Microsoft Edge für iOS: Ein erster Blick

9. Oktober 2017 Kategorie: Apple, iOS, Windows, geschrieben von:

Vielleicht habt ihr es verpasst: Microsoft Edge wurde nicht nur für Android angekündigt, sondern ist sogar mittlerweile in einer offenen Beta für alle nutzbar, die auf iOS setzen (Update: Mittlerweile ist das Nutzer-Limit erreicht). Wer zum alten Eisen gehört, der erinnert sich sicherlich noch an die traurigen Versuche von Microsoft, den Internet Explorer auf macOS zu bringen – oder vice versa Apple mit dem Safari Browser auf Windows.

Doch die heutige Welt ist eine andere, eine mobilere und verzahntere. Nutzer wollen ihre offenen Tabs, Lesezeichen und alles weitere auf allen Rechnern, Tablets und Smartphones nutzen. Google bekommt das mit Chrome sehr gut auf fast allen Plattformen hin, Safari ist (bei Nicht-Einsatz der iCloud-Software unter Windows) eh raus, funktioniert ja nur bei macOS und iOS.

Aber nun gibt es noch Edge, der mobil genutzt werden kann. Edge: Er ist der Browser auf dem meist genutzten Betriebssystem der Welt, aber nicht der meist genutzte Browser der Welt. Nicht mal ansatzweise.

Dennoch gibt es natürlich für Anwender Gründe für den Einsatz von Microsoft Edge, seien es private oder geschäftliche. Und dass Microsoft versucht, diesen Nutzern auf der mobilen Plattform gewohnte Funktionen zu bieten, soll auch mal lobend erwähnt werden.

Wie bereits in diesem Beitrag erwähnt, kann man sich in diesem Beitrag zu Microsoft Edge für iOS anmelden. Dies geschieht über Testflight, Apples Werkzeug für noch nicht veröffentlichte Apps oder Testversionen von Apps. Vorab für euch ein paar Screenshots des Browsers:

Es gibt eine Leseliste: Hier kann man direkt Inhalte speichern, die man später lesen möchte, ähnlich Pocket oder Instapaper, aber eben eingebaut und zwischen Edge-Installationen synchronisierend.

Man hat eine Tab-Übersicht, dort findet man auch die privaten Tabs, sofern man welche hat:

Einstellungen kann der Nutzer auch vornehmen, bislang aber nur in der englischen Sprache.

Er kann zum Synchronisieren sein Microsoft-Konto nutzen oder die Standard-Suchmaschine auf Google ändern.

Selbstverständlich gibt es auch weitere Einstellungen, so lassen sich Browsing-Spuren verwischen, das Angebot, die Passwörter zu speichern, deaktivieren – und auch der Cookie-Blocker ist anschaltbar.

So sieht das Menü in der Webseiten-Ansicht aus. Hier lassen sich auch private Tabs öffnen, die Desktop-Ansicht einer Seite aufrufen oder aber auch die Webseite teilen, zu Favoriten hinzufügen oder aber auf die Leseliste setzen.

Es gibt eine Startseite, die neben häufig aufgerufenen Seiten auch Nachrichten präsentiert, darunter solche, die mich fast dazu bringen, mir mit einem rostigen Löffel die Augen auszukratzen.

Aber diese Nachrichten kann man glücklicherweise in den Einstellungen deaktivieren, sodass man nur eine nackte Seite mit den Schnellzugriffen hat. Wer genau hinschaut, der erkennt auch den QR-Code-Scanner und die Möglichkeit der Spracheingabe in der Adresszeile von Edge für iOS.

So im reinen Test gab es bei Edge für iOS keine groben Ausreißer, ist eben ein Browser auf einer Mobil-Plattform mit mehr oder wenig guten Möglichkeiten. Wer Edge unter Windows nutzt, der freut sich bestimmt auf Lesezeichen-Zugriff und Leseliste. Wer nur die Lesezeichen möchte, auf den anderen Kram aber verzichten kann, der sollte zu Safari unter iOS greifen, welcher sich ja durch die iCloud-Software unter Windows mit der Version auf dem iPhone in Einklang bringen lässt – schließlich fühlt sich Safari runder an und Edge nutzt lediglich WKWebView.

Sollte hier jemand Edge unter Windows nutzen und vielleicht ein iPhone, so teile er und doch bitte einmal in den Kommentaren mit, wie die Edge-Version für iOS so angenommen wird. Großer Applaus oder verzichtbar?


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Über den Autor:

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