Kündigungen: Number26 gibt Stellungnahme ab

5. Juni 2016 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

artikel_number26Das war sicher eine turbulente Woche für die Banking-App Number26. Man hatte vielen Kunden gekündigt, ohne Angabe von Gründen. Die Kommunikation war – gelinde gesagt – mehr als schlecht. Wir müssen uns hier vor Augen halten, dass es um Geld von Kunden geht – um nicht weniger. Da erwartet man Kommunikation und Information. Nachdem man bereits in der letzten Woche ein recht schwammiges Statement abgegeben hat, legt man nun nach und versucht sich zu erklären. So heißt es beispielsweise, dass man sich die Kündigungen nicht leichtgemacht habe, da ja jeder Kunde wichtig sei.

Das Statement fängt erst recht allgemein ein und spricht davon, wieso eine Bank Kündigungen aussprechen kann. Dazu zählen etwa der Verdacht auf missbräuchliche Verwendung des Produkts oder Geldwäsche. Im konkreten Fall vieler Kunden ging es aber um ungewöhnliches Nutzerverhalten, das sich deutlich vom Durchschnitt der Kunden abhebt. Hier geht es insbesondere um Kunden, die ihr Number26 Konto außer für sehr häufige Bargeldabhebungen nur wenig verwendet haben. Im Durchschnitt spricht man von rund 15 Abhebungen pro Monat, teilweise auch über 30, über mehrere Monate hinweg.

Da Number26 kostenlos sei, verursacht so etwas natürlich beim Anbieter Kosten. In Deutschland liegt der Preis pro Abhebung – deutlich über dem europäischen Durchschnitt – zwischen 1,50 – 2,00 Euro, wie man seitens Number26 mitteilt. Diese Gebühren übernehme man in der Annahme, dass Kunden das Konto im „gewöhnlichen Ausmaß“ verwenden. Zudem habe man Cash26 entwickelt, um den Kunden zu ermöglichen zusätzlich bei über 6.000 Einzelhändlern in Deutschland kostenlos Bargeld zu beziehen. Diese Kosten seien geringer als bei traditionellen Geldautomaten.

Dem Anbieter ist es nach eigenen Aussagen wichtig, „eines der besten Kontoprodukte in Europa zu fairen Konditionen anzubieten“. Allerdings musste man feststellen, dass man nicht alle Kunden mit dem Angebot abholen konnte. So hätte ein Großteil der Kunden die Kosten für die Hardcore-Nutzer tragen müssen – das führte zu den Kündigungen. Aber: das Feedback hat wohl gezeigt, dass das momentane Angebot nicht mit dem Nutzerverhalten vereinbar sei. Aus diesem Grunde will man in den kommenden Wochen eine Fair-Use Policy für Number26 formulieren und einführen, damit alle Kunden klare Rahmenbedingungen haben.

Auch gekündigte Kunden können – sofern sie dies wollen – noch einmal vorstellig werden. Hier geht es um die Beantwortung der Fragen nach dem Kündigungsgrund, zudem kann man seine Kündigung noch einmal überprüfen lassen – sofern der Kunde weiterhin bei Number26 ein Konto haben möchte. Hier können sich Nutzer an Number26 wenden: questions@number26.de

Und, was sagt ihr dazu? Meine Meinung zum Thema hatte ich ja schon niedergeschrieben.

(danke Fabian!)


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Über den Autor: caschy

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