Mein Rücktritt

5. März 2007 Kategorie: Privates, geschrieben von: caschy

preferences-desktop-accessibility(Bremerhaven/Dortmund) Am heutigen Montag, den 05.03.2007 erreichte uns um 15:30 Uhr die folgende Nachricht: Carsten Knobloch tritt von der Fussballbühne ab. Der allseits bekannte und beliebte (“die Axt von Dortmund-Nord” und “Ballholer der Reserve”) Spassfussballer hängt die Fussballschuhe an den Nagel. Niemals mehr wird man den geschmeidigen 100 Kilo Vorzeigeathleten über den Kunstrasen des “La Ola Fussballcenters” gleiten sehen.

Watt scheinbar humoristisch dahingeschrieben ist, hat einen ernsthaften Hintergrund. Nämlich mein linkes Knie. Hatte ja schon 1997 ne etwas grössere OP am Knie – vorderes und hinteres Kreuzband komplett raus, Meniskus- und Knorpelschaden usw. Künstliches Kreuzband habe ich nicht genommen, da ich einen sehr gut trainierten Oberschenkel zu diesem Zeitpunkt mein Eigen nennen konnte.

Bin ja letztes Mal locker joggen gegangen. Für ein Knie ohne Bänder natürlich ne Belastung. Die bekam ich ja in den darauffolgenden Tagen in Form von Schmerzen zu spüren. Jeden Tag Schmerztabletten und es ging – bis Samstag.

Heute beim Orthopäden gewesen. Dieser hat sich dann meine Vorgeschichte durchgelesen und meine Röntgenbilder kritisch begutachtet. Und ohne Scherz – der erste themenbezogene Satz hatte folgenden Wortlaut: “Watt halten Sie von einem künstlichen Kreuzband?” Horrorvisionen gingen durch meinen Kopf. Bilder von Menschen, die auf Fußballen laufen, weil sich die Bänder erst “einleben” müssen. Wochen verschwendeter Lebenszeit, die ich in Wartezimmern irgendwelcher Physiotherapeuten verbringe. Niemals.

Tja, ohne künstliches Kreuzband heisst es: Oberschenkelmuskel aufbauen – ohne Belastungssportarten. Schwimmen und Radfahren wäre wohl richtig. Kann ich mit leben. Während ich früher keinen Deut auf Gesundheit gegeben habe, achte ich da mittlerweile sehr drauf.

Diese Woche heisst es für mich: vier Tabletten täglich und nicht viel rumlaufen. Tja, fussballtechnisch nur noch Pro Evolution Soccer, Fussball Manager und beten, dass Borussia mal besser spielt.

Und so schliesse ich mit den Worten: “…und wenn wir schon nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt.”

Über den Autor: caschy
Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac und Hausmeister dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING und YouTube.

5 Kommentare

silly 5. März 2007 um 16:50 Uhr

ach caschy, schlimmer wre es doch, wenn du hobbymig wirklich leistungstechnisch sport betreiben wrdest, oder? was soll ich denn sagen? ich kann und darf eigentlich nix machen! und?? ichprobiere trotzdem mal aus (zB Quadfahren durch die Wste)und ich denke mein behandelner Orthode wrde die Hnde berm Kopf schlagen, wenn er das wte. Also mach das, was noch geht. Und vor allenDingen: hr auf deinen alten Krper! Kopf hoch!

Nadine 5. März 2007 um 20:28 Uhr

Gut, dass du da jemanden kennst, der dir das richtige schwimmen zeigen kann!!! :whistle:

Bekommen wir dann nun ein Anrecht auf Behindertenparkpltze :tongue:

Tim 5. März 2007 um 22:57 Uhr

Oh man… Dich hats ja echt dicke erwischt. :sad:
Tut mir echt leid fr dich…

Christina 6. März 2007 um 18:23 Uhr

Wie unangenehm… Dann hoffe ich mal, dass es bald wieder besser geht.

Ich drcke auf jeden Fall ganz doll die Daumen!



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