ob das Gerät für sie interessant ist. Wann das Gerät in den deutschen Handel kommt, ist bislang nicht bekannt – zwar sprachen zwei Hotline-Mitarbeiter unabhängig voneinander von Mitte Februar, aber das kann ein Zufall sein.

Für 899 Dollar bekommt man die Version mit 64 GB, für das Microsoft Surface Pro mit 128 GB werden 999 Dollar fällig. Beide Versionen beinhalten den Surface Pen aber kein Touch Cover oder ein Type Cover. Dieses muss separat erworben werden. Im Inneren des Surface mit Windows 8 Pro werkelt ein Intel Core i5. Dieser befeuert das 10.6 Zoll großes Display im 16:9-Format. 1920 x 1080 ist die Auflösung die man geboten bekommt. Ebenfalls ist ein USB 3.0-Anschluss an Bord.

Wie x Mal erwähnt: dank Windows 8 Pro läuft da sämtliche Software drauf. Windows Store Apps und die normalen Legacy Apps – ein ganz großer Vorteil, denn Windows RT ist meiner Meinung nach unbrauchbar, was den jetzigen Zeitpunkt betrifft. Gute und nützliche Produktiv-Apps sind absolute Mangelware.

Übrigens: das Microsoft Surface Pro kam neulich erst in die Medien, weil es natürlich nicht den verfügbaren Speicher hat. Bei der 64 Gigabyte-Variante ist weniger Speicher vorhanden, bei der 128 Gigabyte-Variante natürlich auch. Es wurde bekannt, dass die 128 Gigabyte-Variante des Microsoft Surface Pro lediglich 83 Gigabyte freien Speicher aufweist. 45 Gigabyte gehen also für das Betriebssystem und die integrierte Sicherheitslösung verloren, bekanntlich verfügt Windows 8 über eine Notfall-Partition, die das komplette System enthält.

Sollte der gleiche Speicherplatz aber bei der 64 Gigabyte-Version des Microsoft Surface Pro fehlen, dann blieben lediglich 19 Gigabyte auf der Systemplatte zum Speichern eurer Daten frei, alles andere müsste auf die externe Speicherkarte wandern. Das Notfallsystem kann man übrigens auf einen externen Datenträger frickeln, dann hat man wieder Speicher frei. Dennoch: mit der Speicherplatzangabe und dem wirklich freien Speicher prozentual in Relation gesetzt hat Microsoft wohl den Negativ-Bock abgeschossen. Ich kenne kein Gerät, kein System, welchem prozentual so viel Speicherplatz fehlt.

Ach ja! Die Reviews!

The Verge: Pros: Gute Performance, gut verarbeitet / ein fantastisches Display. Negativ: schlechte Akku-Laufzeit, groß und schwer und schwer auf dem Schoß zu benutzen.

Gizmodo: Pro: Stylus, Mobilität, guter Bildschirm, gute Akkulaufzeit im Vergleich zu Ultrabooks & gut verarbeitet. Negativ: Man muss basteln. Das Surface muss auf die eigenen Bedürfnisse eingerichtet werden, was auch am Desktop liegt – dieser soll schwer zu benutzen auf dem kleinen Display sein. Das Keyboard-Cover lässt sich nur auf ebenen Flächen gut bedienen. Als Tablet ist es zu sperrig.

Engadget: Wenn es produktiv richtig zur Sache geht, hätte man lieber zu einem Laptop gegriffen, beim chillen auf der Couch würde man lieber ein System nutzen, welches Finger-freundlicher als das Desktop-Interface von Windows 8 ist. Dicke, Gewicht und Akkulaufzeit sind negativ vermerkt. Hat nicht komplett überzeugt: „but sadly Microsoft’s second tablet doesn’t have us reaching for our credit cards. Not quite yet.“

TechCrunch: Pro: Großartig als Laptop, schnell, solide und klein. Auch für den fortgeschrittenen Benutzer. Negativ: Touchpad zu klein, Type Cover verlor ab und an die Verbindung.  Auch hier wird bemängelt, dass das Type Cover nicht auf allen Oberflächen benutzt werden kann. Batterielaufzeit in Nutzung: 3 Stunden – bis 5 Stunden im Power Save-Mode. Für 1000 Dollar hätte man ein längeres Stromkabel erwartet.

Wired: Pro: gut verarbeitete Hardware, toller Screen, gute Performance, guter Pen, USB-Anschluss zum Aufladen von Smartphone o.ä. Negativ: Fehlender Speicher, kurze Akkulaufzeit, Kickstand nicht einstellbar, Zusatzkosten für Keyboard Cover, Maus & Co, wird zu heiß und ist als Tablet zu schwer.

Cnet: Gutes Gerät. Für 1000 Dollar ein nicht günstiges Gerät, da man iPad + Notebook mit Windows 8 bekommt. Keine Einzelpunkte, da sollte man den ganzen Test lesen.

ABC News: Besser als das Surface RT, aber zu dick und zu schwer. Schnell, gute Performance aber „nur “ bis zu 5 Stunden Akkulaufzeit. Toller Bildschirm, aber auch teuer. Als Tablet nicht so gut, wie die Mitbewerber – als Laptop zu klein und auch hier die Aussage: auf dem Schoß schwer zu nutzen. Gutes Nischenprodukt für mobile Benutzer, die bereit sind, mal eben 1000 Dollar zu zahlen.

ArsTechnica: Pro: Toller Screen, Touch Cover und Type Cover lassen sich gut nutzen, gute Verarbeitung. Negativ: Wird heiß, wird laut, läuft kurz (Akku). Metro-Apps mit Qualität fehlen. Das Design des ganzen Gerätes funktioniert grundlegend nicht.

Slashgear: keine Einzelpunkte, ruhig alles lesen.

PC World: das beste, pureWindows 8-Tablet der Welt  – doch das Universum hat sich seit der Vorstellung von Windows 8 im Oktober verändert. Viele neue, andere und vor allem bessere Geräte sind auf den Markt gekommen. Der Redakteur würde eher zum Lenovo Yoga oder zum Acer W700 greifen.

TNW: Das Microsoft Surface Pro ist ein toller Hybrid, verliert aber seine einzelnen Anwendungsszenarien gegen günstigere Einzelgeräte. Dennoch wird das Gerät sicherlich seine Kunden in diversen Unternehmerkreisen finden. Als Tablet zu schwer, zu wenig Akkulaufzeit und als Notebook zu wenig Ultrabook.

Sollte sich also nun jemand ernsthaft mit dem Microsoft Surface Pro beschäftigen sollen, dann hat er nun ein bisschen Lesestoff bis das Gerät in Deutschland auf den Markt kommt, wird sicherlich nicht mehr lange dauern. Ich denke, dass ich das Microsoft Surface Pro auch einmal einem Test unterziehen würde.


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