Matthias Schweighöfer als Virenschleuder der anderen Art

1. Oktober 2015 Kategorie: Internet, Spass muss sein, geschrieben von:

150929 Intel Security - Infografik - Die gefährlichsten PromisMatthias Schweighöfer zählt hierzulande spätesten seit „Soloalbum“ aus dem Jahr 2003 zu den bekanntesten deutschen Schauspielern. Zuletzt machte er in der bei Publikum und Kritikern gefloppten Komödie „Der Nanny“ eher negativ auf sich aufmerksam. Das tut der Beliebtheit des Darstellers insgesamt keinen Abbruch, was auch Hacker für sich ausnutzen. So ist Schweighöfer laut einer Untersuchung von Intel Security der „gefährlichste deutsche Promi im Internet“. Denn bei über 12 % der Suchanfragen nach „Matthias Schweighöfer“ landen die Nutzer sehr wahrscheinlich auf einer Website, die mit Viren und / oder Trojanern verseucht ist.

Damit wird Matthias Schweighöfer also im Internet ungewollt zur Virenschleuder der anderen Art: Fans des Promis, die nach Informationen gieren, handeln sich allzu leicht Malware ein. Letztes Jahr rangierte übrigens noch Träller-Dame Sarah Connor auf Platz 1. Suchen nach der Sängerin führten am häufigsten zu gefährlichen Websites, welche Freunden der Pop-Musik Viren und Trojaner unterjubeln wollten. Mittlerweile ist Connor aber auf Platz 3 abgerutscht. Der „zweitgefährlichste Promi“ ist Til Schweiger, der mit „Honig im Kopf“ zuletzt an den Kinokassen deftig abräumte. Das oft nach Schweiger gesucht wird, dürfte aber auch an seinem kontrovers diksutierten Umgang mit der aktuellen Flüchtlings-Thematik liegen.

150929 Intel Security - Infografik - Die gefährlichsten Promis

Jedenfalls landet man laut Intel Security mit einer Wahrscheinlichkeit von 12 % auf einer Website mit bösartiger Malware, wenn man nach Schweighöfer sucht – 11 % sind es beim guten Schweiger. Nach Connor mit 10 % folgen Dauerbrenner Claudia Schiffer, Elyas M’Barek aus „Fack Ju Göhte 2“, Tennisspieler Boris Becker, Schlager-Röhre Helene Fischer, Moderatorin Barbara Schöneberger, Witzbold Stefan Raab und auf Platz 10 Topmodel-Sucherin Heidi Klum. Ob es nicht vielleicht sogar eine sinnvolle Maßnahme ist, wenn man vorm Suchen nach den genannten Damen und Herren durch Trojaner und Viren abgeschreckt wird, ließe sich lange diskutieren. Das bleibt aber freilich Geschmackssache.

Es ist allgemein natürlich nichts Neues, dass Hacker die Beliebtheit von Schauspielern, Musikern und anderweitigen Promis für ihre Zwecke ausnutzen. Oft landen die Suchenden übrigens gerade bei der Fahndung nach illegalen Downloads oder Streams, etwa zum neuesten Album des Lieblings-Musikers oder einem aktuellen Kinofilm, auf den Websites mit Malware. Klar, denn wenn ein fesches Nacktbild von Mattthias Schweighöfer winkt, schaltet sich der Verstand beim Googeln ab. Schwupps, wird der Link ohne Überlegung angeklickt.

Jedenfalls suggerieren die oft zusammenhängenden Suchen der Promi-Namen mit Wörtern wie „Bild“, „Video“ und „Download“ jene Gedankengänge bei Fans. Der beste Schutz liege laut Intel Security deswegen auch nicht in Virenscannern und Firewalls, sondern einfach in gesundem Menschenverstand bzw. Misstrauen. Dann ist auch die Suche nach Matthias Schweighöfer, Til Schweiger und Helene Fischer gefahrenlos – zumindest für die Sicherheit des eigenen PCs.


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Über den Autor:

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