Mein Senf: MacBook Pro mit Retina-Display

5. Juli 2012 Kategorie: Apple, Hardware, geschrieben von: caschy

Prolog. Als das MacBook Pro mit Retina-Display vorgestellt wurde, habe ich geschluckt. Da sehen wir ein Gerät, welches anscheinend über ein phantastisches Display verfügt (ich bin vom iPhone und vom neuen iPad ausgegangen) im Körper eines MacBook Pro. Meine Hoffnungen lagen auf dem MacBook Air, der Geräteklasse, der ich in der letzten Zeit mein Vertrauen schenkte.

Leicht, lange Akkulaufzeit und portabel – schließlich schleppe ich das ab und an mit mir herum, wenn ich unterwegs bin. Und nun stand da eben kein 13,3 Zoll-Flachmann, sondern ein 15,4 Zoll-Notebook auf der Bühne.

Für das weitere Lesen ist es vielleicht wichtig, von mir etwas zu wissen. Ich bin Blogger. Vollzeit. Ich arbeite mit diesem Gerät. Ich verbringe mit dem Laptop mehr Zeit, als mit meinen Freunden, meiner Frau, meinem Garten oder meinen Vögeln. Es ist kein Gerät, welches man “auf Arbeit” nutzt. Es ist immer bei mir, es muss perfekt sein, sonst kann ich nicht gut arbeiten. Hört sich schräg an? Sicherlich nicht für die, die täglich viele Stunden mit so einem Gerät verbringen, sei es, um Spiele zu genießen, Filme zu schauen, zu programmieren oder eben zu bloggen.

Ich wollte eigentlich kein so großes Gerät mehr. Ich empfand 13,3 Zoll als die perfekte Größe. Das Display! Die Auflösung! Ja, damit konnte man mich bislang immer kriegen. Wer das Blog verfolgt, der weiss: ich liebe Ultrabooks, muss mir aber an den Kopf fassen, wenn die mit 1366 x 768 oder 1280 x 800 anstelle von 1440 x 900 oder mehr daher kommen. Überlegung meinerseits: MacBook Air verkaufen und den iMac abschaffen, der noch mit Core2Duo arbeitet? Ja, das war eine gute Idee, das MacBook Air war sofort verkauft. Würde man mich über meine Geräte reden hören, dann würde ich mich sicherlich anhören, wie Kalle Grabowski aus Bang Boom Bang!, wenn er über den Mercedes philosophiert.

Da stand es nun also vor mir. Das neue MacBook Pro mit Retina-Display. Dem Display, von dem man mir versprochen hatte, dass es meinen Augen schmeicheln würde. Dem Display, über das ich mich natürlich im Vorfeld informiert  und bereits über die Tatsache berichtet hatte, was Retina eigentlich bedeutet.

Die Haptik. Bekanntlich verfügt das MacBook Pro über einen Unibody. Dies heißt, dass alles aus einem Teil gefräst ist. Aluminium, kein Plastikgedöns mit zig Teilen, die oftmals abbrechen, wenn man sie nur schief anguckt. Findet man oft bei ganz günstigen Geräten. Apple und die Begrifflichkeit “zeitloses Design” darf man wohl in einem Atemzug nennen. Man bekommt solide Kost, man erwartet diese aber auch. Ich wusste, dass ich die gleiche Chiclet-Tastatur wie bei einem anderen MacBook bekomme, des Weiteren wusste ich, dass ich das identische Touchpad aus Glas präsentiert bekomme – ein Teil bei einem Gerät, auf das ich besonders wert lege.

Meines Erachtens hat es bislang kein Hersteller vernünftig hinbekommen, diese Weichheit beim Scrollen, diese Genauigkeit hinzubekommen. Habt ihr ein Windows-Notebook und das Touchpad sollte flüssiger laufen? Kleiner Tipp, sofern ihr die Synaptics-Treiber nutzt: Geht in die Einstellungen eures Touchpads, Punkt Wheel. In der Standardeinstellung stehen diese auf einem Scrolling von drei Zeilen. Heißt: ihr streicht mit zwei Fingern nach unten und drei Zeilen werden dabei gescrollt. Diese Standardeinstellung stört mich jedes Mal, da sich dadurch das Scrolling auf fast allen Geräten sehr hakelig anfühlt. Euch geht es auch so? Stellt das Scrolling auf den Wert “1” und ihr werdet merken: läuft runder.

Nun aber zurück zum MacBook Pro mit Retina-Display. Haptik wie immer 1a, ich habe da nichts zu meckern und bin sehr zufrieden. In der Vorstellung des MacBooks wurden die Maße mit denen des MacBook Air verglichen. Magical! So dünn wie das MacBook Air. Ja, ist richtig. Es ist durchgängig so “dünn”, wie das MacBook Air an der dicksten Stelle, also oben am Keil, wo das Display angebracht ist.

Die Anschlüsse. Jau, auch Apple musste lernen. Lernen, dass die Leute nicht nur Thunderbolt nutzen, sondern auch USB. Es wäre vermessen gewesen, auf USB 3.0 zu verzichten. Dem Standard, den man in allen Geräten ab einer gewissen Preisklasse mittlerweile vorfindet. Dennoch Mitte 2012 keine Selbstverständlichkeit bei den Geräten. Neben den beiden USB-Anschlüssen findet man noch einen Kartenleser vor, zwei Mikrofone, zwei Schnittstellen für Thunderbolt, dazu den obligatorischen Anschluss für einen Kopfhörer.

Auch dem Anschluss externer TV-Geräte hat man sich geöffnet, das MacBook verfügt über einen HDMI-Anschluss. Was ich allerdings davon brauchen werde, ist fraglich. Ich kam bislang mit USB. 2.0 aus und auch Thunderbolt und HDMI nutzte / vermisste ich an meinem MacBook Air nicht. Aber: ich habe diese Anschlüsse nun und das MacBook Pro wird sicherlich mein Begleiter für die nächsten zwei bis drei Jahre sein können.

Wer jetzt sagt, dass Gigabit-LAN ja fehlen würde: dies wird über den Thunderbolt-Anschluss realisiert, da bekommt man einen Adapter. Zu den weiteren (nicht zu sehenden) Anschlüssen gehört Bluetooth 4.0 und WLAN nach 802.11 /a/b/g/n. Ich denke, man kann bei diesem Gerät nicht mehr sagen, dass Anschlüsse fehlen würden. Wie erwähnt: LAN bekommt man via Adapter und selbst Anschlüsse wie FireWire, VGA und DVI lassen sich mittels Adapter nachbilden – der universellen Schnittstelle Thunderbolt sei Dank. Webcam? Klar, 720p FaceTime HD Kamera. Kann man sich gepflegt selber filmen oder der Videotelefonie fröhnen.

Die Lautsprecher. Links und rechts neben der Tastatur befinden sich die Lautsprecher, die definitiv einen besseren Sound haben, als die meines alten MacBook Air. Satt und warm. Nicht übertrieben, sondern ausgewogen. Es ist schwer zu beschreiben, man müsste es mit verschiedenen Musikrichtungen selber gehört haben, mein kurzes, mit dem Smartphone aufgenommenes Sample-Video vermag sicherlich nicht einmal ansatzweise, das Feeling zu transportieren.

Die Tastatur und Trackpad. Chiclet. Wie in jedem MacBook. Die Tasten sind anscheinend etwas anders befestigt als beim MacBook Air, da hatte ich immer das Gefühl, dass die irgendwann mal durch mein vieles Geschreibe abfallen. Die Verankerung der einzelnen Tasten wirkt stabiler. In der Dunkelheit kann auch getippt werden, die Tastatur am MacBook Pro mit Retina-Display verfügt über eine regelbare Hintergrundbeleuchtung. Praktisch in etwas dunkleren Umgebungen.

Die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt und sind leise, was mir wichtig ist. Es ist furchtbar auf schlechten Tasten zu schreiben, die bestenfalls noch nachfedern und laut sind. Klack Klack Klack – ich würde irre werden. Das Trackpad hatte ich weiter oben ja schon anklingen lassen. Groß. Glatt. Punktgenau. Mehr muss man einfach nicht dazu sagen, es ist meines Erachtens das beste Touchpad auf dem Markt. Dies liegt sicherlich nicht nur an der Unfähigkeit anderer Hersteller, sondern auch an den Treibern von Synaptics und Co. Ich bin gespannt, wie Microsoft das mit seinem Surface hinbekommt. Ich hoffe, die realisieren ein ebenso gutes Touchpad, denn es sind eben die Kleinigkeiten, die mich in Summe gebündelt weg von Windows-Geräten gebracht haben.

Die Leistung. Ich habe mich für das kleine Modell entschieden. Intel Core i7 mit 2.3 GHz, seines Zeichens ein leistungsfähiger Vierkerner auf Ivy Bridge-Basis. Dazu 8 GB DDR3 RAM (1600 MHz), dazu ein Flashspeicher mit 256 GB. Nun darf ich folgendes verraten. Mein alter iMac hat einen Core2Duo, dafür 16 GB RAM. Selbst dieser hat für 90 Prozent meiner auszuführenden Arbeiten definitiv ausgereicht, ich bin ja ein reiner Schreiber, der ab und an mal kleine Screenshots bearbeitet und Videos durch iMovie jagt. Nichts Wildes also, man könnte mir sogar sagen, dass das Gerät überdimensioniert wäre.

Aber: es ist halt Intels neue Ivy Bridge verbaut, die effizienter arbeitet als ihr Vorgänger, die Sandy Bridge. Zum Flashspeicher sage ich immer: nie wieder ein Laptop ohne SSD, das sagen wohl so ziemlich alle, die mit dem schnellen Flashspeicher jemals in Berührung gekommen sind. Unter der Haube findet man weiterhin die Intel HD4000 als Grafikeinheit, sowie eine dedizierte Nvidia GeForce GT650M, mit “Kepler”, der neuen  Grafikchip-Architektur.

Ob Apple oder nicht: die HD4000 hat schon ordentlich Dampf, das konnte ich schon bei der Vorführung der neuen Intel Ultrabooks beobachten – dort wurde der Unterschied zu HD3000 und HD4000 gezeigt. Die im MacBook Pro verbauten Grafiklösungen switchen, je nach Anwendung zwischen diskret und integriert. Die integrierte Lösung ist sicherlich für das effizientere Arbeiten in Bezug auf Stromverbrauch zu bevorzugen. Das System regelt dies alleine, wer selbst Hand anlegen möchte, der findet in der kostenlosen Software gfxCardStatus eine Möglichkeit, dies selber zu beeinflussen.

Wer epische Tests über Intels HD4000 lesen möchte, der findet bei Xbit schlanke 9 Seiten. Das Kurzfazit? Die HD4000 ist ein riesiger Sprung, neben der stärkeren Leistung bringt die Intel HD Graphics 4000 DirectX 11, Allzweckberechnung und aufgebohrtes Quick Sync mit. Auch in Sachen Performance sind schon Benchmarks eingeschlagen, hier hat man sich den GeekBench (testet Speicher und CPU) geschnappt um die neuen Geräte mal zu testen.

Ich selber habe den Bench nicht durchgeführt, sind die Geräte ja eh baugleich, des Weiteren bringt die Trial-Version von GeekBench nur die 32Bit-Geschichte mit sich. Das zu den Benchmarks, in Sachen Leistung kann ich nicht einmal ansatzweise beurteilen, ob ihr damit klarkommt – ich kenne euer Anwendungsgebiet nicht. Dennoch muss gesagt sein: mit Ivy Bridge und der HD4000 findet man momentan aktuellste Technik vor, die definitiv Luft nach oben hat – Anwendungen werden in Zukunft sicherlich nicht weniger anspruchsvoll. Ihr wisst ja, was man zu Leistung sagen kann: Haben, ist besser als brauchen.

Akku. Lautstärke. Wärmeentwicklung. 7 Stunden hat man bei Apple ausgerufen und das erreicht man auch. Dabei muss man allerdings bedenken, dass das nur eine Angabe ist, wenn man im Internet bei gedimmten Display unterwegs ist. Normales Office-Arbeiten, Schreiben und Co bei ca. 70 Prozent Display-Helligkeit? Circa 5 Stunden sind realistisch, sind beziehungsweise meine Erfahrung.

Bei normalem Arbeitsvorgängen wie der Schreiberei und Co arbeitet das MacBook Pro fast lautlos. Wichtiger Punkt für mich, ich hasse es, wenn ich am Abend surrende Lüfter höre. Hier reiht sich das MacBook Pro nahtlos an den Vorgänger, bzw. das Schwestermodell Macbook Air ein: im Grundbetrieb fast nicht zu hören, bei Videoschnitt, aufwendigen Flashseiten & Co ist der Lüfter klar zu hören. Wärmeentwicklung? Unter Vollast wird das Gerät nicht so heiß, wie das frühere MacBook Pro, dennoch würde ich es nicht stundenlang auf dem Schoß lassen, wenn ich dabei Videos bearbeite – if you know, what i mean ;)

Das Display. Wohl das entscheidende Ding am MacBook Pro. Und zu eben jenen fällt es mir schwer, die vielleicht richtigen Worte zu finden. Superlative? 2880 x 1800 Pixel. Über 5.1 Millionen einzelne Pixel. Doch hier muss erwähnt werden, dass die Pixelanzahl zum MacBook Air nicht einfach vervierfacht wurde. Wenn ihr das Book anschaut, dann müsst ihr nicht mit der Lupe suchen, um etwas zu entdecken, denn die 2880 x 1800 sind nur eine Zahl. Die Anzahl der Pixel.

Ausgestrahlt wird tatsächlich eine Auflösung von 1440 x 900. Dadurch soll es für unser Auge unmöglich sein, einzelne Pixel zu entdecken. Das so stark verbesserte Display ist definitiv sichtbar. Jeder, den ich fragte, konnte den Unterschied zu einem anderen Gerät massiv sehen. Alles wirkt feiner, detaillierter, gerade im Bereich mit Texten ist dies einfach unfassbar gut. Wobei man sagen muss, dass viele Augen auch bei normalen Geräten mit einer Auflösung von über 1440 x 900 diese einzelnen Punkte nicht mehr sehen. Hier einmal ein Screenshot, so wie ich meinen Desktop, mein Blog sehe.

Wie gesagt, ich sehe alles wesentlich feiner und toller, was sich bei mir abspielt, allerdings habe ich die erwähnten nominellen 1440 Pixel. Deshalb kann man die Auflösung auch auf Non-Retina einstellen. Hier wird die Auflösung skaliert, um einen größeren Display-Bereich zu haben. Hier ist natürlich zu beachten, dass es nur wenig Sinn hat, die vollen 2880 x 1800 Pixel auf 15,4 Zoll darstellen zu wollen, man würde wenig bis gar nichts erkennen. Und so bekommt man zwar ein Freeware-Tool, welches die volle Auflösung aktiviert, von Seiten Apple bekommt man allerdings maximal 1920 x 1200 kredenzt, das ist immer noch sehr viel. Auch von dieser Auflösung habe ich euch einen Sreenshot hochgeladen.

Das Retina Display in nackten Fakten: 15,4″ Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung und IPS-Technologie (39,11 cm Diagonale) & Auflösung von 2880 x 1800 Pixeln bei 220 ppi. Die IPS-Technologie sorgt dafür, dass man auch noch knackige Farben bei ungünstigen Blickwinkeln hat. Dies kann ich definitiv bestätigen, Film, Fotos und Text sind auch bei schlechten Blickwinkeln noch gut erkennbar. Das Display ist spiegelnd, allerdings hat man es im Gegensatz zum MacBook Pro-Vorgänger noch einmal weiter entspiegelt.

Wenn ihr die Möglichkeit habt, probiert das ruhig einmal im direkten Vergleich aus, das Retina-Display ist definitiv nicht so spiegelnd, wie der Vorgänger. Dennoch sei verraten: in der direkten Sonne ist es anstrengend. Nicht, weil man weniger erkennt, man hat mit den Augen auch das Gefühl, in die Sonne zu schauen. Man kneift dann dauernd die Augen zusammen, was sehr, sehr ermüdend sein wird. Fairerweise muss man sagen: ob ich nun ein mattes oder ein glänzendes Display habe: in der Sonne erkennt man grundsätzlich weniger, das glänzende Display hat aber durch die dennoch vorhandene Spiegelung den Nachteil, da unsere Augen immer versuchen, die Spiegelung zu filtern.

Da ich allerdings nicht der “Direkt-in-der-Sonne-Arbeiter” bin, muss ich sagen: stört mich nicht. Arbeiten mit Texten und Bildern ist einfach ein unheimlicher Spaß, die Farbsättigung ist für mein laienhaftes Auge einfach unfassbar gut. Wer sich für sRGB-Ergebnisse interessiert, der liest hier weiter. Etwas Vergleichbares habe zumindest ich noch nicht in einem Notebook gesehen. Wäre bislang auch relativ witzlos gewesen, denn Microsoft Windows 7 unterstützt maximal 144 dpi, erst Windows 8 wird diesen Umstand beheben.

Übrigens, Apple hat mittlerweile eine deutschsprachige FAQ zum Thema Retina-Display herausgegeben. Aber natürlich gibt es bislang eigentlich keine Gründe, ausser den von mir genannten, sich ein solches Gerät mit einem solchen Display zu kaufen. Denn man kann diese vollen 220 dpi eigentlich gar nicht voll genießen. Text? Hochaufgelöste Bilder? Alles kein Problem! Um die Retina-Auflösung zu unterstützen, müssen zum Beispiel die Programme angepasst sein. Bislang hat Apple das eigene Portfolio angepasst, andere Programme, wie das von mir genutzte Photoshop Elements 10, hingegen erscheinen grobpixelig, was einfach unschön ist.

Man stelle sich vor, man schaut sich einen Videofilm von geringer Auflösung auf einem großen TV an, alternativ kann man einfach mal einen Screenshot von einem Programm machen und diesen um wenige Prozentpunkte vergrößern, dann hat man den von mir beschriebenen Effekt. Ebenfalls betroffen ist das Internet, die oftmals genutzten Grafiken leiden an einer Unschärfe, da deren geringe Pixelanzahl nun genauer dargestellt wird, was für Unschärfen sorgt. Von daher kann man eigentlich sagen: wartet mit dem Kauf eines solchen Displays, bis dieses breit in der Welt von Windows und Co angekommen ist.

Denn es ist so: vergleicht man das jetzige Retina-Display mit den herkömmlichen, dann liegt das Retina-Display unschlagbar weit vorne – wenn das zu betrachtende Material stimmt. Und eben dies ist noch nicht wirklich gegeben. Bald wird diese Technologie normal sein, da wird kein Hahn mehr nach krähen. Es ist wie der Sprung von der Röhre zum Flachbildschirm. Irgendwann Standard. Doch bis dato dauert es noch. Hochauflösende Webseiten und Anwendungen (Diablo 3 unterstützt es bereits) erfordern viel Arbeit und auch wesentlich mehr Bandbreite. Das Display fordert eine Weiterentwicklung des Webs heraus. AnandTech hat das Display mal durchgemessen und festgestellt: Spitzenklasse, wenn auch die ASUS UX-Reihe zu begeistern weiss, von der ich bereits berichtete.

Gibt es ein Fazit? Schwer zu sagen. Ich kann das Gerät aufgrund des Displays nicht mit anderen Laptops vergleichen. Sofern Anwendungen & Co das geniale Display unterstützen, ist dies unschlagbar. Für mich, als visueller Mensch, sind niedrig auflösende Grafiken nicht so schön, in Sachen Text habe ich nichts besseres gesehen.

Dennoch gibt es für mich keinen Grund, euch das Gerät zu empfehlen, wenn ihr es euch “nur so” kaufen wollt. Wer eh umsteigen oder aufrüsten will, der sollte vorher gut ausprobieren: kann ich mit dem momentanen Umstand leben – eben, dass die Grafiken in Anwendungen und im Web nicht so klar dargestellt werden, wie gewohnt? Ist dieses Display den Preisunterschied wert? Über die Leistung brauchen wir nicht reden, das Ding ist bestens ausgestattet mit i7 & Co. Doch dem Preis von ab 2279 Euro stehen halt die günstigeren MacBooks entgegen und natürlich die vielen, vielen Ultrabooks, die man so momentan in der Preisspanne von 1199,- bis zu 1699,- finden kann – wenn auch ohne Retina-Display.

Dieser Bericht ist nicht als Kaufempfehlung gedacht, sondern lediglich zu euren Informationszwecken, was das Gerät auf mich für einen Eindruck hinterlassen habt. Und da ihr ja Freunde der ehrlichen Worte seid, die könnt ihr gerne bekommen: ja, das Ding ist natürlich schweineteuer. Aber ich habe nun beides gesehen, das alte Display und das neue Retina-Display. Es ist, trotz der oben beschriebenen Tatsachen, das beste Display, welches ich kenne.

Schaue ich nun auf andere Notebooks, so sind diese ok, doch an die Qualität der Schrift & Co kommt meiner Meinung bislang nichts ran. Das Retina-Display verpackt Apple in gewohnt qualitativ hochwertige Materialien, die das Gerät mit zum Besten auf dem Markt machen. Hätte ich es mir gekauft, hätte ich nicht eh aktualisieren wollen? Nein, auf keinen Fall, ich hätte lieber zu einem ultraportablen 13,3 Zoll MacBook mit Retina-Display gegriffen. Kritikpunkte? Mittlerweile gehen immer mehr Hersteller zu fest verlötetem RAM und verklebten Akkus über, sodass wir Endanwender fertige, nicht umrüstbare Geräte bekommen. Das MacBook fällt mit in die Kategorie “wenig bis gar nicht selber zu reparieren” - iFixit hat dazu alle Infos.

Fragen? Fragen! Was würde Frankie aus Bang Boom Bang! sagen? 2768 Worte echte Gefühle ;)

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Über den Autor: caschy

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