Mach mit! So startet man den digitalen Frühjahrsputz

30. März 2014 Kategorie: Backup & Security, Internet, geschrieben von: caschy

Der Frühling ist da, die Sommerzeit ist ebenfalls eingeläutet. Gartenmöbel kommen nach draußen und der Grill leistet Akkordarbeit. Vorher, da machen viele den Frühjahrsputz. Einmal ordentlich Dinge erledigen, die vielleicht liegen geblieben sind. Sollte man vielleicht auch mal digital machen, denn im Laufe der Zeit sammeln sich Apps und Dienste an, die man doch eigentlich gar nicht mehr nutzt.

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Warum weiterhin bei Diensten angemeldet bleiben, die man nicht nutzt? Sind diese toten Accounts nicht unter Umständen sogar ein Sicherheitsproblem, lagern doch mindestens Mail-Adresse und Passwort bei fremden Diensten? Mein Schritt ist das Deaktivieren oder Löschen von Account, die ich nicht mehr nutzen will.

Klout ist einer dieser Dienste, die bei mir dran glauben mussten. Hier werden Nutzer nach Social Media-Aktivitäten bewertet, wer besonders aktiv bei Instagram, Facebook, Twitter und Co ist, als Influencer gilt, der bekommt halt Punkte. Wow! Interessant, aber für mich persönlich unnütz, sodass ich das Konto einstellte.

Viele Dienste verstecken natürlich aus gutem Grunde die Möglichkeit, Konten zu deaktivieren, oder zu löschen. In der Vergangenheit ging ich so vor, dass ich Daten löschte und Mail-Adresse und Passwort bei betreffendem Dienst dahingehend änderte, dass der Account für mich selber nicht mehr nutzbar ist.

Aber es geht auch anders und wer jetzt der Meinung ist, er müsse Accounts löschen, der sollte mal einen Blick auf die Seite Justdelete.me werfen. Großartige Seite, die unfassbar viele Dienste inklusive den direkten Link zu den Lösch-Einstellungen eines Accounts bietet.

Ebenfalls gibt es Bewertungen, wie schwer eine Account-Löschung ist, denn manche Dienste lassen eine Account-Löschung nur via Mail an den Support zu. Die Seite bietet euch eine Chrome-Erweiterung an, über diese habt ihr auf eingetragenen Seiten immer einen schnellen Zugriff auf die Account-Löschung, sofern vorhanden. Damit habt ihr schon die halbe Miete, wenn es um die ungenutzten Accounts geht. Glaubt mir, das sollte man wirklich ab und an machen.

Ein weiterer Blick sollte auf die verbundenen Apps gehen, die ihr bei verschiedenen Diensten einsetzt. Ich selber prüfe regelmäßig verbundene Apps, kenne aber viele Menschen, die nicht darauf achten. Da werden zahlreiche Apps mit Facebook, Twitter und Co verbunden, dann aber wieder vergessen. Schlimm: oftmals haben diese Apps Zugriff auf eure Daten und man füttert munter weiter. Von daher empfiehlt sich immer der regelmäßige Blick, alternativ der digitale Frühjahrsputz – heute!

Google: Verbundene Geräte und Apps findest du hier. Google listet nicht nur Apps und Geräte, sondern teilt auch mit, in welchem Umfang die Dienste Zugriff auf eure Daten haben. Nutzt ihr die Zwei-Faktor-Authentifizierung, dann findet ihr hier die Anwendungsspezifischen Passwörter, die man bei Nichtgebrauch auch löschen sollte.

Twitter: Twitter bietet ebenfalls die Möglichkeit, das Konto in anderen Diensten und Apps zu nutzen, sodass zumindest bei mir hier eine stattliche Auswahl zusammenkam. Auch in die Twitter-Apps solltet ihr schauen, da hat sich bestimmt einiges angesammelt.

Dropbox: Der Onlinespeicher bietet Apps die Möglichkeit, direkt mit dem Speicher zu kommunizieren. So können zum Beispiel Apps direkt in die Dropbox speichern. Autorisierte Apps und Geräte lassen sich über die Sicherheitsseite einsehen. Auch hier gilt: weniger ist mehr.

Box: Auch ein Cloudspeicher, der ähnlich Dropbox arbeitet und Dritt-Apps Zugriff auf den Speicher erlaubt.

Facebook: das Social Network ist traditionell Ort vieler verbundener Apps, denn unzählige Dienste nutzen bereits einen Facebook-Login. Das ist natürlich super praktisch, aber sofern man diese Dienste verlässt, sollte man sich auch aus der App-Seite bei Facebook werfen.

Google+: auch hier lassen sich Apps finden, die auf Informationen zugreifen können. Das können unter anderem auch Spiele sein, die auf Google Play Games zugreifen, oder aber auch Apps, die den Google-Signin nutzen.

Microsoft: Apps greifen logischerweise auch auf das Microsoft-Konto zu, da dieses mittlerweile als Authentifizierungsmittel genutzt werden kann. Einen Überblick über eure Daten, beziehungsweise die verbundenen Apps erhaltet ihr hier.

Foursquare: das Location Based Network kann ebenfalls mit Diensten oder Apps verbunden werden, sodass auch hier den Nutzern ein Blick angeraten ist.

Instagram: Fotos von A nach B schicken und natürlich könnt ihr auch Apps mit Instagram verbinden. Muss das sein? Könnt ihr hier überprüfen.

LinkedIn: das Karriere-Netzwerk kann sich ebenfalls mit Apps verbinden lassen.

Yahoo: Unter dem Punkt Anwendung und Sicherheit könnt ihr mit Yahoo verknüpfte Apps und Dienste einsehen und auf Wunsch deaktivieren.

Flickr: Auch Yahoos Foto-Netzwerk bietet Sharing, App-Integration und Co an. Was alles Zugriff hat, seht ihr hier.

IFTTT: Wenn dies – dann das. IFTTT verknüpft Dienste miteinander. Heißt: hier gibt es jede Menge aufzuräumen, sofern man den Dienst viel nutzt oder nutzte.

Dies ist nur eine kleine Auswahl an Diensten, die sich mittels Apps erweitern lassen – wichtig ist halt, dass ihr vielleicht ein Auge drauf habt und nicht die ganzen Account-Leichen und -Apps mit euch herumschleppt, da hier potentielle Gefahren lauern. Tut euch doch auch gleich den Gefallen und setzt die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein, sofern sie vorhanden ist. Eine Übersicht über die Dienste und die Authentifikationsmethoden findet ihr zum Beispiel bei Two Factor Auth List.

In diesem Sinne: ich wünsche euch einen entspannten digitalen Frühjahrsputz!

Über den Autor: caschy

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