Leap Motion kommt in den Einzelhandel

6. November 2013 Kategorie: Hardware, geschrieben von: caschy

Erinnert ihr euch noch an das futuristische Eingabegerät Leap Motion? Leap Motion erzeugt einen Raum, der abgetatstet wird – in diesem Falle die Bewegungen eurer Hände, die 1:1 so übersetzt werden. Mittels Leap Motion steuert ihr euren Rechner berührungslos mittels Handbewegung, der Minority Report lässt grüßen. Das kleine Eingabegerät ist derzeit mit Mac und Windows kompatibel, ein Linux SDK ist in der Mache. Der Leap Motion Controller beherbergt zwei Kamera-Sensoren und drei Infrarot-LEDs.

Leap Motion Packaging

Die Software übersetzt diese Informationen der Sensoren in ein 3D-Input. Die anscheinend bahnbrechenden mathematischen Ideen des Co-Founders David Holz sollen dafür sorgen, dass Leap Motion genauer arbeitet, als jede andere Eingabemöglichkeit dieser Art. Meinen Videotest könnt ihr hier sehen. Leap Motion führt pünktlich zum Weihnachtsgeschäft den Leap Motion Controller auf dem deutschen Markt ein.  Ab heute, 06. November 2013, ist der Leap Motion Controller in allen deutschen Media Märkten sowie im Media Markt-Onlineshop für 77 Euro verfügbar. Vielleicht ist dieses Gadget ja etwas für den einen oder anderen, ich war ja eher weniger begeistert.



Über den Autor: caschy

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8 Kommentare

Cornel 6. November 2013 um 22:08 Uhr

sogar in der Schweiz :), grad heute im Mediamarkt Prospekt gesehen (100 Fr.)

nsoetje (@nsoetje) 6. November 2013 um 22:36 Uhr

Hallo. Ich finde die Entwicklung sehr interessant. Der Grund dafür ist, dass ich mich in einem Verein engagiere. Dieser befasst sich mit opensource Software und Eingabegeräte, bzw. für Lösungen für Menschen mit körperlichen Behinderungen, die aber trotzdem am Leben im Netz und der Umwelt teilhaben wollen. Lösungen die durch die Krankenkassen finanziert werden sind da oft sehr teuer und beschneiden die Menschen. Zum Beispiel sind die Systeme oft veraltet und sau teuer und oftmals wird aus Haftungsgründen verboten das Internet zu benutzen, da das Gerät dadurch zerstört werden könnte. Der Verein heißt kommhelp e.V und ist unter kommhelp.de im Netz erreichbar.
Ich finde diese Entwicklung schon sehr gut und günstig und könnte mir mit diesem Gerät und einer Mouseersatzsoftware schon einiges vorstellen. Das Gerät könnte in diesem Fall weiter unten angebracht wird sodass die Hand nicht angehoben werden muss., sondern nur die Hand bewegt wird, wenn die Finger nicht bewegt werden können.
Solche Lösungen mögen deshalb erstmal immer unnütz erscheinen, aber vielleicht für eine ganze Menge Menschen sind sie der Schritt in die richtige Richtung.

Tobias 7. November 2013 um 07:08 Uhr

@nsoetje wir haben den gleicher Grund das Ding zu kaufen. Gerade für körperbehinderte ist jede Form der Eingabe ein Gewinn. Spannend wird daher auch der sehr guenstig eye track er von theeyetribe.com

Wir wollen Leap Motion zusammen mit dem Helparm von BIBER einsetzen.

joerghh 7. November 2013 um 08:35 Uhr

Wenn ich alle bisherigen Tests zu Leap Motion zusammenfasse, erweckt es bei mir den Eindruck, dass es sich ehe um eine _scheinbare_ anstatt „anscheinende“ bahnbrechende Idee handelt. Schade, ich hatte mir davon mehr versprochenn. Nunja, wenn der Preis unter EUR 50,- sinkt, greif‘ ich evtl. trotzdem zu.

nickel 7. November 2013 um 09:41 Uhr

Hat denn das Gerät mal jemand testen können? Alle User-Rezensionen die ich dazu finde sind zu den Entwickler-Geräten und diese reden von Abstürzen, extrem hohen Stromverbrauch an Notebooks und einer zu hohe Latenz der Eingaben… ist das tatsächlich so unausgereift?

derberg 7. November 2013 um 10:11 Uhr

Nein @ nickel. Ich habe hier mehrere Leap da ich sie für eine Firma einsetze. Und ich kann das nicht bestätigen. Klar sollte man schon ein etwas neueren Rechner haben, aber Absturz hatte ich bis dato 0, Stromverbrauch ist wie bei einem Internet Stick, USB2 reicht.

Man muss sich im klaren sein das im Grunde eine Leap nicht reicht. Umso mehr Gesten man nutzt umso anfälliger für fehleingaben. Firmentechnisch benutzen wir 4 Befehle und das klappt zu 99%.

Wir hoffen so wie viele viele andere auch das man irgendwann Multi Leaps betreiben kann, damit es genauer wird und man mehr Gesten bei unterschiedlichsten Situationen nutzen kann.

Snapper 7. November 2013 um 11:38 Uhr

@derberg Das klingt ja sehr speziell was Du da angedeutet hast. Jetzt bin ich aber neugierig, es Interessiert mich sehr was ihr da genau macht. Also wieso bzw in welchem Umfeld benutzt ihr den LEAP in dieser Firma und um welche 4 Gesten handelt es sich da?

Wäre super wenn du das mal etwas näher erläutern könntest. 🙂
Bis jetzt habe ich, ausser kurzmotivierter Spielerei, leider kein sinnvolles Szenario für den LEAP gesehen…

FriedeFreudeEierkuchen 7. November 2013 um 21:52 Uhr

Ich besitze einen Leap aus der ersten Charge – und bin ziemlich enttäuscht. Es hakt noch immer stark an sinnvoller Eingabesoftware. Im Leap Store gibt es haufenweise Spiele-Apps, aber noch wenig Hilfsmittel wie z.B. eine Steuerung für Blender oder Eingabehilfen für Zeichner und Bildbearbeiter.
Ich hatte mir aus den Demos erhofft, dass ich mit einem Stift in Photoshop retouchieren kann, was bei mir bisher nicht klappt.
Nun ja, jetzt liegt das Ding ungenutzt auf dem Schreibtisch vor mir und ich warte immer noch auf die Killer-Applikation die das verwirklicht, was anfangs versprochen wurde – eine Revolution bei der Computerbedienung.
Interessant ist bisher nur eine Steuerung für Musiker bzw. Software die Midi-Befehle verarbeiten kann. Das könnte für mich der erste nutzbare Ansatz sein.

Ach ja: für OSX scheint es durchaus brauchbare Dinge zu geben.

Meine Empfehlung: vor dem Kauf erst einmal im Leap Store umsehen.




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