LG G4 Testbericht: Leder-Luder nach meinem Geschmack

7. September 2015 Kategorie: Android, Hardware, Mobile, geschrieben von: caschy

IMG_4199Es ist schon einige Zeit auf dem Markt, doch seitdem begleitet es mich: das LG G4. Ich setze derzeit auf zwei Smartphones, einmal auf ein LG G4 und einmal das iPhone 6 (dies ist auch der Grund, warum ich einige Aspekte vergleiche). Dies ist der Tatsache geschuldet, dass ich halt Blogger bin und zwei Herzen in meiner Brust habe. Vor dem LG G4 hatte ich das LG G3 und davor das LG G2. Ich kenne die Geräte aus dem Hause LG eigentlich recht gut, habe ich sie doch – wie wahrscheinlich jeder Besitzer – über einen langen Zeitraum im Einsatz.

Schaue ich mir jetzt zurückblickend LG G2 und LG G3 noch einmal an, dann muss ich festhalten: das LG G2 ist immer noch ein wunderbares Smartphone mit zeitgemäßer Optik und starkem Akku. Das LG G3 merzte dann einige Kritikpunkte aus, die wohl ein paar Nutzer hatten: die Rückkehr des wechselbaren Akkus und die Unterstützung für eine microSD-Karte. Und ja, auch in Sachen Kamera hatte man gefeilt – ein Punkt, der Nutzern immer wichtiger ist.

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Dann kam also im Mai 2015 das LG G4 auf den Markt und sollte es mal wieder besser machen. Wer keine Texte lesen möchte und sich einfach die Frage stellt, ob das LG G4 besser ist als das G3 – also nicht nur messbar in Zahlen – der kann gerne meine persönliche Meinung haben: ja, ist es. Warum, das möchte ich in diesem Erfahrungsbericht niederschreiben.

Schon mit dem LG G3 setzte auch LG auf wechselbare Akkus und Hüllen. Diesen Trend hat man auch beim LG G4 fortgesetzt. Zwar perfektioniert man nicht, wie dies beispielsweise Motorola mit dem Moto Maker gelungen ist, doch bietet man eine ansprechende Anzahl an Backcovern an. Diese sind nicht nur in Kunststoff zu haben, sondern auch in Leder. Hier muss man schauen, was man mag, ich finde tatsächlich Lederrückseiten schick und ziehe diese den Plastikrückseiten vor, wenn ich denn die Wahl habe.

Ausstattung

Doch kommen wir kurz zu dem, was unter der Haube schlummert. Technische Details, die für den professionellen und anspruchsvollen Nutzer wichtig sind – doch ganz ehrlich: wer sein Smartphone nur für Fotos und Social Media nebst kleinen Spielen nutzt, der muss heute weder zu einem Hig-End-Gerät von Apple, noch Samsung oder LG greifen.

Das Display des LG G4 ist 5,5 Zoll groß. Schon beim LG G3 setzte man auf diese Displaygröße. Dieses Display wird von LG als Curved Quantum IPS Display bezeichnet und löst bei 5,5 Zoll mit 2560 x 1440 Pixeln auf. Hierbei kommt man auf eine Pixeldichte von 538 ppi und eine Helligkeit von 500 nit. Geschützt wird das Display von Gorilla Glass 3. Das Display ist ganz leicht gebogen, sodass das LG G4 ein wenig an das LG G Flex 2 erinnert. Man hat hier angeblich noch etwas nachgearbeitet, 11 Prozent weniger Strom als das Display des LG G3 soll es verbrauchen (achtet auf den Akkutest). Es bietet laut LG um 20 Prozent bessere Farbtreue, 25 Prozent hellere Darstellungen und 50 Prozent mehr Kontrast. Erstmals wurde Advanced In-Cell Touch (AIT) Technologie für ein Quad HD Display bei LG eingesetzt.

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Die Kamera des LG G4 löst mit 16 Megapixeln auf. Sie ist mit einem 8-fachen Digitalzoom ausgestattet und bringt bis zu 5312 x 2988 Pixel ins Bild. Wer mag, der kann mit ihr auch UHD-Videos aufnehmen, diese haben eine Auflösung von maximal 3840 x 2160 Pixel bei 30 Frames pro Sekunde. LG setzt auf die f/1.8er Linse, den bekannten Laser Autofokus und einen Bildstabilisator – dieser hat im Vergleich zum G3 allerdings drei statt zwei Achsen. Weitere Funktionen wie ein Sprachauslöser und eine Selfie-Funktion runden das Paket ab. Für die Videotelefonie steht euch auf der Frontseite eine 8 Megapixel starke Kamera zur Verfügung, sie löst mit maximal 1920 x 1080 Pixel auf.

Im Inneren des LG G4 kommt ein Prozessor aus dem Hause Qualcomm zum Einsatz. Der Snapdragon 808 (MSM8992) ist ein 64 Bit-Prozessor, er hat insgesamt sechs Kerne und taktet mit 1,8 GHz. LG setzt beim LG G4 auf 3 GB Arbeitsspeicher, zudem hat das Gerät 32 GB Speicher. Dieser Speicher kann mit entsprechender microSD-Karte bestückt werden, hier werden Speichergrößen bis zu 2 Terabyte unterstützt.

Das LG G4 ist LTE-fähig, bringt zudem noch WLAN nach Standard 802.11 a/b/g/n/ac (Dual Band) und WiFi Direct mit. Bei Bluetooth setzt man auf die Version 4.1, ferner ist auch GPS, ein Barometer, Gyroskop, Umgebungslichtsensor, ein Kompass, ein Näherungssensor, ein Beschleunigungssensor, ein UKW-Radio und NFC mit an Bord. Zu den weiteren Schnittstellen gesellen sich Android Beam, HDMI via Slimport und natürlich auch DLNA. Wie bei den Vorgängern kann das Smartphone von LG auch mittels Knock Code entsperrt werden.

Das LG G4 hat einen Wechselakku, der standardmäßig mitgelieferte ist 3.000 mAh stark (Li-Ion 3,85 Volt). Das Smartphone ist 148,9 x 76,1 x 9,8 Millimeter groß und bringt es dabei auf ein Gewicht von 155 Gramm.

Wir wissen also, was drin ist und dass ich das Gerät mit der Lederrückseite habe. Doch wie war das damals beim Auspacken?

Haptik und Optik

Ich war beim Auspacken damals überrascht – nicht positiv, aber auch nicht negativ – obwohl nur wenige Gramm schwerer, kam mit das LG G4 im Vergleich zum Vorgänger leichter vor, gar zerbrechlich. Ich hatte einfach das Gefühl, dass es nicht besonders robust ist. Monate und zwei Stürze später weiss ich: es ist robust. Mit seinen 5,5 Zoll gehört es zu den größeren Smartphones, das Ganze hat man aber kompakt verpackt. 5,5 Zoll beim LG G4 können sich iPhone 6-Besitzer so vorstellen: legt man untere Displaykante an Displaykante, so reicht das Display des LG G4 bis an das obere Geräteende des iPhone 6.

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Rein technisch kann ich mit meiner Durchschnittshand das Smartphone in eine Hand nehmen und sicherlich auch einiges erledigen, ich würde nun aber nicht behaupten, dass dieses Gerät noch für die Einhand-Bedienung gedacht ist. Ich denke, mit einem Gerät bis 4,7 Zoll sind die meisten Hände am besten bedient, zumindest, wenn man nur eine bedienen will. Für mich ist es halt kaum möglich, das Gerät fest zu umschließen und mit den Daumen an alle Bedienelemente zu kommen.

Optisch bietet die Vorderseite des LG G4 nur wenig, wie wohl die meisten Smartphones. Der seitliche Rahmen um das Display ist sehr dünn, das gefällt. Der Fokus liegt beim LG G4 auf der Rückseite – je nach Hülle. Hier hat man nicht nur den Laserfokus und den Blitz, sondern auch die Kamera und die Bedienelemente, die optisch im Vergleich zum Vorgänger noch einmal aufgepeppt wurden. Mit der Lederoptik wirkt das Ganze wirklich edel, ist ein echter Hingucker.

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Das Display

Wie auch beim LG G3 setzt man hier auf ein Display mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln – identische Pixeldichte von 538 ppi ebenfalls.

Alles – wirklich alles – wirkt extrem scharf, keine ausgefransten Schriften. Die Darstellung von Bildern, Webseiten und Filmen lässt zumindest bei mir keine Wünsche offen, das Display des LG G4 zeigt sich – wie auch schon beim Vorgänger -weiterhin extrem stabil in Sachen Blickwinkel.

Ausreichend hell ist das Display auch, man kann hier aber nicht großartig das LG G3 toppen, welches in Sachen Helligkeit hinter dem LG G2 und Galaxy S5 lag in meinem damaligen Test. In Sachen Sonneneinstrahlung bewegt man sich auf ähnlichem Niveau, die Ablesbarkeit ist etwas schlechter als bei einem iPhone, kommt die Sonne direkt auf das Display, ist aber eh bei fast allen Smartphones Ende – auch beim iPhone.

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Auch für das LG G4-Display gilt: ihr müsst es euch anschauen. Labormesswerte und so ein Quatsch sind nett zu lesen für die technisch interessierten Nutzer, interessieren aber 98 Prozent nicht. Auch Messungen, bei denen das Display „so und so viele Zentimeter“ vom Auge entfernt ist, sind in meinen Augen Mumpitz. Display anschauen – auf 50 Prozent Helligkeit, bei 100 Prozent – schaut euch ein paar Bilder an, Webseiten mit Text, in Räumen, draußen… wenn ein Display für euch passt, dann passt es – dann ist es egal, ob 538 ppi oder 450 ppi und auch die paar Candela machen dann den Kohl nicht fett. Kritikpunkt beim LG G4: auf hoher Helligkeitsstufe finde ich die Farben nicht so knackig, wie erhofft – und ein werksseitiges Justieren fehlt.

Akkulaufzeit

Kommen wir zum Akku. Das LG G2 konnte zum Zeitpunkt seines Marktstartes ausnahmslos gute Kritiken in Sachen Akkuleistung einfachen – das LG G3 hingegen konnte an die starken Leistungen nicht mehr anknüpfen. Trotz performanterer Chips muss derart hochauflösenden Displays irgendwie ein Tribut gezollt werden. LG verbaut im G4 einen Akku mit 3.000 mAh – das kennen die Besitzer des LG G3 sicherlich auch, ist dieser doch identischer Größe. Sagen wir es so – bei meiner Nutzung komme ich gut durch den Tag.

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Morgens abklemmen, nachts anschließen. Hierbei muss man aber seinen Nutzungsstil beachten. Eine genaue Angabe ist unmöglich, da so unfassbar viele Szenarien wie WLAN oder mobiler Netzzugang, Signalstärke, automatische Displayhelligkeit, Außenbedingungen, Art der Anwendung und ähnliches mit in die Laufzeit des Akkus fallen. In der letzten Zeit gehen wir hier aber im Blog etwas anders mit Test-Szenarien um, um zumindest etwas konkreter werden zu können.

Wie bei den letzten Tests haben wir einen synthetischen Benchmark hinzugezogen –  in Form der App „PCMark“. Hierbei wurde die Helligkeit manuell auf 50 Prozent  eingestellt, WLAN war die ganze Zeit über an und die Benachrichtigungen des Smartphones waren aktiviert.

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Daraufhin durchläuft der Benchmark verschiedene Alltags-Nutzungsszenarien wie das Betrachten von Bildern und Videos, das Surfen um Web und vieles mehr. Dies spielt der Benchmark-Test so lange durch, bis der vorher vollgeladene Akku auf 20 Prozent runtergefahren ist. Hier ergab sich der Wert von 5 Stunden und 52 Minuten – 352 Minuten. Kramt man sein Schul-Mathe raus auf und rechnet die restlichen 20 Prozent drauf, kommt das LG G4 auf eine Akkulaufzeit 440 Minuten – oder aber auch 7 Stunden und 20 Minuten.

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Hier ist jedoch folgendes zu bedenken: Dies sind Testszenarien. Meine Nutzung ist immer anders, als die eure. Die Akkulaufzeit hängt immer von der persönlichen Nutzung und den installierten Apps ab. Daher ist dieser Akkutest lediglich als Richtwert anzusehen und nicht als absolute Angabe – zudem hat jeder Hersteller unterschiedliche Helligkeitswerte bei 50 Prozent.

Dennoch vertraue ich einem synthetischen Test. Warum? Weil alles andere – aufgrund der Szenarien – Quatsch ist. Ich habe diverse Testberichte gelesen – einige sprechen bei LG G4 vom Akkuwunder – andere schreiben, dass der Akku ein Negativpunkt ist. Deswegen sage ich nur, wie ich durch den Tag komme – und das inkludiert wenig Spiele – sondern eher den Konsum – und für den Rest lasse ich den synthetischen Benchmark sprechen.

Und was sagt der synthetische Test zum LG G4? Gemessen hält das G4 länger durch als sein Vorgänger – das G3. Trotz identischer Auflösung, trotz identischem 3.000 mAh-Akku. Fand ich überraschend, dennoch ist das G4 damit kein Dauerläufer, wie das Motorola X Play – aber dennoch in guter Gesellschaft.

Performance

Das LG G4 hat einen Snapdragon 808 unter der Haube, gerüchteweise hieß es damals, man habe auf den Snapdragon 810 aufgrund dessen Hitzeprobleme verzichtet. Dies dementierte man aber. Getestet habe ich einmal für euch mit dem Antutu Benchmark in 64 Bit, welcher auf dem aktuellsten Update des LG G4 lief, welches Anfang September 2015 verteilt wurde.

Antutu

In Spielen machte das LG G4 eine gute Figur, was ich aber bemerkte: Spielt man über einen längeren Zeitraum Asphalt 8 oder aber auch Real Boxing, dann gibt es Ruckler (Yeah, alle Pixel befeuern!). Das ist schade und zieht sich auch durch das System, wenn es länger angeschaltet und in „Hardcore-Gebrauch“ war. Dann merkt man doch einige Mikroruckler in der UI, gerade, wenn extrem viele Apps mit Leistungshunger in der letzten Zeit liefen. Wer Tasks killen will, kann dies ja schnell über die UI machen. Ansonsten kann man dem LG G4 durchaus gute Leistungsnoten ausstellen und ganz ehrlich: im normalen Alltag werdet ihr als Casual- oder Gar nicht-Spieler mit mehr Leistung bombardiert, als ihr gebrauchen könnt.

Die Kamera

Das Sahnestück am LG G4 dürfte die Kamera sein. Ausreichende 16 Megapixel und ein 8-facher Digitalzoom zaubern auf Wunsch bis zu 5312 x 2988 ins Bild. Wer filmen will, kann dies bis zu UHD, 3840 x 2160 Pixel bei 30 Frames pro Sekunde bekommt ihr da geboten. Wer Angst um seinen Speicherplatz hat, setzt auf eine microSD-Karte oder justiert die Einstellungen bezüglich Auflösungen in der Kamera herunter. Die LG G4 bietet für wirklich jeden was.

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Sie bietet Einsteigern in die Materie sofort gute Ergebnisse – aber auch Profis werden die Kamera des LG G4 schätzen. LG setzt auf die f/1.8er Linse bei der Hauptkamera, den bekannten Laser Autofokus nebst Bildstabilisator mit drei Achsen. Fortgeschrittenen Nutzern und solchen mit Zeit sei der Experten-Modus des LG G4 empfohlen, hier lässt sich Weißabgleich, Verschlussgeschwindigkeit oder aber auch der Fokus feinjustieren. Fakt ist: die Kamera ist einfach klasse und besser als im LG G3. Gerade wenn es dunkel ist, bemerkt man hier die Unterschiede zu anderen Geräten.

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LG hatte zum Marktstart eine nette Aktion gemacht, Nutzer sollten Bilder einsenden, die sie mit dem LG G4 geschossen haben. Das ist schön und gut, denn es kamen einige ansehnliche Bilder dabei heraus. Ihr seht – vieles ist machbar. Aber: man findet halt in der Galerie viele Bilder, die nachbearbeitet wurden. Das ist zwar legitim, aber schade.

Ich als Casual-Knipser lege Wert darauf, dass ein Bild direkt und gut aus der Kamera kommt, während Nutzer des Profimodus sicherlich auch anschließend nachbearbeiten, um ein möglichst schönes Bild zu bekommen. Wie ich die Kamera fand? Größtenteils klasse. Schneller Autofokus (bei guten Lichtverhältnissen) und ohne Blitz indoor bei lala-Lichtverhältnissen gute Fotos, die wenig rauschten.

Alleine die Farb-Echtheit litt im Standard-Modus ohne Blitz bei nicht so guter Helligkeit in geschlossenen Räumen. Hier wirkten die Fotos ab und an etwas milchig, was mir nicht gefiel – zeichnet sich besonders ab, wenn man nah an das Objekt herangeht, um dieses zu fotografieren. Fotografiert man nicht auf Detail, sondern auf Raum, sieht die Sache besser und ausgeglichener aus. Ansonsten, outdoor – auch mit halbwegs grauem Himmel – Bombenfotos, sie sehr tief ins Detail gehen und kräftige Farben haben.

Hier ein paar Shots aus dem Stegreif, bei lala-Indoor und halt draußen.

Zudem habe ich mal quick’n’dirty das LG G4 mit einem ShoulderPod auf ein Stativ gestellt und fotografiert – einmal im Automatikmodus, den viele Menschen nutzen – und einmal flott ein wenig an ISO oder Verschlusszeit gedreht. Ein himmelweiter Unterschied – und ich muss sagen: das Einstellen mit Live-Vorschau auf dem Display ist für manchen einfacher, als das Fuckeln auf der DSLR. Ich hab einfach mal Shots aus Google Fotos genommen, da die Fotoinfos schön mit drin sind.

Indoor Arbeitszimmer

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Ansicht auf den Garten von der Terrasse:

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Ansicht direkt vom Tisch:

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Sonstiges

Kaum zu glauben, aber wahr: das Smartphone von LG erlaubt auch das Telefonieren. Menschen behaupteten, dass ich klar zu verstehen war – und umgekehrt war es genau so. Die Lautsprecher sind in Ordnung, sie sind laut und erlauben das Hören von Musik. Ich kann – Einsatz auf der Ladestation auf meinem Schreibtisch vorausgesetzt – ausreichend laut Musik hören, in höheren Lautstärkestufen ist aber das Fehlen der Bässe und die nicht vorhandene Tonwärme deutlich zu spüren.

Software

Kein Witz: ich habe während der ganzen Nutzungszeit die Standard-Software von LG genutzt, inklusive des Launchers. Ja, ich bin wirklich gut damit klargekommen, da für mich wichtige Einstellungen machbar sind. Apps lassen sich sortieren und auch verstecken, zudem editieren und deinstallieren. LG bietet smarte Karten, Zeit und Wetter als direktes Widget, dass direkt mein Standard blieb – und viele fragten mich in der Vergangenheit, was ich denn da Tolles einsetzen würde.

Ganz links findet man einen Bildschirm mit Smart Bulletin vor, hier findet man einen Terminplan, welcher die anstehenden Termine anzeigt, man findet Schnellzugriff auf einen internen Mediaplayer und auch die praktischen Smart Settings vor. Hier lassen sich beispielsweise Tonprofile ändern, wenn man sich zuhause befindet – oder man aktiviert automatisiert Bluetooth und deaktiviert WLAN, wenn man außer Haus sind. Bin ich sonst ein Verfechter des nackten Android, so kann ich sagen, dass ich mit den Funktionen und dem Aufsatz von LG mehr als gut leben kann.

Fazit

Es folgt der Fünfer ins Phrasenschwein: Evolution statt Revolution. Und das ist gut so. Ich mochte die beiden Vorgänger schon sehr. Rein optisch legt das LG G4 eine Schüppe drauf und auch die Gesamt-Performance stimmt – zudem ist die Kamera ein Bringer. Das, was ich gerne als Out-of-the-box-Erlebnis bezeichne, ist stimmig. Selbst ich als Gerne- und Viel-Frickler fand für den normalen Alltag wenig, was ich denn hätte verändern wollen. Das LG G4 hat nach Installation meiner diversen Apps ohne große Anpassungen das erledigt, was ich verlange.

Ob ich das LG G4 empfehlen kann, wurde ich häufig gefragt. Ja, das kann ich – müsste dafür aber etwaige Nutzungsszenarien erfragen. Wer ähnlich wie ich tickt, seinen Fokus eher auf den normalen Alltag legt und nur bedingt Spiele spielt, der wird mehr als gut klarkommen. Würde man mir jetzt sagen, dass ich auch das kommende Jahr ausschließlich das LG G4 nutzen dürfte und nichts anderes, dann hätte ich damit absolut keine Probleme, weiss ich doch, was das Gerät leistet.

Wer jetzt zuschlägt, der hat in Sachen Preis im Vergleich zum Marktstart ordentlich gespart. Kam das LG G4 für 649 Euro auf den Markt so ist es jetzt bei diversen schon wesentlich günstiger, Amazon ruft derzeit (Stand 06. September 2015) lediglich 469 Euro aus. Ein fairer Preis für dieses Gerät und sicherlich auch in nicht mehr ferner Zukunft der Einstiegspreis für Flaggschiffe diverser Hersteller, die sich alle dem Preisdruck der Honors, Motoroloas und Huaweis dieser Welt beugen müssen.

LG G4 – ein paar Tipps

Das LG G4 besitzt die Möglichkeit, schnell zu informieren. Einfach bei ausgeschaltetem Display mit dem Finger von oben nach unten streichen, eine Benachrichtigungsleiste wird angezeigt.

Smart Bulletin: der linke Bildschirm informiert, wird aber nicht von jedem gemocht. Lässt sich deaktivieren: Einstellungen > Homescreen > Smart Bulletin

Tick Tick Tack! Einstellungen > Töne & Benachrichtigungen > Vibrationstyp. Oben findet ihr ein Plus, über welches ihr euch ein eigenes Vibrationsmuster erstellen könnt.

Dual

Dual Window: Zwei Apps lassen sich parallel auf einem Bildschirm nutzen, wenn man über den Task Switcher das Dual Window wählt. Kann nützlich sein, ist Anwendungsfall. Leider nicht für alle Apps. Übrigens: im erwähnten Task Switcher lassen sich Apps anpinnen. Diese werden ignoriert, wenn man via „Alle Löschen“ die Tasks löscht.

Kamera-Schnellstart: 2 x die Lautstärketaste nach unten drücken, schon wird aus dem Standby heraus ein Foto geschossen.

Zur Überschrift: meine Alternative war: Das Leder-Luder aus Luden-Leder.



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Über den Autor: caschy

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