LG Hecto: Laser-Perfektion fürs Heimkino

5. Juli 2013 Kategorie: Hardware, geschrieben von: Sascha Ostermaier

LG zeigte im Computerspielemuseum in Berlin mit dem LG Hecto einen Beamer, der es in sich hat. 36 Laser Dioden um genau zu sein. Sie erzeugen ein Full HD Bild auf satten 100 Zoll in der Diagonalen. Das allein ist noch nicht weltbewegend, die Technik, die dahinter steckt schon eher. Aber alles schön der Reihe nach.

LGHecto_Fifa
Wer noch nicht im Computerspielemuseum war, sollte dies schleunigst nachholen. Allein die bespielbaren Ausstellungsstücke, inklusive der Painstation, sind eine Reise wert. Zumindest, wenn man noch ein Stück Kind im Herzen trägt. Beeindruckend, wie schnell die Technik voranschritt, da dauerte es bei Beamern schon ein bisschen länger.


Der LG Hecto ist ein Projektor, der nicht auf herkömmliche Lampen mit kurzer Lebensdauer setzt. Es werden Laser Dioden genutzt, die mittels Ultra Kurzdistanz-Optik ein Full HD Bild auf die mitgelieferte schwarze Leinwand projizieren. Neben der langen Lebensdauer der Laser, die über 20.000 Betriebsstunden beträgt, ist auch der kurze Abstand zur Projektionsfläche eine Besonderheit.

Gerade einmal 55 cm Abstand sind nötig um die 2,54 m Diagonale zu erreichen. Keiner läuft mehr durchs Bild und es ist kein extra Raum zum Aufstellen des Projektors nötig. Durch die Laser Dioden ist auch die Wärmeentwicklung wesentlich geringer als bei Beamern mit Lampen. Dies führt dazu, dass der LG Hecto während des Betriebs bei einer Lautstärke von unter 25 db bleibt, praktisch kaum wahrnehmbar.

2.000 ANSI Lumen und ein dynamischer Kontrast von 10.000.000:1 sorgen für ein klares Bild, egal ob Blockbuster oder Spielekonsole. Auch die Bedienung kann sich sehen lassen. Dank LG Magic Remote Fernbedienung und einem schicken OSD Menü lässt sich alles wunderbar steuern. Drei HDMI 1.4-Anschlüsse und WiDi-Kompatibilität sorgen für eine flexible Verbindung zu mehreren Geräten. Außerdem verbaut sind 2 USB-Ports, 1 AV, 1 Component, 1 RGB, 1 RJ45 und 1 Audio Out Anschluss.

LGHecto_LaserTechnologie
Der Projektor ist nicht gerade klein, das spielt aber wohl kaum eine Rolle, da er im Normalfall fest installiert wird. Allzu klein sollte das Wohnzimmer aber dennoch nicht sein. Sitzt man zu nah am Bild, wirkt es verwaschen. Auf dem Event reichte es aber aus, einen halben Meter weiter weg zu gehen, um tatsächlich ein sehr scharfes Bild zu sehen. Aber das ist bei großen TV Geräten ja nicht anders.

Das Laser Display, so die von LG gewählte Bezeichnung, beherrscht auch die Smart TV Funktionen von LG. Volles Entertainment ist also garantiert. Das einzige, was den geneigten Käufer vielleicht abschrecken könnte, ist der Preis. 8.000 Euro werden für das Heimkino fällig. Dafür bekommt man aber auch das Komplettpaket und muss nicht noch einmal für Leinwand und Co in die Tasche greifen. Vergleichbare TV-Geräte sind auch nicht günstiger und verbrauchen mehr Strom.

Insgesamt ist der LG Hecto schon ein ziemlich cooles Stück Technik und auch ein Ausblick, was in ein paar Jahren zur Normalität im Wohnzimmer werden wird. Da kaum mehr Platz als für einen normalen TV gebraucht wird, kann sich so etwas nur durchsetzen.

Bildquelle: LGBlog_de auf Flickr

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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18 Kommentare

Kevin 5. Juli 2013 um 19:50 Uhr

Starkes Teil. Ich fange schon mal an zu sparen! :)

jollepe 5. Juli 2013 um 20:10 Uhr

Wow, klasse Gerät.
Wo kann ich das gewinnen? :-))

Tchooe 5. Juli 2013 um 21:33 Uhr

Schimpf mich meinetwegen Oberlehrer, aber trotzdem heißt es im Deutschen „Laserdioden“ oder meinetwegen „Laser-Dioden“. Sie erzeugen mittels „Ultra-Kurzdistanz-Optik“ ein „Full-HD-Bild“, auf dem ein „OSD-Menü“ zu sehen ist. Andere „TV-Geräte“ von LG haben ebenfalls „Smart-TV-Funktionen“. Und der Zwiebelfisch hat noch weitere Beispiele: http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-tueten-suppe-aus-der-suppen-tuete-a-666094.html

Sascha Ostermaier 5. Juli 2013 um 21:37 Uhr

@Tschooe: Hi Oberlehrer! Laser Dioden, Ultra Kurzdistanz-Optik und auch der Rest sind so aus dem LG Pressematerial entnommen. Beschwerden bitte direkt an LG.

Tchooe 5. Juli 2013 um 22:06 Uhr

@ Sascha:
Das macht es nicht richtiger. Und wer zwingt dich, die Fehler zu übernehmen? Das Uhrheberrecht? Nö, das hat nur Holgi.

Halser 5. Juli 2013 um 22:10 Uhr

Ich stimme Tchooe zu. Man sollte die deutsche Sprache schon ansatzweise beherrschen, wenn man geschriebene Inhalte publiziert.

Tchooe 5. Juli 2013 um 22:31 Uhr

@ Halser:
Da ist Sascha aber ansonsten nicht der Schlechtesten einer, ganz im Gegenteil. Vermutlich ist es mir deswegen so aufgefallen.

Patrick Meyhöfer 5. Juli 2013 um 22:41 Uhr

@Halser Fehler bzw. Unwissen zu einem speziellen Punkt passieren, das sollte dir auch klar sein. In diesem Fall über die richtige Schreibweise von Komposita. Kann man deswegen gleich dem Autor unterstellen die deutsche Sprache nicht mal ansatzweise zu beherrschen?

Du solltest schon mal überlegen was du da an Vorwürfen bringst und ob diese noch unter angemessene Kritik fallen, oder einfach unangebracht sind. Kritik und Hinweise sind immer willkommen, aber denkt dran wie ihr sie äußert und wie sie bei demjenigen ankommen.

Gerhard 6. Juli 2013 um 00:37 Uhr

Der Autor könnte immerhin die Anregung aufnehmen und seine Fehler korrigieren,

Mehr Kaffee? 6. Juli 2013 um 04:28 Uhr

Hä? 8000 Teuros für 4 Jahre Laser? Oder stimmt der Koffeinspiegel noch nicht….?

Peter 6. Juli 2013 um 08:04 Uhr

Du sitzt am Tag 14 Stunden vor der Glotze? Wahlweise Respekt oder Beileid ;-)

Björn We. 6. Juli 2013 um 08:12 Uhr

Ich hab das Ding die Woche im Saturn in Hamburg bestaunen dürfen und meiner Frau direkt vorgestellt. Hat sie aufgrund des Preises sofort abgelehnt. Ist aber ne Interessante Technik mit ner anständigen Lebensdauer was ja bei nem normalen Beamer leider zu wünschen übrig lässt. Mal sehen wo die Reise hingeht und wie schnell die anderen Hersteller nachziehen und dadurch die Preise attraktiv werden für den Hausgebrauch

Cismondo 6. Juli 2013 um 09:27 Uhr

Und ich dachte immer, bei pasiver Bilderzeugung wird das Bild flau und blass, sobald Fremdlicht auf die Bildfläche fällt. Kann mir nicht vorstellen, dass wir in Zukunft nur noch in düsteren Wohnräumen herumlaufen. Insofern wird die Technik auch TV-Geräte nicht ersetzen. Bestenfalls dann, wenn man eine Projektionsfläche hat, die an jeder Stelle nur Licht aus der Richtung des Projektorobjektivs reflektiert.

more coffee 6. Juli 2013 um 13:30 Uhr

Was sagt eigentlich so ‘ne handelsübliche Netzhaut zu einem neugierigen Blick in Richtung Laser? Kinder, alte Deppen, junge Deppen, Hund, Katze, Maus….? Oder eh nur für Erwachsene ;) ?

Atomicman 8. Juli 2013 um 21:20 Uhr

Also ich habe letzte Woche einen LG Hecto bei uns in der Firma installiert.
Die Montage ist halbwegs einfach und innerhalb von einer guten Stunde erledigt.

Zur Bildqualität:
- Die Leinwand ist speziell für einen Ultra-Short-Throw Projektor konzipiert und silbrig Grau. Das projizierte Bild wird somit etwas silbrig glänzend – gefällt mir nicht wirklich.
- Die Bildqualität ist nur dann optimal wenn man halbwegs mittig zur Leinwand sitzt. Also alles sehr Blickwinkelabhängig.
- Die Bildqualität ist dann durchaus sehr gut, jedoch denke ich kann das ein Epson TW9000 mit passender Leinwand für das halbe Geld ebenfalls.
- Unter Tags lässt sich damit noch immer nicht wirklich gut schauen.
- Die eingebauten Lautsprecher sind für den Preis eine Frechheit und wirklich mies
- Der Hecto ist sehr rasch betriebsbereit.
- Witzig: Sensoren überwachen die Projektionsfläche. Greift eine Persion in die Projektionsfläche, oder nähert sich seitlich (um an die Stecker zu kommen) schaltet das Bild sofort wieder aus.

Zum Konzept:
- Die Leinwand ist gräulich schwarz (Blickwinkelabhängig) und somit alles andere als hübsch anzusehen wenn der Hecto ausgeschalten ist.
- Der Hecto ist groß – wirklich groß. All zu hübsch ist das nicht wenn er 25cm von der Wand weg steht. Hier finde ich einen Projektor an der anderen Raumseite an der Decke montiert wesentlich unauffälliger.

Atomicman 8. Juli 2013 um 21:22 Uhr

Noch etwas bezüglich der Aufstellung.
Der Hecto hat keinerlei Zoom: Somit gibt es genau eine (auf den Micrometer genaue) Position wo das ding stehen muss.
Sonst ist das Bild zu klein bzw zu groß.
Weiters leuchtet der Lichtkegel auf die Decke…

Stefan 26. September 2013 um 12:53 Uhr

Das Gerät sieht ziemlich cool aus, ich konnte es schon mal live sehen. Einziger Nachteil ist wohl der Preis….

Berthold Daubner 2. Dezember 2013 um 23:41 Uhr

Wow, so ein 100″ Bild hat schon etwas. Allerdings ist das vermutlich mehr eine technische Spielerei, schließlich fehlt es häufig nicht am Platz zur Leinwand. Sollte es tatsächlich mal nicht ausreichend Platz geben, werden solche Beamer bestimmt eine gute Alternative wenn der Preis etwas nachgegeben hat.


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