Microsoft beschneidet OneDrive: Nur noch 5 GB Speicher und kein unbegrenzter Speicherplatz mehr

3. November 2015 Kategorie: Internet, geschrieben von: Oliver Pifferi

onedriveViele von uns nutzen bereits Cloud-Lösungen, um eigene Daten abzuspeichern: Entweder die der bekannteren Teilnehmer wie OneDrive von Microsoft, Google Drive oder Dropbox, nur um mal die gängigsten zu nennen. Auch die eigene Cloud via OwnCloud ist immer eine beliebte Alternative, möchte man seine Daten vielleicht nicht jenseits des grossen Teiches auf US-amerikanischen Servern lagern. Microsoft punktete bisher mit den 15 GB freien Speicherplatz bzw. – für zahlende Office 365-Abonnenten – mit einem TB (beziehungsweise nach Unternehmensangaben unlimitierten Speicher).

Diese Zeiten sind nun vorbei, zumal es in der jüngeren Vergangenheit bereits Gesprächsbedarf zu dem Thema gab – macht man deswegen jetzt Tabula Rasa?

Glaubte man, nach oben gäbe es keine Grenzen, um noch attraktiver gegenüber den Mitbewerbern dazustehen, so ist nun der Punkt erreicht, wo doch nur mit Wasser gekocht wird und das Bewusstsein, man hätte unbegrenzt Cloud-Speicher, jäh wachgerüttelt wird.

Wie Microsoft in seinem OneDrive Blog verkündet hat, scheint es mal wieder ein kleiner Teil der Userschaft zu sein, die OneDrive dazu benutzen, PC-Backups und komplette Filmekollektionen samt DVR-Aufnahmen in dem Dienst zu speichern und dabei die sagenhafte Zahl von 75 Terabyte pro Kopf sprengen.

onedrive

Das Resultat: Hier wird nun – teilweise zum Leidwesen der anderen – der Hebel angesetzt und gelinde gesagt rasiert, möchte man OneDrive doch laut Microsoft weniger als Speicherplatz für Backupszenarien verstehen und den Fokus auf schnelle Bereitstellung der Clouddienste für jedermann fokussieren.

Die Änderungen, die zeitnah greifen werden, äussern sich dann wie folgt:

  • Die Terminologie unbegrenzter Speicherplatz fällt für alle Office 365-Abos weg, man wirbt ausschliesslich nur noch mit den 1 TB pro zahlenden Abonnenten

 

  • Die Optionen für 100- und 200 GB-Erweiterungen fallen weg, dafür kommt ab Januar 2016 die 50 GB-Variante für 1,99 US-Dollar (bei Google Drive gibt es aktuell für den Preis beispielsweise 100 GB, Dropbox liegt beispielsweise bei 9,99 EUR für ein TB je Monat)

 

  • Für normale OneDrive-User ohne Aboplan fällt die 15 GB-Grenze – es wird eine Reduzierung auf 5 GB erfolgen und auch der 15 GB-Bonus, wenn man seine Fotos direkt in OneDrive hochlädt, wird ab Anfang des kommenden Jahres gestrichen

 

  • Bestehende Kunden mit Abonnement, die jenseits der 1 TB-Grenze rangieren, werden benachrichtigt und bekommen zwölf Monate Zeit, den erweiterten Speicher entsprechend zu reduzieren

 

  • Bestandskunden, die der Meinung sind, Office 365 trifft durch die Änderungen nicht mehr ihren Geschmack, können eine Gutschrift beantragen – weiteres hierzu gibt es in den FAQ

 

  • Auch Benutzer, die jenseits der 5 GB-Grenze unterwegs sind, haben zwölf Monate Zeit, ihren Speicherplatz entsprechend anzupassen oder durch ein Abo natürlich auch wieder die 1 TB-Grenze zu erreichen

 

  • Aktuelle Nutzer der 100- und 200 GB-Standalone-Speicherpläne scheinen aktuell noch aussen vor zu sein, diese stuft man aktuell als nicht betroffen ein

Microsoft verdeutlicht noch einmal, dass man OneDrive nie als permanente Lösung für komplette Backupstrategien gesehen hat und auch weiterhin OneDrive als schnellen, effizienten und intelligenten innovativen Dienst anbieten möchte. Meiner persönlichen Meinung nach war der Schritt fast überfällig – auch in der Cloud wachsen halt die Bäume nicht in den Himmel.

Werfe ich einmal einen Blick auf meine OneDrive-Statistik an (hauptsächlich speicherte ich als Xbox-User bisher meine Fotos sowie meine Musik in der Microsoft’schen Cloud als auch auf dem lokalen NAS), so kommt mir eben deswegen mein Office 365-Abonnement entgegen- ansonsten würde ich OneDrive wahrscheinlich gar nicht mehr benötigen, läuft auf dem Server meines hiesigen Providers doch eine OwnCloud, die ich zwischen meinen Endgeräten synchronisiere und die (in der aktuellen Version 8.2) auch unter Android und iOS erschreckend gut läuft.

OneDrive_Usage

 

Wie schaut es bei Euch aus? Trifft Euch mit der Änderung nun die Keule aus der Wolke oder zuckt ihr auch mit den Schultern, sofern Ihr ein ähnliches Nutzungsszenario habt?



Über den Autor: Oliver Pifferi

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99 Kommentare

Ronny 3. November 2015 um 07:10 Uhr

Um es mit den Worten von Gunter Dueck zu sagen: Man müsste erstmal flächendeckend eine ordentliche Infrastruktur in Form von Internet haben, dann kann man Cloud auch gescheit nutzen…
Grundsätzlich ist es mir egal was Cloud Anbieter so machen, ich habe alles zu Hause auf einer My Cloud von WD. Da kann ich dank der Apps von WD auch weltweit drauf zugreifen. Zwar nicht so schnell wie bei den großen Cloud Diensten weil der Upstream das Limit setzt, aber bei Dokumenten oder Bildern fällt das nicht wirklich auf. Und, alle Daten sind erstmal bei mir.

Uwe 3. November 2015 um 07:12 Uhr

Habe mich für Onedrive entschieden, weil 15GB + 15GB für mich top und ausrechend sind. Toll, jetzt werde ich von 30GB auf 5GB reduziert?
Und alles nur weil irgendwelche Vollpfosten es immer übertreiben müssen und Terrabyteweise illegalen Müll oder Nullen hochladen? VIELEN Dank!

caschy 3. November 2015 um 07:14 Uhr

Geil ist ja auch, dass eben ein Microsoft-Mitarbeiter letzte Woche was anderes erzählte. Entweder er hat gelogen oder er war ahnungslos. Als Mitarbeiter hätte er dann lieber gar nichts sagen sollen. Man man man..

Sepp 3. November 2015 um 07:26 Uhr

Das konnte ja niemand ahnen!!!!111

Brave 3. November 2015 um 07:32 Uhr

Das es ein paar User übertreiben war klar, aber warum diese nicht einfach blocken? Mit dem Wegfall des „undendlichen Speichers“ kann ich durchaus leben, was ich schade finde ist das der kostenlose Speicher auf von max. 30 auf 5 GB reduziert wird das ist ein herber Einschnitt, denn 5GB erreicht man schnell. Und ich bezweifel das Microsoft mit seiner cloud bereits so inovativ ist das Kunden eher bereit sind zu wechseln als hier monatlich nur dür den Speicher zu zahlen. Wobei man sagen muss auch der „kostenlose“ Speicher muss ja finanziert werden 😉

Jedenfalls finde ich diesen drastischen Schritt zu diesem Zeitpunkt wo MS voll in die Cloud steuert und gerade dabei ist in diesem Bereich zu wachsen eher nicht als förderlich. Dann doch einfach „nur“ das unlimited raus nehmen und die extrem User „beschneiden“.

Wäre schade wenn MS sich dadurch selber ein Bein stellt und der Schuss nicht nach hinten los geht in Form von wechselnden cloud Kunden.

DanielJackson85 3. November 2015 um 07:34 Uhr

Interessant ist das alle gebeten runterzustufen. Als es damals von 25 auf 7GB ging hatte man noch Glück und jetzt muss ich runterstufen???

MarslMarcello 3. November 2015 um 07:34 Uhr

Gerade als MS anfing cool zu werden, versauen sie es sich wieder? Das flächendeckende Punishment finde ich immer sehr schade. Erst gab es kein Office zum Lumia mehr dazu und nun wird auch noch OneDrive kastriert. Was kommt als nächstes?

Brave 3. November 2015 um 07:36 Uhr

OK mich als Office 365 User beeinträchtigt das nicht, aber ich bezweifel das reine Cloud Kunden nur für OneDrive zahlen würden, dafür hebt sich der Dienst noch nicht genug von anderen Diensten (GDrive/Dropbox) ab.

Bob 3. November 2015 um 07:37 Uhr

Genau, @ Ronny & Uwe,
kann ja gar nicht angehen! Was sind das auch für asoziale Typen, die sehr große Datenmengen in IHRE Cloud hochladen, in der sie UNBEGRENZTEN Speicherplatz vom Cloudanbieter zugesichert bekommen. Direkt am nächsten Baum aufknüpfen…

Ruben Schmitt-Fels 3. November 2015 um 07:39 Uhr

Ich denke das die die 5 GB nochmal nach oben korrigiert werden.

ShyAngel 3. November 2015 um 07:39 Uhr

Recht mir bei OneDrive vollkommen da ich eh nur Office Dateien damit speicher. Für alles andere gibt es bessere Optionen.

wendyedge 3. November 2015 um 07:52 Uhr

Tja wollte eh auf Google wechseln weil Onedrive so lahm ist!
jez sind sie auch noch Langsam und klein…

LinHead 3. November 2015 um 07:58 Uhr

Getreu dem Motto: Es gibt keine Cloud nur die Rechner von anderen Leuten oder Firmen kommen bei mir und auch bei uns im Unternehmen nur die Daten ins Netz, die sowieso öffentlich sind bzw. in absehbarer Zeit werden, Vorträge oder Artikel etc. Von daher ist das jetzt nicht soooo interessant. Dass das Ganze kostet, sollte jedem klar sein, spätestens nachdem ja schon einige auch größere Anbieter zumachen mussten.
Nach dem Fall der Netzneutralität letzte Woche wird in Zukunft auch die Garantie auf schnellen Zugriff teuer werden, speziell wenn Netzbetreiber und Cloudanbieter unterschiedlich sind.
Für Microsoft ist es allerdings (mal wieder) ein PR-Fail, zumindest Übergangs- und Bestandsschutzlösungen hätte man anbieten müssen, um Kunden nicht zu verprellen.

HansF 3. November 2015 um 08:23 Uhr

Ich finde v.A. die Rückstufung von 15/30GB auf 5GB problematisch, sind Rückstufungen immer, außerdem bietet Google immer noch 15GB, da war Onedrive auch attraktiv, und besser als Dropbox/iCloud. Mal schauen, vielleicht überdenken sie es ja noch… Dass ihr „unbegrenzt“ von einigen wenigen ausgenutzt wird, war zu erwarten, von daher ist die Rückstufung auf 1TB auch i.O., falls man wirklich PC-Backups hochladen will, sollte das auch noch reichen für das wichtigste,

Christoph Ostermayer 3. November 2015 um 08:24 Uhr

Owncloud 8.2?
Verdammt! Ich muss updaten!

Adrian 3. November 2015 um 08:37 Uhr

Mich persönlich zeigt es – Dank ownCloud – zwar nicht, aber es ist schon ärgerlich, da ich erst für einige ein paar Lumias eingerichtet und erzählt habe, dass sie sich erstmal keine Sorgen um den Cloud Speicherplatz machen müssten. Microsoft sollte sich in diesen Tagen wirklich gut überlegen was sie tun, denn deren Image ist angekratzt genug.

stefan 3. November 2015 um 08:44 Uhr

Also nein! Da machen Leute Backups in Cloudspeicher der ihnen kostenlos und unbegrenzt zur Verfügung gestellt wird?
Ja, was zur Hölle soll man denn sonst mit unbegrenztem Cloudspeicher machen?!
Das damit so kein Geld zu verdienen ist, sollte MS doch vorher klar gewesen sein. Die Strategie war doch von vornherein mit den Diensten um diese Cloud herum Geld zu verdienen.
Was das geheule soll verstehe ich jedenfalls nicht

Ralph 3. November 2015 um 08:46 Uhr

Saftladen, großer, nein ganz großer!
Ich nutze one Drive eigentlich nicht, daher kann es mir eigentlich völlig egal sein. Ist es aber nicht. Ich könnte kotzen wenn zuerst vollmundige Versprechen gemacht haben die dann die Lebensdauer einer Einatgsfliege knapp überschreiten. Und das alles weil es ein paar Wenige mal wieder übertreiben mussten. Ich habe nichts gegen ein Limit, aber von unbegrenzt auf 5 GB ist einfach nur grandios von Winzigweich.
Welches Vertrauen soll ich in ein solch Unternehmen haben, dass heute so und morgen ganz entscheidet. Am Ende werden noch alle für das kostenlose Upgrade zu WIndows 10 kräftig zur Kasse gebeten. Wetten?
Sie lernen es halt einfach nicht, niemals, never, no chance!

stefan 3. November 2015 um 08:50 Uhr

Ach und kurze Frage: woher weiß MS für welche Art Daten die Kunden ihren OneDrive genutzt haben – die erwähnen ja Explizit Filmsammlungen und PC Backups.

TimDuran 3. November 2015 um 08:55 Uhr

Chefetage Microsoft: „Chef, erinnern Sie sich noch an die Idee, Office 360 Benutzern unendlich Online Speicherplatz zu geben, damit wir endlich wieder cool werden und jemand unsere Produkte kauft? Stellen Sie sich vor, es gibt ein paar Kunden die unser Werbeversprechen wirklich ernst genommen haben und das auch so nutzen!!!“

Chef: „WAS? Das darf doch nicht wahr sein! Das müssen wir verhindern! Ach ja, und beschneiden sie gleich ALLE Kunden und reduzieren auch gleich die bezahlten Accounts massiv. Das können wir ja jetzt schön damit begründen, dass einige wenige Nutzer unser Angebot missbraucht haben!“

Chef geht zufrieden mit einer satten Prämie und Beförderung nach Hause. (Der Teil könnte vielleicht ein bisschen übertrieben sein. ;-))

Michael 3. November 2015 um 08:55 Uhr

Von meinen aktuell 130GB (dank Bing Bonus von 100GB welchen ich bis Februar 2017 habe) habe ich nur 16GB verbraucht. Aber dies sind mal eben 11GB zu viel.

Und wenn ich recht bedenke, so viel habe ich nicht auf meinem Server. Aber was solls…
Wenn die es unbedingt wollen, dann ziehe ich meine Onedrive Cloud halt auf meine eigene Seafile Cloud um.
Denn 5GB wären mir zu wenig.

Ojemine 3. November 2015 um 09:01 Uhr

Bin in der mit meinen 250GB anscheinend ein Waisenkind. Habe aber auch bei Crashplan mein reguläres Backup liegen.
@Oliver: Ist das ein gehosteter OwnCloud Server oder hast du nur den Server eingekauft und OwnCloud selbst installiert?

Guru2 3. November 2015 um 09:01 Uhr

Saftladen, geh endlich über den Jordan, und nimm das wurmstichige Fallobst gleich mit!

Oliver Pifferi 3. November 2015 um 09:11 Uhr

@Ojemine – Ist ein normales Webhostpaket bei all-inkl.com und obwohl die auch eine automatisierte Installation von OwnCloud anbieten, habe ich mir die aktuellere Version 8.2.0 runtergeladen und dann installiert. Ging völlig schmerzfrei.

schm1th0 (@schmitho) 3. November 2015 um 09:15 Uhr

Das mit der Rückstufung erinnert mich irgendwie an die Geschichte mit der lebenslagen E-Mail Adresse von der Post. *fg

Oliver Pifferi 3. November 2015 um 09:19 Uhr

@Brave – Es ist einfach kontraproduktiv, wo man doch die Cloud so bewirbt. Aber da tut sich der Spalt zu den Endkunden und den Firmenanwender auf, die man ja permanent in die Azure-Wolke pusht. Die Vermutung, dass erst einmal die Leute zu OneDrive wechseln sollten und jetzt in die Röhre gucken ob dieser künstlichen Limitierung (weil es halt wieder ein paar wenige – wie immer halt – übertrieben haben), liegt nahe. Marketingtechnisch sehr, sehr mau und auch wenn die OneDrive-Verzahnung in MS-Produkten (gerade Windows 10) extrem ist, habe ich letztens feststellen müssen, dass auch OwnCloud mittlerweile auf allen mir genutzten Systemen (OS X, Windows 10, iOS & Android) an den Clients echt viel, viel gemacht hat und um einiges stabiler läuft als früher. Ist halt nur eine Alternative, aber Google, Dropbox & Co. werden sich wegen dieses Faux pas sicherlich die digitalen Hände reiben. Schade.

wolfigang 3. November 2015 um 09:26 Uhr

Krass… Mehr fällt mir dazu fast nicht ein.
Das kann doch nicht ihr ernst sein, oder?

1) Ich werbe mit „unendlichem Speicher“ und wundere mich dann über Power-User?!?
2) Alle runterstufen auf 5 GB? Den Leuten sogar den bisher geschenkten Webspace für Bilder hochladen etc. wieder wegnehmen? Da macht man sich keine Freunde…

Verstehe nicht, wie man so vom einen Extrem ins gegensätzliche Extrem umschwenken kann.
Habe bisher 140GB (von denen ich nur 3 GB nutze…), mal schauen, was davon übrig bleibt. Meine aktuelle Überlegung von meiner bisherigen Dropbox+GDrive-Kombi auf OneDrive umzusteigen, hat sich damit aber definitiv erledigt. Rein aus Prinzip schon. 😉

Markus 3. November 2015 um 09:32 Uhr

Was aber schön ist, dass die in der Android App aktiv das Backup meiner Fotos und Videos anpreisen. Mit 5 GB wird das aber nichts, liebe Freunde von Microsoft.

Ich werde dann mal die App entfernen.

Aber man sieht wieder, wer unendlich (marketingsprech) schreibt, meint dies noch lange nicht so.

Markus 3. November 2015 um 09:34 Uhr

Achja, und bei meiner üsseligen 16 Mbit Leitung vom pinken Riesen, brächte ich Jahre um 75 Terabyte pro Kopf (in unserem Haushalt also 150 TB) in die Wolke schieben.

Ronny 3. November 2015 um 09:42 Uhr

Ich hör Palle noch die Werbetrommel rühren für seinen Sponsor. Da wurden viele schon hellhörig, und jetzt macht Office 365 gar keinen Sinn mehr. Da kann ich besser eine Lizenz kaufen und fertig. Unbegrenzt Speicher war, wie vermutet, nur ein Marketing Gag um Leute zu ziehen. Denn selbst wenn es ein paar Leute übertreiben, die kann man sperren, das ist doch sicher nur ein Vorwand.

Bolli 3. November 2015 um 09:43 Uhr

Danke MS, dass wird meine grundsätzliche Überlegung das Ökosystem zu wechseln sicherlich stark beeinflussen.

Otto Hakstetter 3. November 2015 um 09:47 Uhr

Ich werde meine OneDrive Konto leeren und nicht mehr benutzten. Bei mir ist es ehh immer langsamer gewesen als Google drive oder Dropbox.
Der Speicher und die Windows Integration waren der einzige Vorteil und ohne Speicher bringt die Windows Integration auch nicht mehr viel..
Mir war Dropbox ehh schon immer sympathischer.

Dargonet 3. November 2015 um 09:51 Uhr

Also zum einen ist doch das schöne, dass man eigentlich immer sehr einfach auf einen anderen Cloudservice wechseln kann. Nutze Onedrive derzeit für 55GB Daten als zusätzliche Sicherung. Falls sich irgendwann mal mein USB Stick und die externe Festplatte, gleichzeitig, mit meinem Rechner verabschieden. Dafür ist es sehr nützlich und da ich Office 365 noch für 3 Jahre habe, hab ich auch erstmal kein Speicherproblem.

Was ich nicht verstehe: Wenn das Problem die 75+ TB pro Kopf User sind und ich die alle wieder auf 1TB herunterschraube erscheint mir das Problem schon gelöst zu sein. Warum den Freespace um 10GB verkleinern? Bei derartigen Mengen fällt der doch kaum noch ins Gewicht. Und wenn es anscheinend einen derart großen Bedarf gibt für so große Kapazitäten, sollte man gleich dafür einen Service starten.

Balou 3. November 2015 um 09:52 Uhr

Warum nutzt Kunde auch das zugesagte Angebot aus? Wie kann man nur. Aber mal abgesehen davon, ich bin gerne Herr über meine Daten und ziehe Lösungen vor wie mein NAS. Und mit der aktuellen Infrastruktur in good old Germany mit schwachen Uploadgeschwindigkeiten und Datenvolumen bei Mobilanschlüssen ist mein Cloud Nutzen schwach ausgesprägt. Und Onedrive ist auch nicht die Cloud Lösung meiner Wahl. Daher betrifft mich die Änderung nicht.

Jürgen 3. November 2015 um 09:52 Uhr

Schade um OneDrive.

Es gibt so ein paar Dinge, die man von einem Cloud-Dienstleister erwarten muß. Zuverlässigkeit steht dabei an oberster Stelle. Mit einer solchen Kehrtwendung ist es für mich aus damit.

Zumindest den alten Usern hätte man das momentane erreichte Volumen erhalten müssen. Ich nutze doch keinen Dienst, der mir Leistung wegnimmt und bei dem ich mir dann Gedanken machen muß, wo ich meine Backups hinverschiebe.
Und nein, ich gehöre nicht zu den Leuten, die dort TB-weise Daten angehäuft habe.

OneDrive hat auch so schon 2 Nachteile, über die man aber hinwegsehen konnte:
– Einzelne Zeichen dürfen nicht in Dateinamen vorkommen. Ein Verzeichnis 1:1 nach OneDrive sichern kann daran scheitern (Bsp.: . am Beginn des Dateinamens)
– Die Upload-Geschwindigkeit ist leider nicht so schnell wie bei der Konkurrenz. Auch mit n Threads kommt man nicht an die Google-Drive-Geschwindigkeit heran. Unangefochten in Sachen Tempo: Amazon Cloud-Drive. Aber das spielt sowohl in Sachen Komfort (eher grottig) wie auch bei den Preisen (hoch) in einer anderen Liga.

Dann also woanders hin

Andre 3. November 2015 um 09:54 Uhr

Vor allem der kurze Zeitraum zeigt doch das da jemand absolut nicht nachgedacht hat. Ja, ich habe ein O365-Paket gekauft um ein DENZENTRALES 2. Backup ablegen zu können. Die User haben ja auch nicht auf einen Schlag unbegrenzten Speicher bekommen, sondern in 10TB-Schritten. Da hätte den Leuten doch früher mal ein Licht aufgehen können. Bei mir wird 1 TB für ein Backup (keine Videos oder so nen Kram) nicht mehr reichen, gut ich könnte es jetzt noch auf 1-2 andere O365-User aufteilen, aber trotzdem ist das eine Frechheit. Habe gerade mein Abo um 12 Monate verlängert…..

Dieses eine Jahr Übergangsfrist ist sicherlich in Deutschlang fragwürdig. Ich habe einen verbindlichen Vertrag beim Kauf abgeschlossen an den sich beide zu halten haben, sie könnten die Konditionen „verschlechtern“ im Moment eines neuen Kaufs, aber bis dahin müssten die alten Konditionen gelten. Eine Gutschrift ist auch keine Lösung, bei einem Vertrag müssen beide Seite versuchen die Konditionen einzuhalten, was MS durchaus möglich wäre, es ist ja kein Artikel für den man keinen Ersatz mehr schaffen kann….alternativ könnte man sich bei einem anderen Dienst die Leistung einkaufen und MS in Rechnung stellen…….. da aber alle Abo idR nur 1 Jahr gehen und kaum jemand für 3 Jahre auf Vorrat kauft ist es eher ein theoretisches Problem.

Aber alles in allem eine ganz schwache Nummer.

Bolli 3. November 2015 um 09:55 Uhr

Nachtrag: Was ist denn mit den Besitzern von Lumia Geräten? Denen wurde doch mit dem Kauf des Gerätes 15 GB zugesichert!

Max 3. November 2015 um 09:59 Uhr

GGrrr leider ist die Nutzung von Onenote über Syteme hinweg nur mit Onedrive nutzbar. Habe auch Owncloud bei all-inkl.com, absolut top und würde gerne vollständig umziehen.
Aber ein Sync der Onenotedaten hat Microsoft so eingeschränkt das nur Onedrive ein Deltasync mit gemeinsamen Arbeiten macht.

goldi 3. November 2015 um 10:20 Uhr

das würde mich auch interessieren.
bestandteil meines lumia waren 15gb, die auch fleissich für zbsp das camera roll backup genutzt werden. mit 5gb komm ich da sicher nich weit. was ne nulllösung.
die kommentare bei onedrives fb sind auch bezeichnend, finden alle super gut, microsoft.

Max 3. November 2015 um 10:23 Uhr

@Oliver
Was zahlst du denn für ein SSL-Zertifikat? (ich nehme mal an du hast eines für deine ownCloud) Und hast du unter „Administration“ in der ownCloud oben unter dem Punkt „Security & setup warnings“ irgendwelche Meldungen? Habe bei meinem SharedHost da immer verschiedene Meldungen :/

sunworker 3. November 2015 um 10:32 Uhr

Ich habe 1TB bei Onedrive, über Office 365, aber ich habe mich da nicht mal angemeldet.

Dropbox ist einfach besser, ausserdem will ich nicht das Windows 10 oder Office 2013 irgendwas irgendwo speichert wovon ich nichts weiss. Deshalb nutze ich weder Onedrive noch Cortana.

Oliver 3. November 2015 um 10:37 Uhr

Unbegrenzt gibt es nicht, für kein Geld der Welt. Das hätte eigentlich jedem klar sein müssen, der auch nur einen Funken Verstand im Kopf hat. Sei es, weil User die Grenze herausfinden wollen oder schlicht ausnutzen, was man ihnen verspricht. Dass Microsoft das nicht vorher wusste, ist armselig.

Mich als Abonennten trifft diese Regelung nicht, da ich kaum mehr als 70GB in meinem Speicher habe. Trotzdem hinterlässt das Vorgehen hier einen bitteren Nachgeschmack. Letzten Endes bin ich als Subscriber eines Modells davon abhängig, wie genau es der Anbieter mit seinen Versprechen meint. Nutzer von Wuala oder anderen Diensten können davon ebenfalls ein Liedchen singen.

Den Nutzern des freien OneDrives wird mal eben der Speicher auf nicht mehr benutzbare 5GB gekürzt. So will man die Kunden zum Zahlen bewegen. Erst locken, dann kassieren. Kein feiner Zug. Ich frage mich weiter, ob ich mein 365er Abo im nächsten Jahr auch noch für 70€ bei Amazon kaufen kann oder ob man mir dann einen Hunderter abnimmt. Wir gesagt, bei soichem Geschäftsgebahren keine Unmöglichkeit.

Und jetzt? Denke zumindest ich darüber nach, wie ich mein Risiko minimieren kann. Die Synology steht sowieso hier, warum nicht darauf die Cloud realisieren? MS Office ist zwar bequem, aber es gibt noch andere schöne Töchter, seien es iWorks, LibreOffice oder auch Google Docs.

Microsoft, das war unnötig und dumm.

Nico 3. November 2015 um 10:43 Uhr

Ich bin auch der Meinung, endlos Speicher kürzen, kein Problem. Aber das man sogar Bestands Kunden (der kostenlosen Funktion) auf 5 GB reduziert finde ich mist!

Glaub M$ Nix 3. November 2015 um 10:47 Uhr

one away
sharing von wlan-schlüsseln
nutzen fremder Bandbreite für das verteilen von Updates
zwangsdownload von Windows 10
Privatshäre-Schnüffelei
+ downgrade one.drive

nach dem fake mit dem alten Mesh -mit eigenem lifetime free Webhosting-
glaub ich denen nix mehr.

Ein echtes Wunder das WX tatsächlich als kostenloses Upgrade ab W7 kam.
Zahlt wohl die NSA?

Oder gibt es für WX ab nächstes Jahr dann auch ein
„ach nee war nur für 2015 free und nun 100$/Year?“

icancompute 3. November 2015 um 10:58 Uhr

Wisst ihr wo das eigentliche Problem liegt?
Das hier alle Welt (in dem Fall MS wie auch deren Nutzer) zu glauben scheint, kostenloser Cloudspeicher hätte Bestand. Irgend einen Haken hat das immer. Egal ob früher oder später.

Dem einzigen Anbieter von kostenlosem Cloudspeicher, dem ich halbwegs langfristig zutraue, sein Angebot aufrecht zu erhalten, ist Google.
Weil die mit den Fotos aus den ganzen Backups der Android Smartphones eben auf andere Weise Geld scheffeln. Haken hat dieses Angebot übrigens schon alleine drei: Nur Fotos, in verminderter Qualität, nicht verschlüsselt gespeichert. Und trotzdem ist Google – zumindest für mich – damit einer der attraktivsten Anbieter. Meine Menge an Fotos kostenpflichtig irgendwo zu sichern ist mir einfach zu teuer. Und so dient Google eben als Notlösung, neben den privat zu Hause ausgeführten Backups. Lieber in der Qualität reduzierte Fotos, die sich die NSA ansehen kann, als gar keine Momentaufnahmen meines Lebens mehr zur Erinnerung, wenn die Bude abbrennt.

Einzig, wenn der kostenpflichtige Speicher der zahlenden OneDrive-Bestandskunden ohne triftigen Grund reduziert wird, ist das eine riesige Unverschämtheit, die gerade Microsoft zum einen finanziell kaum nötig hat, und mit der sie sich zum anderen in dem Fall wohl selbst am meisten schaden.

sunworker 3. November 2015 um 11:03 Uhr

Immerhin gibt es eine 12 Monate Übergangsfrist. Da gab es auch schon andere Anbieter die 2 Wochen später zugemacht haben.

Max 3. November 2015 um 11:11 Uhr

@Max (Namensvetter ?! )
@Oliver
Habe gleiche Lösung:
SSL-Zertifikat kostet bei All-inkl.com 0,89€/Monat über SSL-Proxy funzt einwandfrei.

quorn23 3. November 2015 um 11:11 Uhr

Find ich der Wahnsinn. Nun haben sie Windows so mit OneDrive verzahmt, dass sich die Leute daran gewöhnt haben und nun falle ich (da ich somit 365 nicht verlängern werde) von meinen aktuell 10TB auf 5GB? Ich, äh, bin bisschen sprachlos. GG Microsoft. Und mit GG meine ich ja wohl eher ein riesiges BG. -_-

Wie dem auch sei, hat einer Tipps für Cloudbackups, welche a. etwa im Preis einer 365 Home Subscription liegen und b. ca 20TB Space bieten und c. Pakete für NAS Lösungen anbieten? Gibt’s da überhaupt eine Alternative, oder ist somit mein Traum von einer kostengünstigen Cloudbackuplösung gestorben?

Oliver 3. November 2015 um 11:14 Uhr

Die Übergangsfrist ist nett und gleichzeitig Augenwischerei. Erst macht man den Kunden Versprechungen und lotet sie in die Cloud (Officedokumente + Bilder + Videos + Musik), dann kappt man den Speicher auf ein Niveau, welches gerade einmal für ein paar Dokumente reicht.

Klar, jetzt kann man argumentieren, dass Microsoft einer der ersten Anbieter ist, der das kostenlose Rad zum Stillstand bringen will und Geld für Leistung nimmt, bevor das Geschäftsmodell nicht mehr finanzierbar ist.

Das aber hätte man anders machen können. Bestandskunden bleiben auf altem Niveau, Neukunden bekommen neue Konditionen. So aber werde ich sehr genau überlegen, ob und wie ich OneDrive weiter nutze.

Gouryella 3. November 2015 um 11:23 Uhr

Marketingtechnisch war das ne absolute Gruselvorstellung von Microsoft. Ich bin zwar durch Office 365 Personal davon nur marginal betroffen, aber von 30 GB auf 5 GB runter zu gehen (da hatte ich ja Glück, dass ich vor nem Monat noch das Abo gemacht hatte…) ist ne harte Tasse Tee. Davon abgesehen tut es mir für die Free-Nutzer auch irgendwo leid. OneDrive liegt zwar noch vor Diensten wie Dropbox oder Teamdrive, aber gerade gegenüber Google verliert man damit erstmal wieder an Boden.

Momentan verunsichert mich Microsoft zum Teil auch etwas. Da erwacht der Gedanke einer eigenen Owncloud gleich zu neuem Leben. Mal sehen, was ich da mache, an Windows 10 halte ich aber trotzdem fest. Das hat damit ja nichts zu tun (und nein, ich glaube nicht an das Abomodell für WX, alleine weil selbst Redmond nicht so bescheuert ist und durchaus sieht, wie der Apfel und Linux das machen).


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