Lenovo will 2015 100 Millionen Smartphones verkaufen und damit Marktführer werden

31. Januar 2014 Kategorie: Android, Google, Hardware, geschrieben von:

Kuriose Geschichten kann auch die Tech-Welt schreiben. In einem Interview mit Fortune erzählte Lenovo CEO Yuanqing Yang zum einen, wie der Deal mit Google zustande kam, zum anderen, wie die Strategie aussieht. Sollte Yangs Plan aufgehen, können sich andere Smartphone-Hersteller warm anziehen. Es ist keineswegs so, dass man sich bei Lenovo mit dem dritten Platz im Hersteller-Ranking zufrieden gibt. Apple und Samsung vom Thron stoßen, das ist der langfristige Plan.

lenovo logo

Im Prinzip wurde die Übernahme von Motorola durch Lenovo bereits kurz nach dem Kauf durch Google erstmals angesprochen. Bereits im Januar 2011, als Motorola in Motorola Mobility und Motorola Solutions aufgeteilt wurde, war das Interesse seitens Lenovo vorhanden. Direkt nach der Übernahme durch Google (2012) war Eric Schmidt bei Yang zu Hause und erhielt die Aussage, dass Lenovo Motorola übernehmen würde, wenn Google das Hardware-Geschäft nicht möchte. Vor 2 Monaten erhielt Yang dann eine Mail von Eric Schmidt. Yang rief Schmidt an und wurde gefragt, ob er immer noch Interesse an Motorola hätte. Nach einigen Gesprächen war der Deal dann innerhalb von 2 Monaten abgeschlossen. Auch so kann es gehen.

Über die Pläne, die Lenovo mit Motorola hat, erzählte Yang ebenfalls ein bisschen. In Märkten, in denen Lenovo bereits aktiv ist, werden weiterhin Smartphones der Marke Lenovo verkauft. In den USA und einigen Teilen Europas soll hingegen weiterhin Motorola auf den Smartphones stehen, eventuell mit dem Zusatz „by Lenovo“. Auch lässt er verlauten, dass man sich keineswegs nur auf Einsteiger-Geräte festlegen will. Man will alle Preiskategorien abdecken und so bereits 2015 100 Millionen Smartphones verkaufen – mehr als doppelt so viele wie Motorola und Lenovo zusammen 2013 verkauft haben.

Langfristig gesehen strebt Yang sogar die Marktführerschaft an. Er sieht mit Motorola das gleiche Potential wie damals mit IBM und den ThinkPads. Google dürften solche Aussagen durchaus freuen, da man mit Android schließlich das Betriebssystem für die Smartphones stellt. Wenn man zudem bedenkt, wie sich Lenovo in den letzten Jahren im oftmals totgeschriebenen PC-Geschäft macht, klingt das ganze auch gar nicht so absurd, wie es auf den ersten Blick scheint.


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Quelle: Fortune |

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