LG Chem realisiert Hexagon-Akkus für runde Smartwatches

30. Juni 2015 Kategorie: Hardware, Wearables, geschrieben von:

Akkus sind aktuell das Nadelöhr moderner Technik. Während sich Smartphone-Hersteller mit größeren Geräten, die dadurch mehr Platz für die Energiespeicher bieten, sieht es im Bereich der Wearables mau aus. Entweder sie bieten eine lange Akkulaufzeit bei sehr eingeschränkten Funktionen, wie zum Beispiel bei reinen Fitness-Trackern. Oder sie warten mit einem Display und diversen Verbindungs-Optionen auf und bieten dadurch nur eine sehr geringe Laufzeit, wie man es im Bereich der Smartwtaches sieht. LG Chem möchte seinen Teil zur längeren Laufzeit in Smartwatches mit einem neuen Hexagon Akku beitragen.

LGChem_Hexagon

Der für runde Smartwatches gemachte Akku basiert auf der Stack & Folding Technologie, die praktisch eine beliebige Form des Akkus ermöglicht. Vorhandener Platz in einem Gehäuse kann so viel effizienter ausgenutzt werden. Dadurch sollen Hersteller eine Akkukapazität verbauen können, die mehr als 20 Prozent höher ist als durch heutige rechteckige Akkus erreicht werden kann. LG Chem verspricht sich durch diesen neuen Akku nicht weniger als bis 2018 die Top-Position der Klein-Akku-Hersteller einzunehmen.

Während 20 Prozent mehr Kapazität schon beachtlich sind, gerade in so kleinen Geräten, wird sich das nicht sonderlich auf die Ladezyklen von Smartwatches auswirken. Diese müssen weiterhin alle ein bis drei Tage an die Steckdose. Andererseits könnte man so auch in einer Smartwatch weitere Komponenten verbauen, die den zusätzlichen Strom nutzen könnten. Einen GPS-Empfänger zum Beispiel. Ein solcher direkt in der Smartwatch würde das Smartphone vor allem bei sportlichen Aktivitäten überflüssig machen. Die Abhängigkeit der Smartwatches von den gekoppelten Smartphones ist ein großer Kritikpunkt, der für viele die Sinnhaftigkeit einer Smartwatch generell in Frage stellt.

LG Chem zeigt im Bereich der Akkus immer wieder innovative Ansätze. 2013 sahen wir die Kabel-Akkus und im LG G2 wurde erstmals ein Akku mit Stufe verbaut. Sind solche Technologien einmal serienreif, werden bei Wearables wesentlich mehr Dinge möglich sein als wir sie heute zur Verfügung haben.

(Quelle: etnews)

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