Liquid Broadband: Neuer Mobilfunkanbieter möchte den Mobilfunkmarkt aufmischen

6. November 2014 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Nachdem sich Telefonica Germany und die E-Plus Gruppe zusammengetan haben, gibt es wieder Platz für einen neuen Mobilfunkanbieter in Deutschland. An dieser Position haben wir ja schon einige Firmen vermutet, so wäre es möglich, dass die Drillisch sich als vierte Mobilfunkmarke etabliert, nachdem sie von der Telefonica mit Kapazitäten großgezogen wurde. Es gab aber auch einige Gerüchte über einen möglichen Deutschlandstart der französischen Marke Orange.

liquid_broadband

Während andere Netzbetreiber noch den konventionellen Weg gehen und ihren Aufbau durch klassische Funkstationen auf den Dächern von Gebäuden und Funktürmen positionieren, geht man bei Liquid Broadband einen ganz anderen Weg.

Hier setzt man auf ein ähnliches Konzept wie auch schon Freifunk oder die beiden Internetprovider Kabel Deutschland und Telekom mit ihren Hotspot-Lösungen, der Nutzer baut bei sich Zuhause eine Funkstation auf und bereichert so das Netz von Liquid Broadband.

Dr.Beate Rickert, Vorstandsvorsitzende von Liquid Broadband, erklärt: „Jeder kann die Netzversorgung in seiner Umgebung aus den eigenen Räumlichkeiten heraus verbessern und so die Qualita?t des Netzes, vor allem die durchschnittlich verfu?gbare Bandbreite, maßgeblich mitbestimmen“, weiter heißt es „Eine NetStation bekommt jeder, der mitmachen mo?chte. An Standorten, die das Netz sinnvoll erga?nzen, subventionieren wir die NetStations, deren Aufbau und Betrieb.“.

Eine solche NetStation funkt in einem Umkreis von rund 500 Metern und soll vom Format her wie ein Router aussehen, im Gegenzug dafür bekommt der Betreiber einer NetStation eine niedrigere Grundgebühr.

Außerhalb von Ballungsgebieten hingegen soll die Versorgung über Makro­Funkzellen gesichert werden. Liquid Broadbend funkt im Bereich von 694–790 MHz mit der LTE-Advanced-Technologie, einem Frequenzbereich, welcher erst mit der Versteigerung im Zuge der zweiten digitalen Dividende frei wird. Da ein kleiner Neueinsteiger wie Liquid Broadband bei solch einer Versteigerung ziemlich einfach überboten werden könnte, möchte man bewirken, dass ein bestimmter Anteil an Frequenzen für Neueinsteiger reserviert wird und nicht zur Versteigerung freigegeben wird.

Hinter Liquid Broadband steckt eine Gruppe von mittelständigen Investoren, welche allesamt noch nicht genannt werden möchten und Dr.Beate Rickert, ehemalige Cheflobbyistin von Kabel Deutschland. Dadurch, dass die Nutzer von Liquid Broadband ihr Netz selbst ausbauen, könnte man bereits kurze Zeit nach dem Markstart mit wenig Budget ein relativ gut ausgebautes Netz aufbauen. Da es mit der zweiten digitalen Dividende allerdings erst 2015 und 2017 losgeht, hat die junge Firma noch eine Menge Zeit um eine Infrastruktur aufzubauen und sich auf einen Marktstart vorzubereiten.

Persönliche Meinung: Ich hoffe sehr das sich dieser Markt ein wenig verändert, ich verfolge den Markt schon seit längerer Zeit und derzeit scheint niemand die richtige Idee zu haben um Aktionäre und Kunden gleichermaßen zufriedenzustellen.


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