Microsoft begräbt Pläne für Android-Apps unter Windows 10

26. Februar 2016 Kategorie: Android, Software & Co, Windows, geschrieben von: André Westphal

windows 10

Schon letztes Jahr deutete sich an, dass sich Microsofts Pläne für die vereinfachte Portierung von Android-Apps für Windows 10 nicht so entwickelt haben, wie sich die Redmonder das wohl gewünscht hätten. In einem neuen Blog-Beitrag legt Microsoft nun endgültig die Karten auf den Tisch: Die geplante Bridge für Android-Apps hat man zu den Akten gelegt. Stattdessen rät Microsoft Entwicklern, die zuvor Interesse hatten ihre Android-Apps für Windows 10 zu portieren, sich die Bridge für iOS einmal genauer anzusehen. Verwunderlich ist diese Nachricht angesichts der Meldungen von Ende 2015 nicht. Viele Entwickler dürften aber dennoch enttäuscht sein.

In Zukunft dürfte Microsoft vor allem versuchen Xamarin möglichst vielen Entwicklern schmackhaft zu machen: Die Plattform erleichtert die Cross-Platform-Entwicklung und wurde just von Microsoft übernommen. Vermutlich hängt damit auch zusammen, dass man keine Energie mehr in die Android-Bridge stecken möchte. Offiziell behauptet Microsoft allerdings, Rückmeldungen der Entwickler-Community hätten ergeben, dass zwei Bridges sinnlos und verwirrend seien. Die meisten Mobile-Apps gebe es für sowohl iOS als auch Android. Deswegen habe man sich bei Microsoft nun schlichtweg allein auf die iOS-Bridge besonnen.

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Somit wird die iOS-Bridge die alleinige Lösung bleiben, um Code mobiler Apps für Windows 10 zu portieren. Weiterhin arbeite man aber an „Centennial“ einer Bridge, welche Win32-Apps für Windows 10 flott machen soll. Diese Bridge befinde sich aktuell noch in einer Testphase. Sie soll in einer frühen Variante bald für ausgewählte Entwickler zur Verfügung stehen und im Verlauf des Jahres dann alle Entwickler erreichen.

Wie gesagt, man kann jedoch sicher sein, dass Microsoft langfristig Xamarin pushen dürfte. Für die Redmonder wäre es die ideale Situation, wenn Entwickler ihre Apps über Xamarin ohne großen Mehraufewand für alle Betriebssysteme zur Verfügung stellen könnten. Denn genau das könnte Windows 10 Mobile dann eventuell auch etwas aus seinem Nischendasein ziehen.

(via ZDNet)


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Über den Autor: André Westphal

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