Microsoft Signature: Microsoft verkauft PCs ohne Zusatz-Installationen

9. Juli 2012 Kategorie: Hardware, Windows, geschrieben von:

Ich habe ja mal irgendwann IT-Systemelektroniker gelernt und ein paar Jahre als Technischer Leiter bei PC-Spezialist gearbeitet. Tägliches ToDo? Computer reparieren und diese auf Kundenwunsch fertigen und einrichten. Vorkonfigurierte Kisten gab es kaum, der Rechner wurde auf Wunsch des Kunden gefertigt und mit oder ohne Betriebssystem verkauft. Das Betriebssystem? Immer eine Vollversion von Windows – ohne Zusatz-Software, die man ja oft bei Rechnern von der Stange findet.

Da findet man Verknüpfungen zu eBay, Probe-Abos von Norton und andere Dinge, die meisten von euch kennen dies sicherlich. Warum dies so ist? Ganz einfach: die Hersteller bekommen richtig Asche für Aufkleber von AMD, Intel, Nvidia und Co – und das gleiche gilt auch für Software. Diese vorinstallierte Software sorgt also dafür, dass die Hersteller ihre Geräte günstiger verkaufen können – oder eben mehr verdienen, je nachdem, welcher Blickwinkel euch lieber ist.

Es nervt ungemein und das schrieb ich auch schon im Januar. Für mich geht durch diesen Krempel der Hersteller viel Nutzungserlebnis verloren – und das färbt auch negativ auf Microsoft ab. Aus diesem Grunde hat man sich anscheinend dazu entschlossen, Microsoft Signature einzuführen. Was das ist? Mitarbeiter von Microsoft entfernen in den Stores überflüssige Software und lassen nur noch das nackte, optimierte Windows über. Microsoft wirbt damit, dass man so zum Beispiel den Rechner in Sachen Bootvorgang um 39 Prozent beschleunigen kann. Auch können direkt Rechner ohne Bloatware gekauft werden.

Meiner Meinung nach sollte das nackte Windows ein Standard bei neuen Computern sein. Es spricht nichts dagegen, wenn ein Hersteller die Software optional einmalig nach dem ersten Einrichten vorschlägt, sodass der Kunde entscheiden kann, was er installiert. Was sind eure schrecklichsten Erfahrungen mit vorinstallierter Software?


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