Media Markt und Saturn liefern ab Februar per Taxi

27. Januar 2014 Kategorie: Hardware, Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Während die Paketzustellung per Drohne noch Zukunftsmusik ist, starten Media Markt und Saturn im Februar mit ganz reellen Auslieferungsmethoden. Die Zustellung soll per Taxi erfolgen. Verantwortlich dafür ist das Startup hinter der MyTaxi-App. Das in Hamburg durchgeführte Pilotprojekt verlief erfolgreich, sodass ab Februar MyTaxi Delivery bundesweit angeboten wird. Für Taxifahrer soll es als Zusatzgeschäft dienen, die Händler legen die Preise für die Express-Lieferung selbst fest. Allerdings sollen die Kosten nicht höher sein, als bei Zustellung per Express-Kurier, mit einer Stunde Lieferzeit soll es aber deutlich schneller sein.


Klingt erst einmal sehr praktisch, sowohl für die Taxifahrer, als auch für den Kunden. Einen berechtigten Einwand wirft allerdings ein Kommentator der Wirtschaftswoche ein. In Köln bietet die Taxizentrale einen solchen Service anscheinend schon seit Monaten an – und anscheinend wenig erfolgreich. Auch der Einwand, dass Taxifahrer sich in die Abholschlange bei den Elektronikmärkten einreihen müssen und die Waren gegebenenfalls zum Kunden in die Wohnung tragen müssten, hat etwas realistisches, auch wenn ich nicht sagen kann, wie vor allem die Abholung geregelt ist.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es für den ein oder anderen Taxifahrer eine gute Sache ist, ebenso wie es für zahlreiche Kunden ein willkommener Service sein kann. Ob es allerdings auf Dauer gut geht und Taxifahrer den Kurierdiensten Konkurrenz machen können? Fraglich. Vielleicht sollten UPS und Co künftig auch Mitnahmegelegenheiten bieten, so während einer Auslieferungstour, für Kurzstrecken. Letztendlich wird es der Markt entscheiden, ob so etwas zukunftsfähig ist oder nicht. Würdet Ihr Euch Waren per Taxi liefern lassen?



Quelle: WiWo |
Über den Autor: Sascha Ostermaier

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18 Kommentare

Alex 27. Januar 2014 um 18:32 Uhr

Da fahre ich lieber selber mit dem Taxi zum MM oder Saturn. Kommt man bestimmt günstiger weg.

Christoph B. 27. Januar 2014 um 18:34 Uhr

Wieso nicht: gibt ja immer mal wieder Situationen in denen es sehr schnell gehen muss und man nicht die Möglichkeit hat selbst zu fahren.

Mark 27. Januar 2014 um 18:41 Uhr

Na ja, bevor ich die Droschke aus der Garage hole, mich durch den Stadtverkehr quäle und mich dann noch um die drei Parkplätze beim hiesigen Media Markt streiten darf lass‘ ich mir die Ware doch lieber per Taxi bringen. Natürlich nur „Kleinkram“, Fernseher, Waschmaschine, Kühlschrant, etc. ist was für den „richtigen“ Lieferdienst.

nydoria 27. Januar 2014 um 18:44 Uhr

IP6 in der 128GB Variante per Taxi liefern lassen. #YOLO

Thomas 27. Januar 2014 um 18:50 Uhr

Das es in Köln wenig erfolgreich ist, mag daran liegen das es nicht wirklich bekannt gemacht worden ist. Ich höre als Kölner zum beispiel jetzt zum ersten Mal davon. Und ansonsten ist der Taxi Ruf eigentlich immer sehr offensiv was solche Sachen angeht.

Thomas 27. Januar 2014 um 18:51 Uhr

Also Leute, ich wohne in Kölle, aber dieser Service unserer Taxi-Genossenschaft ist vollständig an nir vorbeigegangen. Anders übrigens als das Hamburger Pilotprojekt. Und während ich bei Nutzung des lokalen Taxirufs nicht unbedingt selten Fahrer aus verschiedenen Arschlochkategorien (ganz vorne: „Die Türken machen uns das Geschäft kaputt“-Nazis und „Ich fahr nen schnelleren Weg“-Umwegfahrer) kennenlernen darf, ist es bei MyTaxi eher umgekehrt: Da sind die Arschlöcher in einer ziemlichen Minderheit. Ich würde mir also gerne meinen neuen Laptop auf diese Weise liefern lassen – wenn die Kosten stimmen. Grundsätzlich aber eine spannende Idee.

Leif 27. Januar 2014 um 19:13 Uhr

Interessant wäre wie unkompliziert es für die Fahrer wäre. Ich könnte mir vorstellen dass diese dann noch einen zusätzlichen Versicherungsschutz benötigen um Wertgegenstände transportieren zu dürfen?

raggax 27. Januar 2014 um 19:36 Uhr

Wertvoller als n Mensch kann son elektronisches Gerät auch nicht sein 🙂

Thomas 27. Januar 2014 um 19:46 Uhr

Denke mal, die Versicherung ist kein großes Problem, Botenfahrten bieten ja viele Taxiunternehmen jetzt schon an.

Jannewap 27. Januar 2014 um 20:06 Uhr

Kommt auf einen Versuch an. Ich finds gut und für die Taxifahrer ist das sicher ein gutes Zubrot. Besser als in der Reihe zu stehen und auf den Tod zu warten ist es allemal.

Dirk 27. Januar 2014 um 20:35 Uhr

klaro. wenn wichtig darfs auch teurer sein. der taxifahrer muss auch nicht warten oder sich anstellen wenn es der markt richtig organisiert. taxi meldet sich vor der türe telefonisch unter festgelegter spezialnummer, mitarbeiter trägt ware raus. saturn-mc-drive

Sascha W. 27. Januar 2014 um 21:35 Uhr

Endlich mal ein realistischer Ansatz für die rasche Lieferung.
Auch wenn das alles andere als neu ist. Meine beiden Stammfahrer liefern mir seit Jahren alles heim, wenn ich die Frage: Kippen, Alk, BigMäcs uvm. – warum in Zukunft nicht auch meinen Elektroschrott.

Allerdings ist das mit der Versicherung und der Haftung sicherlich eine nicht zu unterschätzende Sache, da der Taxiunternehmer ja kein Frachtgutführer im klassischen Sinn ist…

abbacus81 28. Januar 2014 um 01:38 Uhr

Mehr Akademiker in Brot zu bringen ist eine noble Sache.

ulkfisch 28. Januar 2014 um 11:13 Uhr

„Mehr Akademiker in Brot zu bringen ist eine noble Sache.“

Hehe, aber ich habe nicht vor, diesen (Scheiß-) Job nochmal zu machen. Davon abgesehen waren Kurierfahrten auch schon vor 15 Jahren, als ich selbst Fahrer war, völlig normal.

Mike 28. Januar 2014 um 11:26 Uhr

@Sascha: Du schreibst „Einen berechtigten Einwand wirft allerdings ein Kommentator der Wirtschaftswoche ein“. Welchen denn? Weder in deinem Text noch im verlinkten Artikel konnte ich einen Einwand herauslesen der die Thematik betrifft..?

Sascha Ostermaier 28. Januar 2014 um 11:33 Uhr

@Mike: Vielleicht einfach noch einmal lesen? Ich nenne sehr wohl die Einwände und auch der Kommentar bei der WiWo ist dort zu lesen. Weiß ehrlich gesagt gar nicht, was Du meinst.

Mike 28. Januar 2014 um 11:49 Uhr

@Sascha, es ist vermutlich einfach nicht ganz rund geschrieben. Im Artikel selbst ist kein „Einwand der WiWo“ (auch nach mehrmaligem lesen nicht). Ich gehe davon aus, dass du tatsächlich den Kommentar eines Lesers unter dem Artikel meinst. Dann hättest du aber auch den direkten Link verwenden einfügen können (http://www.wiwo.de/unternehmen.....70259c691c).

Zur Thematik selbst: Der Markt wird es regeln (und vermutlich nicht zugunsten von MyTaxi).




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