MasterCard möchte alles zur digitalen Geldbörse machen

27. Oktober 2015 Kategorie: Mobile, Wearables, geschrieben von:

artikel_mastercardMasterCard hat ein neues Programm vorgestellt, das Bezahlungen noch flexibler gestalten soll. Anstatt die Zahlungen über Kreditkarten oder Smartphones abzuwickeln, sollen praktisch alle Gegenstände zum Zahlungsmittel werden können. Das Programm baut auf die beiden bereits bestehenden Programme MDES (MasterCard Digital Enablement Service) und Express (Digital Enablement Express) auf. So sollen beliebige Geräte, Wearables oder Accessoires als Zahlungsmittel dienen können. Entwickelt wurde die entsprechende Technologie in Zusammenarbeit mit NXP und Qualcomm. Eine große Rolle spielt dabei auch Capital One Wallet.

Für die neue Technologie gibt es auch bereits Prototypen. Autoschlüssel von GM, einen Ring von Ringly und Nymi, ein Armband, das die Payment-Funktion übernimmt. Zu sehen sind diese drei Gadgets in oben eingebundenem Video. Es soll auch gar nicht mehr so lange dauern bis die neue Technologie eingesetzt wird. Bereits 2016 soll es Lösungen in den USA geben, andere Märkte werden allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt bedient. Für die nötige Sicherheit sorgt das Token-System, das keine Kreditkarteninformationen direkt überträgt, wenn eine Zahlung erfolgt.

Wenigstens stehen in Deutschland langsam auf Zeichen Mobile Payment. Ein großer Schritt in diese Richtung war die Kreditkartenakzeptanz großer Discounter. Hier den nächsten Schritt zu gehen und die Bezahlung auch abseits einer „Karte“ zu akzeptieren, ist da eigentlich nur noch eine kleine Hürde. Mein Lieblingssupermarkt führte dieses Jahr beispielsweise SB-Kassen ein, die auch Kreditkarten akzeptieren. Seit letzter Woche kann man hier nun auch kontaktlos bezahlen, wenn man eine entsprechende Karte mit NFC besitzt. Es ist also nicht so, als wären es hierzulande unbedingt die Geschäfte, die unwillig sind, neue Methoden für den Kunden anzubieten.

(Quelle: MasterCard)

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