McAfee Labs stellt erneuten Gefahrenanstieg für mobile Geräte fest

21. August 2013 Kategorie: Android, Backup & Security, Mobile, geschrieben von:

Während ich die Überschrift schrieb, stellte ich mir eine Schulklasse vor, die dem Lehrer brav die Antwort auf die Frage gab, wer denn immer die Gefahrenmeldungen für mobile Geräte schreibt. Die Klasse antwortet: natürlich die Hersteller von Schutzsoftware! Richtig. Sie partizipieren von Sicherheitslücken und der Angst der Verbraucher, denn so können sie ihre Sicherheitssoftware besser an den Mann bringen. Mein Rat an Android-Nutzer? Hirn anschalten und Software nur aus offiziellen Quellen, zum Beispiel dem Google Play Store laden.

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Hier ist man unter Umständen nicht zu 100 Prozent sicher, aber die Gefahr dürfte auf ein Minimum beschränkt sein, wenn man vielleicht noch ein Auge auf App-Bewertungen und abgefragte Rechte wirft. Aber kommen wir einmal zum McAfee Threats Report. Die Forscher der McAfee Labs stellen fest, dass auf Android basierende Malware um 35 Prozent angestiegen ist. Dieses Wachstum wurde seit Anfang 2012 nicht mehr erreicht und durch die anhaltende Verbreitung von SMS-stehlender Banking Malware, betrügerischen Dating- und Entertainment-Apps, Apps zum Zweck des Datendiebstahls (Weaponized Legitimate Apps) sowie als nützliche Anwendungen getarnte maliziöse Apps begünstigt.

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Zudem zählt McAfee Labs im zweiten Quartal doppelt so viel neue Ransomware als im ersten Quartal 2013. Damit übersteigt die Anzahl der gefundenen Ransomware-Varianten im Jahr 2013 schon jetzt die aller zusammengerechneten Funde der vorhergehenden Perioden. Ransomware ist zum Beispiel dieser Trojaner, der gerne mal Windows PCs befällt. Er verschlüsselt Dateien und gibt diese nur nach Lösegeldzahlung heraus. Auch gibt es Schädlinge, die den Browser und damit den Zugang zu Facebook und Co sperren.

Im zweiten Quartal wurde auch ein 16-prozentiger Anstieg verdächtiger URLs und ein 50-prozentiger Anstieg digital signierter Malware festgestellt. Zudem wurden beträchtliche Vorfälle in den Bereichen – Cyber-Attacken und Spionage erkannt, inklusive mehrfacher Attacken auf die globale Bitcoin-Infrastruktur sowie Ereignisse aus Operation Troy Netzwerk-Angriffen auf amerikanische und südkoreanische Militäreinrichtungen.

Interessant: Der Anstieg an verdächtigen URLs im zweiten Quartal zeigt, wie wichtig infizierte Seiten als Verteilungsmechanismus für Malware sind. Ende Juni zählte McAfee die Gesamtzahl auf 74,7 Millionen URLs, was einem 16-prozentigen Wachstum im Vergleich zum ersten Quartal darstellt – und Deutschland ist beim Hosting dieser URLs vorne mit dabei.

Also: Augen auf, Hirn an!


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