MacBook Pro mit Retina-Display und Chromebook Pixel: die leidige Pixel-Diskussion

25. März 2013 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

Eine Veränderung auf der US-Webseite von Apple regt zu Spekulationen an. Hieß es dort immer, dass es sich beim 13 Zoll MacBook Pro mit Retina-Display um das Notebook mit der zweithöchsten Auflösung (nach dem MacBook Pro Retina mit 15 Zoll) handelt, ist dort nun etwas anderes zu lesen. „High performance has never been so well defined“ heißt es dort – und es wird spekuliert, ob das Chromebook Pixel der Schuldige ist.

MacBook Retina

Dieses verteilt 2560 x 1700 Pixel auf seine 12,85 Zoll, während es das 13 Zoll MacBook Pro mit Retina-Display auf lediglich 2560 x 1600 Pixel bringt. Kurz und knapp: das Chromebook Pixel hat nominell mehr Pixel als das 13 Zoll MacBook Pro mit Retina-Display.

Für mich heißt das nur, dass Werbeaussagen überbewertet werden und dass der Vergleich von MacBook Pro zu Chromebook Pixel wie Kuchen backen zu Arschbacken ist. Denn es gibt Unterschiede zwischen einer reinen Display-Auflösung und der Pixel-Auflösung. Die reine Display-Auflösung sagt dem Benutzer erst einmal, was er so auf einem Bildschirm sehen kann – die Pixel-Auflösung ist interessant für die Schärfe und das Schriftbild.

Chromebook Pixel

Das 15 Zoll MacBook Pro mit Retina-Display bietet zwar 2880 x 1800 Pixel an, fährt aber im Retina-Display auf 1440 x 900 – bietet dir aber ein unfassbar gutes Bild, sodass du auf normalen Bildschirmen die Pixel mit Handschlag begrüßen willst. Alternativ kann man beim MacBook Pro mit Retina-Display den Retina-Modus deaktivieren und von Hand die Auflösungen ändern – und zwar nach oben!

Und das Chromebook Pixel? Das bleibt nach derzeitigem Kenntnisstand auf nominelle 1280 x 850 festgenagelt, kein Skalieren möglich. Ja, es hat mehr Pixel, kann aber durch ein Umstellen in der Anzeige nicht dazu gebracht werden, mehr anzuzeigen. Das MacBook Pro kann es – und eh noch viel mehr.

Von daher: immer entspannt bleiben und genau schauen, wenn ein Hersteller mit neuen Höchstleistungen ums Eck kommt. Oftmals verbergen sich hinter den Aussagen verschiedene Techniken, die unter Umständen nicht mit einander zu vergleichen sind. Ich hatte das Thema erst gestern in meiner HTC One-Review, als es um das Marketing-Wort PPI „Pixel per Inch“ ging.


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