Microsoft forscht an 3D-Bildschirm mit haptischem Feedback

5. Juli 2013 Kategorie: Hardware, Software & Co, geschrieben von: Patrick Meyhöfer

Ob wir die folgende Technologie jemals in einem marktreifen Produkt sehen werden, lässt sich nach dem heutigen Standpunkt nicht sagen. Vieles was Firmen in ihren Laboren entwickeln bekommen wir Konsumenten nie vor Gesicht.

Dennoch ist es immer wieder spannend ein paar Eindrücke der großen und kleineren Firmen zu bekommen, worin sie später einen Mehrwert für uns sehen. Aktuell erforscht Microsoft einen neuen Bildschirm mit haptischem Feedback, der uns die virtuelle 3D-Welt besser erfühlen lassen soll.

Microsoft 3D Touchscreen

Als Hardwarekomponenten verwendet Microsoft neben dem 3D-Touchscreen entsprechende Drucksensoren auf dem Bildschirm. Über einen Robotorarm, auf den der Bildschirm verbaut ist, fährt dieser anschließend zum Benutzer nach vorne oder nach hinten.

Entscheidender Punkt für das System ist der Widerstand des Monitors, der je nach Objekt unterschiedlich stark sein kann. Berührt man beispielsweise ein Objekt, wie einen Schwamm, leistet der Monitor deutlich weniger Widerstand, als ein Objekt das einen Stein simuliert. Neben der besseren Einschätzung des Gewichts eines Gegenstandes will man aber auch die Struktur und Form durch den Bildschirm besser verdeutlichen, wie ihr im nachfolgenden Video von einem der Entwickler Michel Pahud demonstriert bekommt.

Die Konturenerkennung und eine bessere Verknüpfung der 3D-Ansicht mit dem haptischen Gefühl der realen Tiefe scheint schon recht ordentlich und flüssig zu funktionieren. Privat könte ich mir zwar solch einen Monitor derzeit nicht vorstellen, aber Microsoft sieht neben dem 3D-Gaming als Einsatzbereich insbesondere einen Schwerpunkt in der Medizin.

Einen Hirnscan, der leichter durch die Schichten des Gehirns wandert, auf dem man mögliche Tumore markiert und später durch einen stärkeren Widerstand schneller wiederfindet könnte ein Beispiel sein, was sich Microsoft damit vorstellt.

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Über den Autor: Patrick Meyhöfer

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3 Kommentare

Tchooe 5. Juli 2013 um 22:35 Uhr

Das würde ich gerne mal testen. Insbesondere die haptische 3D-Darstellung (Becher, Ball) stelle ich mir sehr interessant vor, weil das Gehirn hierbei ja eigentlich ausgetrickst wird.

Emanuel 6. Juli 2013 um 01:02 Uhr

Schaut nacht Spielzeug für Große aus. Ich könnte jetzt nichts damit anfangen und wenn ich einen Stein anfassen möchte, der sich auch wie einer anfühlt gehe ich in den Garten. Wenn man die 3D-Bildschirme für die Medizin nutzen kann um Leben zu retten, dann wäre es ja toll aber sonst würde es mich nur nerven.

Selbst wenn man die normalen 3D-Fernseher zum Filme schauen und Spielen nimmt bekommt man irgendwann Kopfschmerzen, da die Augen einfach überfordert sind. Da Spiele ich, wenn ich mal Spiele lieber auf einen normalen Monitor und stelle die 3D-Funktion aus.

Ich schaue auch gerne mal 3D-Filme und Spiele 3D-Spiele aber die ganze Zeit und dann noch mit Sinnfreien “Fühlfunktionen” wäre nichts für mich.

Für Bilde wäre es vielleicht ein grandioses Erlebnis, wenn sie Sachen am Bildschirm ertasten könnten, würden sich bestimmt auch Spiele kaufen die man damit zocken kann und würden Online mehr kaufen.

Ein kleines Beispiel wären Krippenfiguren aus Holz um die Verarbeitung besser einschätzen zu können. Das stelle ich mir aber garnicht so leicht vor, man müsste für jedes Muster und Material eine Lösung finden um es wirklich gefühlsecht darstellen zu könne.

Zeitgleich müsste man für die Waren Scanner entwickeln die einen Kernspintomographen gleichen um Produkte zu erfassen und die Informationen an einen Rechner weitergeben.

Wie schon gesagt, für mich schaut es wie Spielzeug für Erwachsene aus, die Ihren Spieltrieb ausleben möchten.

Grüße Emanuel

Stephan Funke 7. Juli 2013 um 14:52 Uhr

Für Anwendungen in Industrie und Medizin, oder allgemein bei Visualisirungen, sicher kein verkehrtes Konzept. Allerdings müsste das noch deutlich kompakter werden als dieses rieisige Gestell da. Für Privatanwender wäre es dann vielleicht auch interessant, aber so auf keinen Fall.

ps: Wenn Franzosen “Englüsch” sprechen … *argh*


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