Leap Motion: 3D-Steuerung per Handwisch

21. Mai 2012 Kategorie: Hardware, geschrieben von: caschy

Großartiges Gadget bei Google+ gefunden, von dem ich aber irgendwie nicht glaube, dass es so butterweich funktionieren würde, wie im gleich folgenden Video. Leap Motion ist eine berührungslose 3D-Steuerung, gesteuert wird quasi per Handwisch wie im Film Minority Report.

Der kleine Kasten, in der Größe eines iPods, wird dabei vor dem Monitor platziert und per USB mit dem PC verbunden. Im Video sieht das ziemlich Mac-mäßig aus, aber in Sekunde 7 kann man ganz gut eine Windows Taskbar erkennen. Leap Motion erzeugt einen Raum, der abgetatstet wird – in diesem Falle die Bewegungen eurer Hände, die 1:1 so übersetzt werden.

Laut Webseite soll man Leap Motion für knapp 70 Euro vorbestellen können, auch Entwickler sind aufgerufen, ihre Produkte für Leap Motion anzupassen. 20.000 Entwickler-Kits gibt man “für lau” raus.

Der Spaß ist so genau, ich behaupte einmal, dass man sowohl die Wii als auch die Kinect-Lösung locker in die Schranken weist. Wann soll Leap Motion zu haben sein?

Angeblich Anfang nächsten Jahres schlägt der private Minority Report im Handel auf. Wenn das tatsächlich so funktioniert, wie im Video zu sehen, dann sage ich: Gekauft! Aber wer weiss – vielleicht ist es auch nur ein gelungener Marketing-Gag.


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33 Kommentare

coriandreas 21. Mai 2012 um 20:58 Uhr

Das ist das Ende des Touchscreens! Habe ich doch gesagt: Es ist nur eine Übergangstechnologie;-)

TamCore 21. Mai 2012 um 21:03 Uhr

Erinnert mich an den Film “Gamer” :D

NM 21. Mai 2012 um 21:06 Uhr

Die Technik ist beeindruckend, ok – aber was ich mich immer frage (auch schon bei touch-Monitoren)… Nach 10 Minuten hat man doch Schmerzen in den Armen vom Hochhalten, oder nicht?!?!

Domenik 21. Mai 2012 um 21:09 Uhr

Ich habe auch darüber was geschrieben und direkt mal vorbestellt! :)

http://www.domenikniemietz.de/2012/05/bewegungssteuerung-neu-definiert-the-leap/

Angeblich gehen die Vorbestellungen schon im Winter diesen Jahres raus. Ich werde die gerne berichten :P

Dirk 21. Mai 2012 um 21:11 Uhr

Oh, da kann man nur hoffen, dass auch Windoof User in den Genuss kommen. Die Windows Taskbar hab ich auch gesehen :) Lassen wir uns einfach mal überraschen. Falls das doch nur ein Apple Spielzeug werden sollte, dann hat Apple bald neue Klage-Opfer, denn diese Technologie wird sich keine große Marke entgehen lassen.

hoschi 21. Mai 2012 um 21:14 Uhr

ich will ja nicht als Spassverderber dastehen, aber mir scheint das Ganze aus technischer Sicht ziemlich suspekt.

Ich würde wetten, dass hier bald die Meldung kommt, dass es entweder ein Fake war oder die Limitationen was die Bedienung angeht sehr groß sind und nicht dem entsprechen was im Video zu sehen ist. Seid doch nicht so blauäugig…

Wie kann man denn bitteschön wegen so einem hochpoliertem Video, einfach sowas vorbestellen ohne zu wissen was eigentlich Sache ist?

caschy 21. Mai 2012 um 21:20 Uhr

@hoscho: sag ich ja

Robbin 21. Mai 2012 um 21:47 Uhr

@ NM

Das ist nur eine Frage der Evolution! :D

Fraggle 21. Mai 2012 um 21:54 Uhr

Warum sollte es nicht möglich sein? Kinect geht ja ähnlich stark in die Unterscheidung Hand und Finger. Wären nicht die Passagen mit Stift und Stab gekommen, hätte ich auf eine Art Infrarotkamera getippt, da man damit auf kurze Distanz gut gespreizte Finger von nicht gespreizten unterscheiden kann. Und da sie den Erkennungsraum auf einen relativ kleinen Raum vor dem Monitor begrenzen, ist die Abtastung genauer. Kinect und Wii sind deshalb relativ ungenau, weil sie einen deutlich größeren Raum vor dem Monitor abdecken.
Geschätzt ist es hier vielleicht 50cm x 40cm x 50 (BHT)cm für einen 22 Zoll Monitor. Bei Kinect/Wii sind es 2,5m x 2,5 m x 2 m (BHT), Tiefe vielleicht gar mehr.
Bei gleicher Auflösung der Meßpunkte ist damit eine ca 125 fache genauere Messung möglich (ähnlich HD Auflösung auf 32 Zoll TV oder 60 Zoll TV, beide haben gleiche Pixelzahl, folglich sind die Pixel bei 60 Zoll größer), wenn man in 3 Dimensionen denkt. Bei 2D Interpretation des 3D Raumes immerhin noch 25fach genauer. Alles nur mal überschlagen gerechnet.
Dazu muß ich betonen, es handelt sich nur um Laienlogik.

passsy 21. Mai 2012 um 22:12 Uhr

Also ich glaube auch an einen Fake. Erstens wäre es zu schön um wahr zu sein, und zweites kann ich mir überhaupt nicht erklären, wie dieses Gerät, das auf dem Tisch liegt die Handrücken sehen kann. Also wirklich nicht. bei der Kinect braucht man ja auch 2, wenn man ein Objekt wirklich komplett in 3d erfassen will und nicht nur eine Seite. Und plötzlich soll das gehen? Wenn es mehrere Sensoren wären, dann würde ich es für glaubwürdig halten, so erstmal nicht

Christoph 21. Mai 2012 um 22:21 Uhr

Was ich jetzt n bissel ulkig finde: Windows Taskbar und Apple Monitor !?

Sandro 21. Mai 2012 um 22:32 Uhr

GANZ WICHTIG:
Ich halte es für einen Fake, denn eine kleine Box auf dem Schreibtisch kann nicht die oberseite der Finger (siehe 3D Finger gefuchtel) erkennen.
Sorry aber das ist unmöglich !

Oder es ist interpoliert wo welcher Finger sein müsste und daraus wird eine 3D Pixel Hand gebaut, dann ist es aber Täuschung der Fähigkeiten dieser Technologie da deutlich mehr Pixel dargestellt werden als die Technologie erkennen kann.

Es ist ganz klar ein Fake oder das vorgaukeln von technischen Fähigkeiten die diese Box nicht besitzt.

Fraggle 21. Mai 2012 um 22:47 Uhr

@Sandro:
Ich verstehe das Finger 3D Gefuchtel als Darstellung wie die Technik funktioniert: Und zwar auf Basis der Erkennung der Finger (farbig markiert). Es wird nur unterschieden zwischen einer Fläche (Handteller, Finger geschlossen auf der einen Seite, und das andere extrem, Handteller mit gespreizten Fingern. Dies wäre auch möglich mit einer Kamera zu erkennen. Denkt einfach an Wärmebildkameras.
Jedenfalls werden die Hände nicht als echtes 3D Objekt erkannt, was auch nicht nötig ist. Erkennbar ist z.b. daß jedes Spreizen der Finger in der Demo grundsätzlich horizontal erfolgt. Dies ist logisch, 2D ist zu erkenne ob der Daumen über- oder unterhalb der Hand ist, aber wenn er seitlich davon ist.
Die einzige pseudo 3D Geschichte ist bei der Flugsteuerung. Dies kann aber auch über Definitionen erfolgen (“kurze” Hand ist schräge Hand, somit könnte ich den Flug ändern über Schrägstellung wie hier aber auch über Finger aufrollen wie bei einer Faust).

Wie auch immer, in der Demo sehe ich keine 3D Steuerung, eher etwas, was wie beim Schattenspiel mit Händen und einer Lichtquelle funktioniert.

anonym 21. Mai 2012 um 22:49 Uhr

Weiß jemand welche Technik darunter liegt?

Fraggle 21. Mai 2012 um 22:51 Uhr

Kleine Korrektur, da ich mit editieren zu langsam war. Es sollte heißen:
Erkennbar ist z.b. daß jedes Spreizen der Finger in der Demo grundsätzlich horizontal erfolgt. Dies ist logisch, bei 2D ist nicht zu erkennen ob der Daumen über- oder unterhalb der Hand ist, aber wenn er seitlich davon ist schon.

Konstantin 21. Mai 2012 um 22:57 Uhr

Woow… 3D ohne Brille zum anfassen… :p Geilo… -Hoffentlich kann man das man mal auf der CeBIT testen, wenn ich mit dem Ding und dem Caschy ne Runde 3D-Pong mit den eigenen Händen als Platte spielen kann :D

Fan Thomas 21. Mai 2012 um 23:23 Uhr

Hier gibts das Video zum Produkt in voller Länge (knapp 7 Minuten) http://media2null.wordpress.com/2012/05/21/leap-motion-3d-fingersteuerung-wie-bei-minority-report/

Bin von dem Teil unglaublich begeistert. Wahnsinn!

Oliver 21. Mai 2012 um 23:33 Uhr

Weil hier immer nur minority Report zu lesen ist… Iron Men 2 gestern Nacht die wdh auf pro7 gesehen und da war es technisch fand ich heiler mit de KI und den 3D Modellen + gesten. Der film an sich ist aber Schritt :-P

Fan Thomas 21. Mai 2012 um 23:43 Uhr

@oliver jo.. Hast vollkommen recht :D film kannste in die tonne treten :D

Andy 22. Mai 2012 um 01:00 Uhr

Das Beste daran: ohne Tom Cruise.

coriandreas 22. Mai 2012 um 01:33 Uhr

Ob Fake oder nicht. Meinetwegen würde ich es morgen schon kaufen wollen. Mir kann die Entwicklung nicht schnell genug gehen. Ich feiere dann den Tag, wo ich weder Tastatur, Maus noch Touchflächen brauche, um Benutzereingaben zu machen, also: was die Elektronik machen soll, was ich will, und zwar direkt und ohne Umwege!

Swaddy 22. Mai 2012 um 08:03 Uhr

Hm finde ich auch zu schön um wahr zu sein. Nur schon der Preis. Der “Neural Impulse Actuator” von OCZ kostet 100€ (und funktioniert nicht richtig), die Kinect 200€ – wie soll diese geniale Box dann so günstig sein?

Martin 22. Mai 2012 um 09:16 Uhr

Es könnte doch auch ein Zusammenspiel zwischen dem Kästchen und der im Apple Monitor verbauten Webcam sein.

Max 22. Mai 2012 um 09:47 Uhr

Also ich würde es nicht gleich als Fake abstempeln. Zu dem Argument, dass der Sensor den Handrücken nicht abtasten kann, würde ich sagen, dass es stimmt. Aber man man braucht ihn auch nicht für die Bewegungssteuerung. Und die 3D Darstellung der Hand auf dem Display kann man mit etwas anatomischen Kenntnissen aus der Fingerposition ableiten.
Zum Preis: Es gibt bisher keine Informationen über die Technik, die da drinnen steckt. Aber wenn es sich nur um Sensoren handelt, halte ich den Preis für realistisch. In KINECT steckt mehr Technik. Das Ding hat einen eigenen Prozessor. Wenn Leap natürlich keinen eigenen besitzt, heißt, dass die Berechnung auf die CPU ausgelagert wird. Sehe ich etwas kritisch, da Real Time Video Analyse sehr rechenintensiv ist und somit viel Ressourcen in Anspruch nimmt.
Zum Argument, dass die Abtastrate viel zu hoch sei: Die einzige Anwendung aus dem Video, die eine genaue Abtastrate benötigt, ist das Schreiben und hier wird ein Bleistift verwendet. Könnte mir vorstellen, dass es leichter ist einen Bleistift zu erkennen als Finger.

Ich sehe das Ganze aber doch etwas skeptisch. Aber ich fände es cool, wenn es wirklich so funktionieren würde.

MOsEsfly 26. Mai 2012 um 22:27 Uhr

bin mal gespannt, wann so ein Teil standardmäßig in Notebooks (bzw demnächst ja sicher Ultrabooks) zum Einsatz kommt. Und außerdem ob es wirklich so fantastisch sensibel funktioniert wie im Video zu sehen ist (Schrifterkennnung auf <1cm)
Da würd ich echt gerne mal zitieren “Shut Up and Take My Money”

Farin 19. Juni 2012 um 10:33 Uhr

Ich habe ebenfalls über dieses Produkt geschrieben, bin aber nicht ganz überzeugt ob es überhaupt möglich ist das intuitive und vor allem schnelle Arbeiten an einer Computertastatur effizient auf Touchscreen oder mit dem Leap Motion umzusetzen!

http://blog.farin.ch/?p=328

Martin 16. Januar 2013 um 15:52 Uhr

Der linke kleine Finger ist im ersten Bild dieses Beitrags nicht synchron des angezeigten. Die Spreizung des kleinen Fingers ist im Monitor größer.

iberemisab 3. Februar 2013 um 03:11 Uhr

Also die Funktionsweise kann man sich auf verschiedenste Weise vorstellen. Aber ich glaube, dass das einfach nur eine Projektion der Hand an die Decke ist oder so. Also in dem kleinen Gehäuse müssten einfach sehr helle infrarot LEDs quasi sehr schnell blinken (jeweils nacheinander). Durch die Position der LEDs in dem Gehäuse würde ein Stift oder ein Finger jeweils einen etwas versetzen Schatten an die Decke werfen. Dadurch, dass der Schatten weit weg von der Lichtquelle und dem Finger wäre, würde er sich auch viel mehr bewegen, selbst wenn man nur ganz kleine Bewegungen macht. Objekte die höher sind, haben Schatten die dichter zusammen liegen. Objekte die niedriger sind, entsprechend weiter auseinander. Nun braucht man noch eine WebCam, die diese Schatten verfolgt (60fps reicht aus, bei 6 LEDs hätte man 10 Positionen pro Sekunde!). Eine Software müsste dann aus den Schatten einfach die Position der Objekte ausrechnen. Die Konturen hätte man auch sofort. Naja… irgendwann ist es auf dem Markt, dann wissen wir alle, wie es funktioniert.


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