Mein Kommentar zum Google Chromebook Pixel

22. Februar 2013 Kategorie: Google, Hardware, Mobile, geschrieben von: caschy

Gestern erschien es also. Das Chromebook Pixel. Von Google und mit Googles Betriebssystem: Chrome OS. Meine Meinung zu älteren Versionen von Chrome OS? Keine gute, bekam man bislang lediglich einen Browser und ein paar Web Apps in die Hand gedrückt. Absolut unbrauchbar für mich. Für Schulen und Unis vielleicht spannend, wenig bis kein Wartungsaufwand und das meiste kann via Web damit erledigt werden.

Chromebook Pixel

Hinzu kam die Kostengünstigkeit der verfügbaren Chromebooks. Die Dinger konnten wenig und kosteten wenig. Natürlich merkst du den Unterschied, ob du ein Notebook für 300 Dollar oder für 1300 Dollar in der Hand hast! Für 300 Dollar gibt es halt ein Gehäuse, dass man mit viel Augenzwinkern als Polycarbonat-Imitat bezeichnen kann. Logo! Und nun kam gestern das Chromebook Pixel auf den Markt, überraschte erst einmal mit dem ungewöhnlichen Displayformat 3:2 und dem Preis, der mal eben satte 1300 Dollar beträgt.

Die Reaktionen im Web waren gespalten, die Tendenz ging von “viel zu teuer, kann nichts” über “Steve Jobs rotiert lachend in seinem Grab” bis hin zu “ganz interessant, aber zu teuer”. Alles Analysten und Technik-Experten in diesem Netz. Ist mittlerweile wie beim Fußball. In Deutschland haben wir über 80 Millionen Bundestrainer und jeder kennt den Schlüssel zum Erfolg.

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Die Wahrheit ist: Chrome OS holt auf und ich denke, dass dies viele Leute nicht mitbekommen. Ich habe das täglich im Auge, schreibe oft über die Neuerungen und behaupte, dass ich mir da ein klein wenig Meinung erlauben darf. Bei Google legt man eine Geschwindigkeit an den Tag in Sachen Chrome OS, dass es eine Freude ist, dabei zuzuschauen. Hatte man früher nur den Browser, so findet man hier nun schon eine Art Taskbar vor, Fenster und einen App Launcher.

Seit gestern können Apps sogar Sprachbefehle entgegen nehmen, wenn die Entwickler diese Funktion implementieren. Ebenfalls können Apps mittlerweile Offline-Funktionalitäten haben, dies war ein Punkt den ich immer kritisierte. Dämmert es? Chrome OS und die Apps lassen sich auch offline nutzen. Noch besser: die Apps synchronisieren sogar zwischen euren anderen Rechnern. Alles! Einstellungen, Dokumente – stellt euch mal vor, Microsoft wäre mal vorher auf diese Idee gekommen.

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Auch wenn das Chromebook Pixel, welches wir gestern sahen, sicherlich nicht das Gerät ist, welches wir uns kaufen: es zeigt, wohin die Reise geht. Es war eine Art Konzept, ein Experiment. Google kann nicht nur Chrome OS auf Plastikbomber von Dritt-Herstellern klatschen, man kann auch Premium.

Das, was wir gestern gesehen haben, ist der größte Albtraum von Microsoft. Ein Monster unter dem Bett, welches sich auf kurz oder lang eine Plattform wie Windows RT schnappen wird und diese nichtig macht.

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Denkt doch mal drüber nach: Chrome OS hat schon lange eine Möglichkeit per Touch bedient zu werden – ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass viele ein schickes Chromebook, vielleicht einem Hybriden mit abnehmbarer Tastatur schon heute einem Microsoft Surface RT vorziehen würden.

Wenn ihr das anders seht: gerne kommentieren.

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Über den Autor: caschy

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57 Kommentare

Wolfgang 23. Februar 2013 um 08:38 Uhr

Leute, das Chromebook Pixel ist ist der Anfang der Data Presenter, mehr braucht kein Mensch in der Zukunft.

max 23. Februar 2013 um 09:26 Uhr

Je mehr ich mir das ‘Ding’ anschaue, desto mehr will ich es haben!!! Wenn’s unter tausend fällt ist mir! Ich fang schon an zu sparen… ;)

svenp 23. Februar 2013 um 10:23 Uhr

Hallo, wir nutzen Chromebooks als Thinclient. Das OS bootet in Sekunden und bringt openvpn mit. Darüber starten wir eine Citrix Session.
Das Book kostet ca. 300 Euro hat eine Akkulaufzeit von über 8 Stunden. Nach dem wieder aufklappen ist es es sofort wieder einsatzbereit. Es hat ein mattes Display und UMTS an board.
APPS? Wofür?
Für viele Dinge reicht einfach der Browser und die Webanwendungen werden immer mehr.

Das Oben vorgestellte Book ist chic aber völlig fehl geplant. Google hätte lieber ein Book mit 20 Stunden Laufzeit vorstellen sollen. Laufzeit ist immer noch das was den Geräten am meisten fehlt.
Ein mattes touch screen wäre ja auch mal ein Highlight gewesen.
Aber das sind scheinbar Dinge die kein Hersteller kann, oder muss Apple erst wieder allen zeigen wie das geht.

Guest101 23. Februar 2013 um 17:49 Uhr

Naja finde ich schon interessant das Thema. Ähnelt stark dem ThinClient- Prinzip. Am Rechner A eine Doku schreiben und am Rechner B weiter machen. Leistungen für die wirklich wichtigen CPU/GPU-Lastigen Anwendungen werden nicht mehr auf dem Client ausgeführt. Man hat überall sein Zeug (Daten / Applikation) und muss sich nicht wirklich gedanken um die Hardware machen. Google geht seinen Weg und wird auch noch einige Dienste im Google-Universum konsolidieren. Aber sie machen Ihre Hausaufgaben und werden sicherlich ganz vorne mit dabei sein, wenn es heisst: Bitte her mit Euren Daten :-)

xtraa 25. Februar 2013 um 16:29 Uhr

Ich seh das etwas anders, aber nicht viel: Das ganze Sub- und überhaupt Notebookgeraffel wird in den kommenden Jahren komplett verschwinden, genauso wie Office-Desktops. Nischen, die bleiben: Gamer, Renderfarmen, Server, Entwickler.

Was tritt an die stelle? Gehäuse für multikern-Smartphones mit nem Monitor dran, Touch oder nicht. Also Dockingstationen mit Display und ggf. Tastatur drumrum.

Chrome OS wird nicht dabei sein. Alles bleibt beim Alten: Wir haben Ubuntu, Win Mobile 8, iOS und Android. Alles was ich da noch ändert, ist ein anwenderfreundlicher Zugriff auf die Dateioberfläche, aber selbst das ist kein Muss, außer für Entwickler.

Alexander 5. März 2013 um 18:01 Uhr

Wieso müssen alle nur das Apple Designe kopieren? Fällt denen nichts mehr ein oder wie? :-)


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