Microsoft: Scroogled-Aktion nimmt Datenschutz, Android und Apps ins Visier

9. April 2013 Kategorie: Android, Backup & Security, Google, Internet, Windows, geschrieben von: caschy

Microsoft hat am heutigen Dienstag die Scroogled-Webseite aktualisiert. Auf dieser Seite attackiert Microsoft diverse Geschäftsgebaren von Google. In der Vergangenheit warf man Google vor, Mail-Inhalte werbetechnisch zu verwerten oder bezahlte Suchergebnisse aus dem Bereich Shopping für den Surfer prominenter zu platzieren.

Apps

Nun zeigt Microsoft anhand des App Stores für Android, dass Google den Entwicklern der Apps den vollen Namen nebst der E-Mail-Adresse in die Hand drückt. Diese Thematik würde von den Medien bereits im Februar aufgegriffen, rückt durch die aktuelle Aktion von Microsoft aber wieder in den Fokus.

Wer also eine Bezahl-App im Play Store von Google erwirbt, der gibt unter Umständen E-Mail-Adresse, Wohnort und häufig auch den Klarnamen an den Entwickler weiter. Bis dato eigentlich kein großes Geheimnis, steht auch so in den Nutzungsbedingungen:

Information about You. In order to access certain services in Google Play, you may be required to provide information about yourself such as your name, address, and billing details. Google’sprivacy policies explain how we treat your personal data and protect your privacy when using Google Play. You agree that any such information you provide to Google will always be accurate, correct and up to date.

Könnte ein Entwickler theoretisch etwas mit euren Daten anfangen? Logisch, er riskiert dann aber die Sperrung seines Entwickler-Accounts. Gibt es das bei Apple? Nein. Bei Microsoft? Nein. Vorteil des Google-Prinzips? Zum Beispiel Gutschriften für Kunden durch den Entwickler. Kunden sind so Kunden des Entwicklers – und nicht von Google – bei Apple und Microsoft schon.

Hat beides seine Vor- und Nachteile. Eben jene Nachteile hat Microsoft in der aktuellen Kampagne aufgegriffen ist. Ob das ein strategisch sinnvoller Schachzug ist, dürft ihr selber beurteilen. Ich finde, die Firmen sollten sich alle öffentlich noch mehr anprangern. Alle. Denn so bekommt der Anwender unter Umständen einmal Einblicke in Dinge, die vorher im Verborgenen blieben. (via)

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Über den Autor: caschy

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