Microsoft mit Importtool: von Gmail zu Outlook

12. August 2012 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Es soll sie geben: die Seelen, die der Meinung sind, dass sie jetzt nicht mehr Gmail benutzen wollen, sondern Microsofts E-Maildienst Outlook.com. Outlook.com ist quasi der Phoenix aus der Asche – wenn auch mangels nicht vorhandener IMAP-Funktionalität für viele keine echte Alternative. Wenn man jedoch trotzdem umziehen will, dann kann man die alte Migrationsseite nutzen, die Microsoft für Hotmail-Neulinge schon seit langer Zeit betreibt.

Diese nimmt auch eure neuen Outlook.com-Adressen und ermöglicht den Import von Kalendereinträgen, Mails und Kontakten aus Gmail. Die Einrichtung ist simpel: Die Migrationsseite besuchen, Gmail- und Outlook.com-Konto eingeben fertig. Fertig? Nicht ganz! Gmail blockiert den Prozess nämlich.

Allerdings nicht böswillig, sondern zum Schutz, denn die Microsoft’schen Server stehen in den USA, sodass Gmail denkt, ein Hacker würde zugreifen. Die Mail liest sich wie folgt:

Hallo Carsten,

Vor Kurzem hat jemand versucht, sich mithilfe einer Anwendung in Ihrem Google-Konto Ramses_Pyramidenverleih@gmail.com anzumelden. Der Anmeldeversuch wurde aufgrund der Möglichkeit unterbunden, dass es sich um einen Hacker handelte, der versucht hat, auf Ihr Konto zuzugreifen. Bitte lesen Sie die Details zu dem Anmeldeversuch:

Sonntag, 12. August 2012 15:25:20 GMT
IP-Adresse: 8.22.161.144
Standort: Newfane, Vermont, Vereinigte Staaten

Falls Sie diesen Anmeldeversuch nicht erkennen, versucht eventuell jemand, auf Ihr Konto zuzugreifen. Sie sollten sich in Ihrem Konto anmelden und Ihr Passwort unverzüglich zurücksetzen. Eine Anleitung hierzu finden Sie unter http://support.google.com/accounts?p=reset_pw.

Wenn Sie es selbst waren und Sie dieser Anwendung Zugriff auf Ihr Konto gewähren möchten, führen Sie die Schritte zur Fehlerbehebung unter http://support.google.com/mail?p=client_login aus.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Google-Konten-Team

Natürlich könnte man die Microsoft-Server auf eine Whitelist setzen, macht man aber wohl aus guten Gründen nicht. Denn so ist der umzugswillige Benutzer genötigt, den Zugriff der Microsoft-Server explizit zu erlauben. Man wird per Mail von Google informiert, dass ein verräterischer Angriff stattgefunden hat – und man muss den Zugriff erlauben.

Seht ihr zum Beispiel auf eurer Login-Seite im Google Dashboard. Ist dies getan, kann man den Import anwerfen, der laut Microsoft bis zu 24 Stunden dauern kann. Sollte man in der Tat nur nutzen, wenn man zu Outlook.com umziehen will. Sicherlich funktioniert das auch als Backup-Variante, doch dafür eignet sich dann ja ein zweites Google-Konto oder MailStore Home etwas besser.


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Über den Autor:

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