MacBook Air: SSD aufrüsten und klonen

15. August 2014 Kategorie: Apple, geschrieben von:

Klassische Festplatten und SSDs passen nicht mehr in die ultraflachen, portablen MacBooks. Das MacBook Air hat einen Speicherriegel, der ein wenig an die Bauform von klassischem Arbeitsspeicher erinnert.MacBook Air 2013_007

Eine Aufrüstung ist gar nicht mal so einfach, denn wie erwähnt: die handelsüblichen SSDs passen nicht in so ein MacBook Air. Warum ich an eine Aufrüstung dachte? Ganz einfach – meine Frau hat 2011 ein MacBook Air mit 11 Zoll bekommen, die Ausgabe mit 64 GB. Das wurde ganz schön eng – obwohl ich neulich erst ordentlich Speicher freimachte. Wie ich die Speicherfresser entlarvte, zeigt dieser Beitrag.

Des einen Glück, des anderen Leid, denn mein bester Freund hatte einen Wasserschaden bei seinem MacBook Air mit 13 Zoll zu beklagen. Definitiv defekt, doch die SSD, die ist noch funktional. Da seine SSD 128 GB groß ist – die im Book meiner Frau aber nur 64 GB – kam der Wunsch nach einem Wechsel auf.

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Was sonst immer verkompliziert dargestellt wird, ist eigentlich kein großer Akt. Was man braucht? Kommt auf die Vorgehensweise an. Man kann vorab natürlich die noch verbaute SSD auf einen externen Datenträger spiegeln, danach die neue SSD einbauen und vom externen Datenträger wieder einspielen.

Hierfür reicht jede genügend große USB-Festplatte. Da mein Freund noch seine Daten retten musste, musste vorher ein externes Gehäuse für die SSD aus dem MacBook Air angeschafft werden. Kostet um 30 Euro und ist von OWC. Zu beachten ist hier: nicht alle SSDs haben den gleichen Anschluss. Für SSDs der 2010er und 2011er Generation passt dieses OWC Mercury Aura.

Gleiches gilt natürlich auch für die SSD. Hier müsst ihr schauen, welches Baujahr euer MacBook Air ist. Für die Reihe Ende 2010 bis Mitte 2011 bekommt man zum Beispiel die SATA III-Ausgabe mit 240 GB für 170 Euro.

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Eine weitere Anschaffung müsste der entsprechende Pentalobe Schraubendreher-Satz sein.Das MacBook setzt zwei Größen voraus, einmal für die Bodenplatte und einmal für die SSD. Entsprechende Sätze findet man zwischen 5 und 20 Euro bei Amazon.

Und dann? Ganz einfach – die Platte klonen. Ich habe direkt auf die externe, im Gehäuse verbaute SSD gespiegelt. Das kann immer ganz einfach machen, das OS X System lässt sich super einfach klonen, sodass auch externe USB- oder Firewire-Festplatten schnell und bootfähig einsatzbereit sind. Das Klonen kann einfach über das Festplattendienstprogramm geschehen. Hier wählt man die verbaute Partition aus und besucht den Reiter „Wiederherstellen“. Dann wählt man die alte SSD als Quelle und die neue als Ziel aus.

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Da es Nutzer gibt, die vielleicht eine etwas einfachere Variante bevorzugen, sei auch der Weg mittels Carbon Copy Cloner erwähnt. Shareware, allerdings 30 Tage voll nutzbar und damit für die meisten ausreichend.

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Hiermit lässt sich alles von der alten auf die neue SSD spiegeln, bootfähig ist das Ganze auch. Wer sich nach erfolgtem Spiegeln überzeugen will, ob der Vorgang korrekt abgeschlossen wurde, der kann in der Systemeinstellung von OS X unter „Startvolume“ die eben erstellte Spiegelung angeben und neu booten.

Und danach? Bodenplatte abschrauben, den mit einer Schraube befestigten Flashspeicher ausbauen und den neuen einbauen. Abgesehen von der Spiegelung eine Sache von 10 Minuten. Ist also kein Hexenwerk, jegliche Angst ist unbegründet.


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