Konflikt-Mineralien: Apple, Google, Microsoft, HP und Intel zeigen, wie man es besser macht

18. November 2017 Kategorie: Internet, geschrieben von:

So glänzend und steril uns so manches Technikprodukt erscheinen mag, bei einigen Bestandteile geht es richtig schmutzig zu. Sogenannte Konflikt-Mineralien werden nicht immer unter akzeptablen Bedingungen abgebaut oder gehandelt, sei es im Bezug auf Menschen oder im Bezug auf die Umwelt. Wo Geld regiert, wird Moral schnell vergessen, umso wichtiger, dass auch solche Unternehmen in den Fokus gebracht werden, die sich in dieser Hinsicht besonders schlecht oder besonders gut anstellen.

Das Enough Project ist die Instanz, die Firmen im Bezug auf ihren Umgang mit Konflikt-Mineralien unter die Lupe nimmt und entsprechend bewertet. Die Ergebnisse könnt Ihr in der oben eingefügten Tabelle sehen. Viel zu wenige Firmen sind dabei im „grünen Bereich“, besonders erfreulich ist hierbei aber Google zu erwähnen.

Google arbeitet noch nicht so lange in diesem Bereich, ist in diesem Bericht auch das erste Mal aufgeführt und steigt gleich im grünen Bereich ein. Erreicht wird zwar nicht ganz der Wert von Apple, aber an zweiter Stelle – mit gewissen Abstand vor anderen – ist schon gut zu sehen. Ebenfalls im grünen Bereich noch zu finden: HP, Microsoft und Intel. Diese Unternehmen unternehmen mehr Anstrengungen, konfliktfreie Mineralien zu erlangen als andere.

Besonders lobend erwähnt das Enough Project wieder einmal Apple. Nicht einmal wegen des eigenen Umgangs mit diesen Mineralien selbst. Sondern vor allem, weil Apple auch eine zentralisierte Plattform zur Risikobewertung geschaffen hat, die von anderen Unternehmen genutzt werden kann. Apple betont immer wieder, dass man „für eine bessere Welt“ arbeite. Das steht zwar oftmals in einem Widerspruch zu einem gewinnorientierten Unternehmen, Berichte wie dieser zeigen aber, dass da durchaus etwas dran ist.

Betrachtet man den roten Bereich, wo sich nicht nur reine Techfirmen (aber auch) finden, kann man nur hoffen, dass die positiven Impulse, die von den „besseren“ versendet werden, auch bei den anderen mal ankommen. Die nicht nachhaltige Nutzung der Umwelt und auch der Menschen in den Gebieten ist nun nichts, das man heutzutage eigentlich noch sehen müsste. Falls denn alle an einem Strang ziehen würden.

Den gesamten Bericht findet Ihr auf dieser Seite, das ist schon sehr interessant, wenn einem auch die Dinge hinter den täglich genutzten Produkten interessieren.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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