Kommentar zu Apple: Wo Licht ist, da ist auch Schatten

11. Juni 2012 Kategorie: Apple, Hardware, iOS, Mobile, geschrieben von: caschy

So. Wir haben es hinter uns gebracht. Apple hat die Katze aus dem Sack gelassen und mehrere Neuerungen enthüllt. Ich möchte einfach ein paar Worte da lassen. Eine erste Meinung, wie das Spektakel auf mich wirkte. Wo fange ich an – wo höre ich auf? Ich denke, ich lasse einfach mal meine Meinung in Reihenfolge der Beiträge da.

Wie gesagt – ich kommentiere aus meiner Sicht, anhand meines Benutzerprofils. Wer da nicht reinpasst, der hat sicherlich eine andere Meinung – aber wir können in den Kommentaren ja gerne drüber plaudern.

MacBook Air

Ich startete meine heutige Beitragsreihe mit der Vorstellung der neuen MacBook Air, Version 2012. Änderungen? Es war absehbar – wir sehen lediglich ein Prozessor-Upgrade. Dritte Generation der Intel Core i-Serie aka Ivy Bridge. Der Rest bleibt gleich. Kein Retina-Display weit und breit. Hier kommt es auf euer Nutzerprofil an, ob ihr aktualisiert. Ich habe ein MacBook Air mit 2nd Generation Core i5 hier. 1,7 GHz, 4 GB RAM.

Was mache ich? Schreiben. Schreiben. Schreiben. Das könnte ich auch mit einem Gerät für viel weniger Geld machen. Ich benötige kein Upgrade auf die Ivy Bridge. Die Akku-Laufzeit wurde nicht verbessert. Was würde ich merken? Eine schnellere Umwandlung von Filmen? Schnellere Reaktionszeiten? Sicherlich. Benötige ich aber nicht. Apple hat mit dem MacBook Air den Consumer im Auge, verändert deswegen nur wenig.

Ein einfacher Refresh, der für viele enttäuschend ist – hatte man doch ein besseres Display erwartet, nicht nur CPUs und USB 3.0. Doch mal ehrlich, ich sag euch was: ich bin auch enttäuscht – und trotzdem ist es weiterhin eines der besten Geräte. Denn andere Notebooks bieten bei 13,3 oder 14 Zoll eine kleinere Auflösung an (das MacBook Air hat 1440 x 900, die meisten anderen Geräte 1366 x 768). Trotz alledem muss sich Apple jetzt stärkerer Konkurrenz stellen. Zumindest in meiner Gunst, denn die neuen ASUS UX-Geräte wissen mir schon zu gefallen.

Für Bestandsnutzer des Vorgängers ist das Upgrade vielleicht enttäuschend, der Consumer findet ein Book vor, welches immer noch vor vielen anderen Geräten steht. Zu haben ist das 11,6″ MacBook Air 2012 für ab 1049 Euro, das MacBook Air mit 13,3 Zoll schlägt mit ab 1249 Euro zu Buche.

Hier noch einmal die technischen Grunddaten:

MacBook Air 13,3 Zoll:

Akkulaufzeit: Bis zu 7 Stunden
Prozessor: Intel Core i5, dritte Generation (Dual Core 1.8GHz)
RAM: 4 Gigabyte ab Werk
Flashspeicher: 128 GB / 256 GB GB SSD
Auflösung: 1440 x 900 Pixel
Grafik:  Intel HD 4000
Konnektivität: WLAN (n-Standard) , Face Time Kamera,  Bluetooth
Gewicht: 1,35 Kilo
Anschlüsse:  Thunderbolt, SD-Reader, USB 3.0

MacBook Air 11,6 Zoll

Akkulaufzeit: Bis zu 5 Stunden
Prozessor: Intel Core i5 Ivy Bridge, dritte Generation (Dual Core 1,7 GHz)
RAM: 4 Gigabyte ab Werk
Flashspeicher: 64 GB / 128 GB SSD
Auflösung: 1366 x 768 Pixel
Grafik:  Intel HD 4000
Konnektivität: WLAN (n-Standard) , Face Time Kamera HD 720p,  Bluetooth
Gewicht: 1,08 Kilo
Anschlüsse: Thunderbolt, SD-Reader, USB 3.0

MacBook Pro

Auch im MacBook Pro fand sich im normalen Upgrade nichts Überraschendes, CPU-Upgrade und USB 3.0. Hier hat Apple anscheinend schon etwas professionellere Anwender im Blick, mehr Speicherkapazität, mehr Power.

Optional mattes Display. Ansonsten? Kleine Auflösung von 1280 x 800, alternativ für mehr Geld optional 1680 x 1050 Pixel. Solide aber unspannend irgendwie. Mechanische Festplatten in den neuen Geräten? In der Preisklasse geht es doch schon langsam mit SSDs rund. Die kleinste Ausstattung des 13,3 Zoll MacBook Pro liegt bei 1249 Euro, das 15,4 Zoll MacBook Pro bekommt ihr für ab 1549.

Technische Grunddaten MacBook Pro:

Akkulaufzeit: Bis zu 7 Stunden
Prozessor: Intel Core i5 und i7 Ivy Bridge, dritte Generation (Dual Core 2,59GHz / 2,9 GHz Quad Core)
RAM: 4 / 8 Gigabyte ab Werk
Flashspeicher /  ATA: 500 GB / 750 GB ATA
Auflösung: 1280 x 800 Pixel
Grafik:  Intel HD 4000
Konnektivität: WLAN (n-Standard) , Face Time Kamera,  Bluetooth
Gewicht: knapp 2,04 Kilo
Anschlüsse:FireWire 800, Thunderbolt, SD-Reader, USB 3.0

MacBook Pro mit Retina-Display

Der definitive Star des Abends. Fast so dünn wie das MacBook Air soll es sein, lediglich 1,80 cm hoch und 2,02 Kilo schwer. Damit ist es sicherlich das leichteste und portabelste MacBook, dass es bisher gab. 15,4 Zoll ist es groß und bietet eine gigantische Auflösung von 2880 x 1880 Pixeln. Dies entspricht 220 ppi. Wie auch beim iPhone oder dem iPad gibt Apple an, dass man die Pixel mit dem bloßen Auge nicht mehr erkennt.Höhere Auflösung, bessere Schwarztöne und besserer Betrachtungswinkel.

Ja, das ist gigantisch und Apple passt das neue Betriebssystem auf die Auflösung an. Man hat des Weiteren Adobe im Boot und auch Diablo 3 wird es für das Gerät geben. Tja, 13,3 Zoll und es wäre interessant – 15,4 Zoll große Geräte schleppe ich nicht mehr mit mir herum – das sind auch so die Stimmen aus dem Netz- und Freundeskreis. Eher 13,3 Zoll oder 14 Zoll.

Apple spricht ganz klar die Profis mit dem Gerät an. Leistungsstark ist es auf jeden Fall. Fotografen und Filmemacher dürfen die Kreditkarte zücken. Denen drücke ich auch die Daumen, dass andere Apps angepasst werden. Nicht-Retina-Apps auf einem Retina-Display können ganz schön enttäuschend wirken..

Der das neue MacBook Pro 2012 mit Retina Display verbaute Akku soll 7 Stunden lang halten,damit werden ähnliche Werte wie die des MacBook Air erzielt.

Die Preise für das MacBook Pro mit Retina-Display beginnen bei 2.279 Euro.

Akkulaufzeit: Bis zu 7 Stunden
Prozessor: Intel Core i5 und i7 Ivy Bridge, dritte Generation, Quad Core bis 2,7 GHz (Turboboost bis 3.7 GHz)
RAM: bis 16 GB
Flashspeicher: bis 768 GB
Auflösung: 2880 x 1800 Pixel 
Grafik: GeForce GT 650M (neueste Kepler-Technologie)
Konnektivität: WLAN (n-Standard) , Face Time Kamera, Bluetooth
Gewicht: knapp 2,2 Kilo
Anschlüsse: Gigabit-LAN, Thunderbolt, SD-Reader, USB 3.0, HDMI, Dual Mic

Mountain Lion & iOS 6

Schöne Änderungen im Betriebssystem von Apple. Man verzahnt mobiles System wunderbar mit dem Desktop. Über alle Änderungen brauche ich nicht berichten, wer Interesse hat, kann dies in den gesonderten Beiträgen nachlesen. Ich kann Tabs synchronisieren, Apps, Aufgaben, kann Nachrichten überall lesen. Man muss den Hut ziehen, denn bei Apple weiss man, was man bekommt.

Ich kann mir Apple-Geräte anschaffen und nach dem Motto „it just works“ leben. Das ist wirklich grandios für Anwender. Für Frickler wie mich ein Horror. Ich suche gerne Lösungen, die überall funktionieren. Jeder Dienst mit allen Systemen und so. Bei Apple gibt es das eher weniger. Erinnerungen? Habe ich überall: iPad, iPhone und Mac. Aber nirgends anders.

Aber sieht es woanders besser aus? Nö. Bietet Google nicht. Bietet Microsoft nicht. Bietet Linux nicht. Darf man das miteinander vergleichen? Nicht wirklich. Apple ist eine eigene Welt für sich. Man baut Geräte, verkauft Medien und bietet die Plattform. Kann Google nicht. Kann Microsoft nicht. Deswegen darf man das alles nicht direkt miteinander vergleichen. Apple macht einen guten Job im eigenen Ökosystem. Es ist dann allerdings schwer, fremde Lösungen in den eigenen Workflow mit einfließen zu lassen.

Vieles von dem, was ich mit iOS und Mountain Lion lösen und erleben kann, kann ich sicherlich auch mit Microsoft, Google und Co erledigen. Vielleicht nicht so schick, nicht so nahtlos, aber es funktioniert. Man versucht immer im Falle Apple von einem goldenen Käfig zu sprechen. Das mag stimmen, 95 Prozent der Nutzer werden allerdings nicht darüber nachdenken und einfach zufrieden sein. It just works.

Apple ist jetzt da, wo Microsoft und Google noch hin wollen. Man verzahnt Mobile und Desktop. Glaubt nicht, dass Microsoft und Google das nicht wollen – ihr eigenes Ökosystem für den Nutzer attraktiv machen. Es sind alles Firmen, keine Glaubensgemeinschaften. Sie alle handeln im Sinne der Gewinnmaximierung, nicht im Sinne des Samaritertums. Dies sollten wir auch immer bei unseren Diskussionen hier bedenken. Apple ist jetzt nicht sicherlich nicht da, weil die Kunden freiwillige Gehirnspender sind – sondern weil sie etwas richtig machen – von manchen Geschäftsgebaren und Firmenpolitik mal abgesehen.

Fazit? Verdammt, ich wollte mich gar nicht in ausschweifenden Plaudereien verlieren, nun ist es aber doch passiert. Eigentlich wollte ich nur ein kurzes Fazit von dem schreiben, was ich heute „erlebt“ habe. Apple hat eine gewohnt gute Show hingelegt, da macht ihnen keiner was vor.  Software-Updates fand ich in der Gesamtheit gut, es bleibt abzuwarten, wie gut die neuen Maps von Apple wirklich sind. Hardware-Preise wie gewohnt „stabil“, für mich aber enttäuschende Upgrades in Sachen Hardware. In Sachen Software und Ökosystem-Verzahnung glänzt man, in Sachen Hardware hat man meiner Meinung nach viel an Strahlkraft verloren.

Sorry für das Geschwafel – aber ich bin halt ein Blogger, der einfach mal „drüber reden“ muss, anstatt einfach Zahlen und Fakten in das Blog zu klöppeln. Würde mich freuen, wenn ihr in die Diskussion mit einsteigt.

Und was ich vergessen habe in den Beiträgen zu erwähnen: auch der Mac Pro hat ein Update erhalten, des Weiteren gibt es neue Smart Cover für das iPad, einen Thunderbolt-to-LAN-Adapter und eine neue Airport Express. Ihr wollt die Keynote selber schauen? Hier geht es lang. Meine Beiträge, die zu diesem Beitrag führten?

* Apple WWDC 12: neue MacBook Pro vorgestellt, eines mit Retina-Display
Apple WWDC 12: neue MacBook Air vorgestellt
Apple WWDC 12: iOS 6 mit neuen Maps
Apple WWDC 12: die Eröffnung und Mountain Lion

So, over & out.



Über den Autor: caschy

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64 Kommentare

Kritiker 11. Juni 2012 um 23:17 Uhr

Das MacBook Pro ohne Retina hat weiterhin sein Superdrive-Laufwerk, klickst du Caschy http://www.apple.com/macbook-p.....d-15-inch/

Neogine 11. Juni 2012 um 23:20 Uhr

Ich hab iwi das Gefühl das, seit Jobs nicht mehr am Leben ist, sich Designtechnisch nix mehr großartig ändert.. war früher iwi anders. Oder täuscht des?

Ansonsten haut mich vieles auch ne um… eben halt simple Hardware Upgrades mehr nicht.

Kritiker 11. Juni 2012 um 23:22 Uhr

Cool, den Satz mit dem Superdrive einfach gelöscht, ohne einen Hinweis zu hinterlassen und ich sehe aus wie ein Dödel. DANKE 🙂

chr1spy 11. Juni 2012 um 23:24 Uhr

Er hat auch nichts gegenteiliges erwähnt/geschrieben.

caschy 11. Juni 2012 um 23:24 Uhr

@Kritiker Hat sich wohl leider überschnitten: hatte veröffentlicht, war noch im Backend, als ich schon Info via Twitter bekam 🙁

Benne 11. Juni 2012 um 23:25 Uhr

Naja, die Airport Express sieht jetzt aus wie das Apple TV und das neue MBP (Retina) hat ja auch ein neues Design, wenn auch ähnlich zum alten MBP.

Das MBP Retina ist sicher schick, aber schweineteuer. Und auch die alten MBP sind mal eben 200 Euro teurer geworden. Apple dreht wieder an der Preisschraube, leider nach oben.

Trayo 11. Juni 2012 um 23:51 Uhr

Ich frage mich wieso du dich für das „Geschwafel“ entschuldigst. Wie du sagst du bist Blogger und du kannst doch schreiben soviel du Lust hast. Ich finde das gut und wenn mir manche Sachen zu lang sind überfliege ich diese (bsp. Lion weil ich keinen Mac besitze). Ich finde gut wenn du schreibst so viel du willst und man auch mal ein wenig zu lesen hat. Gerade deine Kommentare lese ich sehr gerne.

Johannes 12. Juni 2012 um 00:03 Uhr

Erstmal ein Lob für deinen Artikel, wegen so etwas lese ich schon seit Jahren dein Blog! Daten und Fakten bekomme ich auch auf der Apple-Seite, aber eine fundierte, gut geschrieben Meinung dazu ist echt was anderes.
Ich seh‘ das alles eigentlich ganz ähnlich – nette neue Software, weiterhin tolle Geräte, gerade für Otto Normaluser, aber keine hardwaremäßige Sensation. Bloß was erwarten wir? Noch mehr Leistung muss Apple im Moment einfach nicht bieten, um den markt zu bedienen. Das Apple-Ökosystem sehe ich allerdings etwas kritischer: Wie du bin ich eigentlich ein Fan von plattformübergreifenden Lösungen, deswegen gefällt es mir nicht so sehr, wenn Apple zu sehr auf die Verzahnung der eigenen OS‘ setzt statt mehr Offenheit zu bieten. Deswegen werde ich beispielsweise im mobilen Bereich auch Android treu bleiben: Ich brauche mir keine Sorgen machen, dass ich irgendwann ganz aufs Google-Ökosystem beschränkt bin, denn ich bin gezwungen, Dienste zu nutzen, die ich mit Windows/Linux/Mac auch nutzen kann.

wosa 12. Juni 2012 um 00:08 Uhr

Ähhh…
bin ich hier jetzt auf einem Apple-Blog gelandet?

nogger 12. Juni 2012 um 00:11 Uhr

Das Macbook Pro mit Retina Display hat kein Gigabit-Lan. Ist oben falsch aufgelistet…

Manas 12. Juni 2012 um 00:26 Uhr

Super Blog und guter Beitrag,
was haltet ihr von der Facebook Integration? Wird das Pflicht sein oder ist das optional?
(Habe leider kein Mac und bin kein Facebook Fan)

Arcx 12. Juni 2012 um 00:41 Uhr

Hab ich was verpasst? Du schreibst, dass „Apps“, die nicht an die „Retina“-Auflösung (übrigens mMn. ein ziemlich bescheidener Markenname ;)) angepasst sind bescheiden aussehen könnten… Gibt es für MacOS tatsächlich Fullscreen-Programme, die in ihrer Auflösung starr sind?

Dachte dieses Manko hätte man nur bei den mobilen Plattformen?! Zumindest bei meinem Windows7 habe ich (bis auf Spiele) noch keine Anwendung gesehen, die sich starr in einer Auflösung befindet und sich gleichzeitig auf Fullscreen zwingt?!

Im Übrigen finde ich die Vermischung der Begriffe „Apps“ und Programme ziemlich bescheiden… Ich weiß, dass „Apps“ ursprünglich für Applications steht – inzwischen ist der Begriff „Apps“ allerdings unweigerlich mit kleinen Helferlein verbunden, die in 99% der Fälle nicht an die Funktionalitäten von Desktop-Software heranreicht…Oder hat der angebissene Apfel „Apps“ inzwischen tatsächlich auch für seine Desktop-Plattform eingeführt? o.O

Peter 12. Juni 2012 um 01:29 Uhr

Sehr gute Einschätzung der Entwicklung von Apple, besonders in Hinblick auf den Aufbau einer umfassenden Computing-Plattform, die einfach funktioniert. Apple muss für die meisten User gar nicht unbedingt großartig in jedem Feature, sondern einfach nur „insgesamt gut genug“ sein. Das gelingt ihnen zur Zeit und tatsächlich ist Apple hier deutlich weiter als Google und Microsoft (und, auf andere Art, Facebook oder Amazon).

Spannend wird sein, wie es Apple weiter gelingen wird, seine Kunden komplett in die Apple-Welt einzubinden und andere Plattformen (s.o.) oder Stand-alone Produkte (Dropbox, Read-it-later etc.) an den Rand zu drängen.

Viele interessante Sachen zum Thema Neudefinition von insbesondere Mobile Computing durch Apple erfährt man auf http://www.asymco.com, und dem dort angeschlossenen Podcast.

TobsCore 12. Juni 2012 um 02:51 Uhr

Ich muss Dir widersprechen. Apple hat heute eine verdammt lahme Leistung hingelegt. Es wurde so viel erwartet. Natürlich viel lächerliches (ich schrieb es bereits bei Google Plus), aber wenn man dann sieht, was wirklich bei rum kommt, kann man sich nur am Hinterkopf kratzen und fragen: Ist das grade wirklich passiert? Das für mich schlimme und zugleich unverständliche ist: Die Nutzer springen drauf an. Als ich vom iPhone 4s gehört habe, habe ich gelacht, ich habe zwar nicht auf dem Boden gelegen (Rofl), aber ich habe gelacht und gesagt: Das wird im Leben nichts, wer kauft sich zu einem Aufpreis ein solches Telefon. Und ich wurde von den Zahlen in den Boden gestampft.
Nun sitzte ich hier, und überlege mir schon wieder: Wer wird sich sowas für das Geld kaufen. Und vermutlich werde ich schon wieder von den Zahlen überrannt, aber ich kann es nicht verstehen. Jeder der einen gesunden Menschenvertandt hat und viel Geld hat, kauft sich ein Lenovo PC. Wer etwas schickes haben will, wird sich was anderes kaufen, aber wer will ein Apple PC für so viel Geld kaufen. Und jetzt kommt das verrückte. Viele Menschen werden trotzdem drauf anspringen. Viele werden sogar dafür Schlange stehen.

Mir ist es mittlerweile egal geworden, wofür Menschen ihr Geld ausgeben, seitdem ich gemerkt habe, dass es ja eh nichts bringt. Wer genug Geld hat, kann sich gerne ein Macbook Air kaufen (Meiner Meinung nach ein tolles Gerät, aber schon überteuert), aber wer sich das neue Mac Book kauft, der hat nicht mehr alle Latten am Zaun. Mac OS überzeugt mich nicht, die Hardware schon gar nicht und bei den Preisen hört es erst recht auf. Deswegen verstehe ich nicht, warum so ein Hype um diese Veranstaltung gemacht wird, man bekommt kleine Änderungen präsentiert, die groß gehyped werden und am Ende merkt der Endnutzer, dass er nach Strich und Faden verarscht wird. Und jeder, der das nicht merkt, schimpft sich Apple-Fanboy.

(Das war ein sehr absoluter und sehr angreifender Post. Dies war auch so gemeint, weil ich entsetzt bin, dass sich ein Unternehmen soetwas leistet. Ich bin sehr kritikfreundlich und würde mich über Anregungen und anderweitige Kritik freuen. Auch wenn man damit rechnen muss, dass ich meine Meinung im Ganzen beibehalte [ich bin entsetzt!], möchte ich doch hören, was heute noch für Apple spricht)

Stephan 12. Juni 2012 um 06:44 Uhr

@TobsCore
Ich bin genau deiner Meinung. Es ist bei mir zwar so das ich das Betriebssystem auch sehr toll finde, auch die Hardware ist nicht unbedingt schlecht. Nur mit den Preisen wirkt das einfach nicht nach guter Performance oder guten Öko-System. Es ist eher ein „Ausbeuten“. Wer zum Beispiel findet für 200€ einen 4GB Riegel im Laden? Niemand! Denn den gibt es schon ab 15€ gleiche Qualität, alles das selbe. Nur verlangt Apple dafür 185€ Aufschlag -> Gewinn. Das gleiche bei den Festplatten. Da sind auch Preise angegeben die einfach unrealistisch sind. Für deren Preise gibt es oft schon 7200er mit mehr Kapazität.
Das schärfste ist aber ihr Marketing. Sie verkaufen die neuen Macs mit 2x schnellereren SSDs, das hat aber nicht Apple verbessert, sondern sie haben jetzt einfach mal einen 6GB/s SATA anschluss dazu gegeben. Aber dann sagen wieder alle Apple hat’s erfunden.
Übrigens Lenovo hat meist die selbe Leistung für 500€ weniger und das bei den Buissness ThinkPads, wenn das runter fällt tut nur dein Fuß weh. Bei einem MacBook haste aber dicke Kerben drinne.

MfG Stephan

Borg 12. Juni 2012 um 07:02 Uhr

Leute, hört doch endlich einmal auf von gesundem Menschenverstand und Rationalität im Zusammenhang mit crApple zu sprechen. Das Ganze läuft da nämlich auf einer gänzlich anderen Gefühls- und Trieb-Ebene ab.

Paule 12. Juni 2012 um 07:33 Uhr

Wo ist jetzt der Schatten?

zhet 12. Juni 2012 um 08:34 Uhr

@TobsCore
Wie soll man dir denn antworten – mit dem Ansatz „das OS ist Mist, die Hardware noch mehr und die Preise sind nur für Volltrottel und jetzt bringt ihr mir Beweise, dass das nicht stimmt“ willst du genau was erreichen? Beweisen, dass du dir jenseits deiner Anforderungen und Maßstäbe keine anderen vorstellen kannst? Warum soll dich jemand überzeugen, wenn du den „richtigen“ Weg schon gefunden hast? Ist doch prima so, das Entsetzen ist vielleicht etwas unnötig (und auch ungesund auf die Dauer). Ansonsten ist vielleicht etwas Neugier auf „andere“ technische Lösungen jenseits der eigenen nicht verkehrt – Bang & Olufssen ist auch sauteuer und macht „nur“ Musik, aber vielleicht ist ja doch was dran… 😉

P.S: warum sollte ich mir ein Lenovo Thinkpad kaufen, wenn die bis heute nicht in der Lage sind, ein auch nur rudimentär funktionierendes Touchpad in ein Notebook einzubauen?

Markus 12. Juni 2012 um 08:34 Uhr

Retina Display ist ein Spiegeldisplay, ein nogo für Professionelle arbeit, meiner Meinung nach hätten sie hier auch was Mattes liefern müssen.

Hendrik 12. Juni 2012 um 08:39 Uhr

@Tobscore:

Zu den Preisen für Apple Notebooks:

Du darfst auch nicht einfach die Prozessorleistung vergleichen. Natürlich gibt es Laptops, die günstiger sind und mehr Leistung haben. Aber das Gesamtpaket ist entscheidend. Bei den günstigen Laptops hat man meistens ein schlechteres Display, die Tastatur tippt sich, als wenn ein Schwamm drunter liegt etc pp.

Das heißt nicht, dass nur Apple gute Notebooks herstellt, aber wenn man gleiche Qualität bei anderen Herstellern haben will, dann löhnt man auch ähnlich viel.

Es ist ja auch kein Zufall, dass z.B. Die Asus Zenbooks (Prime) als Konkurrenz zu den Macbook Airs auch ungefähr 1200-1500 Euro kosten.

B 12. Juni 2012 um 09:01 Uhr

@ TobsCore:
Das mit Lenovo ist doch ein schlechter Vergleich. Hast du schon einmal ein MacBook Air in der Hand gehalten und mit dem Lenovo verglichen. Himmelweiter Unterschied zwischen den Qualitäten und der Verarbeitung. Wer nur auf die Hardware guckt, dann gebe ich dir in deinem Vergleich Recht. Aber ich selber habe auch den Anspruch auf Funktionalität, Optik und Verarbeitung. Ich kann auch Jeanshosen bei KIK kaufen (ohne Abwertung) oder eine Jeans von Diesel bzw. vergleichbares. Von der Hardware vermutlich KIK sogar noch besser bzw. identisch, da sie vom selben Band kommen. Aber Aussehen bzw. Design zählt ja auch noch was. Das selbe gilt für Jeans, Autos und eben auch Unterhaltungselektronik. Oder trägst du KiK-Jeans und fährst einen Ducia-Logan?

@all: Gebe den meisten Leuten Recht: Große Veranstaltung, wenig neue Ergebnisse. Frage mich aber oft auch selber, was ich noch erwarte. Die Anspruchshaltung ist groß, aber Nutzen tue ich den Größtenteil als normaler Consumer ja doch nicht.

Stulle 12. Juni 2012 um 09:05 Uhr

@zhet:
Also mein Touchpad funktioniert problemlos, auch z.B. Scrolling mit zwei Fingern.

capprice 12. Juni 2012 um 09:16 Uhr

@zhet: Ich denke eher er stellt sich die Frage, warum andere Menschen sich NICHT die Frage stellen „Wozu sollte ich 2300€ für ein Gerät ausgeben, von dem ich keinen Mehrwert habe?“
Diese Frage stelle ich mir übrigens auch sehr oft wenn ich die Preise von Apple sehe und bin seiner Meinung.

Matthias 12. Juni 2012 um 09:35 Uhr

Hmm?

Seit wann entprechen denn 220 ppi der Retina Auflösung?

Das ist doch Beschiss, Apple biegt sich seine Marketingbegriffe auch hin wie sie wollen, ich dachte Retina Auflösung wäre jenseits der 300 ppi Marke, demnach hätte das MacBook Pro jedenfalls keine Retina Auflösung.

15,4″ mit 2880*1800 sind nur 220 ppi, das ist ein ppi Wert den auch andere Hersteller bereits verbauen, z.B. haben die Android 10″ Tabletts mit FullHD Auflösung genau den gleichen ppi Wert, wie z.B. das Acer A700 oder das Lenovo IdeaTab K2, dann haben die quasi auch Retina Displays, sind ja auch IPS Panels, wie bei Apple, oder? 😉

kingkong 12. Juni 2012 um 09:40 Uhr

Das kleine MacBook Air hat immer noch keinen SD-Karten Reader.

Unter anderem solche Kleinigkeiten stören mich bei Apple. Der Reader kostet doch wenige Cent, wozu nicht verbauen? Richtig, damit der „dumme“ User zum nächst teureren Modell greift!

Genau so mit dem saftigen Aufpreis bei Festplatten und Ram.

anonymous 12. Juni 2012 um 09:44 Uhr

@Leute da oben: es geht doch nicht nur um die hardware -.- könnt ihr wirklich nicht weiter schauen und auch mit dem herz denken? was die hardwareupgrade-preise bei festplatten/ram usw. angeht muss ich euch natürlich recht geben. diese gehen absolut nicht. aber was den normalen endpreis eines MBA oder MBP angeht, so spielen da viele weitere faktoren eine rolle, die sich apple eben teuer bezahlen lässt. macosx geht nunmal nicht auf dem hässlichen lenovo china NB mit spionagefunktion (googlesuche: lenovo spionage)

anonymous 12. Juni 2012 um 09:47 Uhr

@kingkong: glaubst du wirklich das viele einen sd-kartenleser benötigen? für was? ich gehe mal davon aus das du kamerakarten verwendest. wieso schliesst du die kamera nicht per kabel an? wieso holst dir nicht einfach eine sdkarte mit wlan? das geld für den hardwareaufpreis hast dir gespart und kannst die wlan-sd-karte überall nutzen.

Jan 12. Juni 2012 um 09:48 Uhr

Guter Bericht, den ich größtenteils auch so sehen würde. Was mich immer wieder stört, mehr in den Kommentaren als in dem Bericht, ist die ständige Preis-Diskussion und die Mega-Erwartungen bei jeder Keynote.

Mein Beispiel dazu ist immer der Porsche, welcher auch nur von A nach B fährt und auch in Ländern wie den Niederlanden (Tempo 130 für ALLE) gute Verkaufszahlen bei einem stolzen Preis hat.

Cuff 12. Juni 2012 um 09:51 Uhr

Täusche ich mIch, oder ist beim 13″ MacBook pro (nicht mal gegen viel geld) kein Display Upgrade möglich?
Für den Preis gibt es dann absolut keinen Grund mehr das 13″ MacBook pro den Air vorzuziehen.
(selbe grafikleistung, schlechtere Auflösung, marginal mehr prozessorleistung, unnötiges Laufwerk, mehr Gewicht).
Für mich hat Apple dadurch ihre meist verkaufte produktreihe ruiniert.

Andererseits ist mir die Intention dahinter klar. Ein Update des Gehäuses hätte sich nicht gelohnt, man bietet ja das Air an. Eine bessere Grafik hätte wohl wenn überhaupt mit Gehäuse Redesign reingepasst. das kleine Update wird wohl als Zwischenschritt gesehen während neues entwickelt wird und sich die Verkäufe Richtung Air verschieben.

Aber ich hätte an Apples stelle das 13″ mb pro dann wenigstens preislich als günstiges einsteigergerät positioniert (mit ssd beginnt es bei 1449). Denn ohne vernünftigen Display ist daran so gar nichts mehr pro.

Timisorean 12. Juni 2012 um 09:52 Uhr

@Matthias: Retina hat nichts mit der PPI an sich zutun, sondern dem Verhältnis zwischen PPI und Abstand zum Bildschirm. Da gabs einen schönen Artikel im Netz, der das alles mathematisch erklärt, bin aber zu faul zum suchen, also mach du das 😉

Zu den Preisen: Apple ist nicht schuld an den Preiserhöhungen, sondern unser toller Euro, der seit letztem Sommer schön in den Keller gegangen ist.

Beim MacBook Pro hab ich ehrlich gesagt SSDs erwartet, mit normaler HDD sind sie relativ uninteressant, besonders das 13er. Derzeit bin ich mir noch nicht sicher, ob ich mir eines der MBA holen soll, oder noch abwarte. Nächstes Jahr erwarte ich ehrlich gesagt kein Retina beim MBA, es ist einfach zu dünn und hat keinen Platz für große Batterien.

hoschi 12. Juni 2012 um 09:58 Uhr

Da verzahnt Apple ein bisschen sein Messenger-Gedöns mit den verschiedenen Systemem und auf einmal ist es wieder mal das super tolle Ökosystem und alles andere ist im Vgl dazu natürlich nur Murks, kommt niemals daran ran und ist sowieso mega kompliziert. Sorry aber diese überschwenglichen Apple-Ökosystem Lobhudeleien inkl. Vergleiche nerven mittlerweile irgendwie…

Klaus 12. Juni 2012 um 10:01 Uhr

@Matthias
Das liegt an der Entfernung, die du normalerweise mit deinen Augen von dem Gerät Abstand hältst. Wenn du es so willst, ist ein normaler FullHD Fernseher auch ein Retina Fernseher, weil du ja meist (hoffentlich) 3 – 4 Meter Entfernung zu dem Gerät hast und somit auch die einzelnen Pixel nicht mehr erkennen kannst. Ein Tablet dagegen hast du meistens etwas näher an deinen Augen als zum Beispiel einen PC.

@wosa
Du bist nicht auf einem Apple-Blog gelandet, dafür empfehle ich dir SpiegelOnline. Alleine schon die Schlagzeile dort „Apple bringt Ipad-Feeling auf den Computer“, ohne dann ein einziges Mal darauf hinzuweisen, was denn jetzt das Ipad-Feeling genau ist, platzt schon geradezu vor Naivität und ist nichts anderes als plumpe Werbung. Dagegen kannst du hier schön aufgefächert in verschieden Beiträge lesen, was dich wirklich und hast sogar noch einen relativ kritischen Beitrag von einem nicht gerade unkompetenten Blogger, der durchaus in der Lage ist, über seinen Tellerrand hinauszuschauen (dies ist übrigens keine Werbung für das Blog hier :D)

Cuff 12. Juni 2012 um 10:13 Uhr

Apple zeigt den besten Computer der Welt
-Focus online

Das stellt sogar den Spiegel artikel in den Schatten 😀

Damit ist Japans K jetzt wohl offiziell abgelöst 😀

noko 12. Juni 2012 um 10:18 Uhr

Weiß selbst grad nicht, warum ich apple verteidigen will, aber was erwartet ihr bitte?? wenn wir nur apple hernehmen: sie versuchen ihr „ökosystem“ zu verbessern (gemacht), sie verbessern die hardwarde (erledigt), sie tüfteln am design (eh schon top), sie bringen was ganz neues wieder raus (gibt halt grad nichts, und siri haben sie eh verbessert)!

verarbeitung wie immer top, preis wie immer teuer, viel mehr gibts halt nicht!
Warum machen sie dann so einen großen wirbel darum? 1. weil es ihnen mehr geld bringt und zweitens tragen ja vorallem medien und blogs dazu bei!
gestern zum beispiel im radio, als sie die top themen um 14:00 durchgegangen sind (in österreich): 1. schönheits-op’s werden stärker reguliert 2. Apple verzichtet immer noch auf eigene Fernseher!!!!111elf

Es ist ein top-thema im radio, dass ein computer- und handyproduzent noch keine(!) fernseher herausgebracht hat!!

Fazit: Apple macht so vieles richtig und gut, dass einfach ein ernomer hype entstanden ist, der wiederum extreme erwartungen mit sich bringt, die apple einfach nicht erfüllen kann! samsung, google oder wer auch immer bringt auch nicht jedes mal was großartig neues raus und da schreit ja auch keiner….

Denis 12. Juni 2012 um 10:54 Uhr

Bei Appleprodukten geht es nicht um das typische Preis/Hardware. Es ist einfach ein Produkt, bei dem mehr dahinter steckt als nur die Hardware. Quasi ein Preis/(Optik*Feel).

Apple bietet für viele Menschen den Komfort, den sie sich wünschen, wenn sie z.B. nach 8-10h Arbeit nach Hause kommen. Kein großes basteln, kein großes Software installieren, kein großer Stress. Es funktioniert halt und das ist auch gut so, denn dafür habe ich schließlich mehr bezahlt und zahle gerne auch in Zukunft mehr. Und es ist auch ganz hübsch anzuschauen. Und bei dem Preis kommt dann auch die Glaube, dass es sich um ein gutes Produkt handelt. Und das ist jetzt nicht abwertend gemeint, sondern soll nur erklären, wie der Nutzer später eine Bindung zu seinem Produkt aufbaut. Dies alles kann nur funktionieren, wenn alles reibungslos funktioniert.

Borg 12. Juni 2012 um 11:01 Uhr

Apple will halt seinen Premium-Profit weiter vergrößern, da zahlt man doch gerne Premium-Preise, oder? Also, ich persönlich, gönn den Aktionären jeden Cent, haben sie sich ja auch hart erarbeitet.

toellby 12. Juni 2012 um 11:02 Uhr

Ich hab auch bei Dir eine (leichte) Kritik an dem goldenen Apple-Käfig vernommen, und die ist für Dich und mich als Bastler und Frickler der ersten Generationen auch mit Sicherheit ein klein wenig befremdlich oder einengend. Wenn ich aber sehe, wie einfach und „it just works“ (wie Du so schön beschrieben hast) dieser „goldene Käfig“ für Leute mit weniger Bastelpotential funktioniert, dann geht mir fast das Herz auf. Meine Frau nutzt mittlerweile auch iPad, iPhone und Mac, einmal vernünftig mit iCloud etc eingerichtet -> it just works. Man kann sich auf Kernthemen spezialisieren, alles andere macht das OS.
Kleines Beispiel am Rande: eine Bekannte hat neulich bei Facebook gepostet, sie sei vom iP4 zum SGS3 gewechselt, Gründe halt „schnellerer Prozessor, grösseres Display etc“ alles schön auswendig gelernt was der Verkäufer im VF-Shop so gebrabbelt hat. Gerät ausgepackt, angemacht… gestaunt. Warum? Nix mit „Namen eingeben“ oder „Backup vom alten iPhone“ sondern 3 Tage Gefrickel und Gefummel. Was nutzen die tollsten Benchmark-Tests und die besten Tec-Specs wenn die UI einfach „anders“ ist?

Der „goldene Käfig“ ist bei Apple Fluch und Segen gleichzeitig und sicherlich ist es Apples grosses Plus das nur sie die Software basteln die auf den Geräten läuft, aber: sie machen einfach weniger falsch als die andern, und darum geht IMHO kein Weg an einem Gerät mit Apfel vorbei.
You can call me Fanboy, macht nichts.

Rene 12. Juni 2012 um 11:30 Uhr

Ich kann diese ganze Diskussion um die WWDC nicht verstehen. Sicher ist das nicht DER Knall gewesen, der von einigen erwartet wurde. Aber ich sehe das Problem eher nicht in den Produkten, die vorgestellt wurden, sondern in den Erwartungen, die an die Keynote gestellt wurden.
Die MacBooks wurden dezent weiterentwickelt. Die Pro-Modelle haben immerhin eine ordentliche Grafikeinheit erhalten und die Preise sind minimal gestiegen, was wohl eher dem schwächelnden Euro anzulasten ist. Für mich absolut okay. Ich bin zwar kein Jünger von Apple Produkten, kann nach dem Verkauf meines MacBook Pro 13″ und der Anschaffung eines Dell XPS aber eins sagen: ich hab’s so bereut!
Das MacBook Pro mit Retina Display ist ein technisches Highlight und wohl für die Leute, die mit dem Preis keinen Schmerz haben oder es professionell nutzen. Und auch wenn es preislich noch über dem ’normalen‘ 15″-Modell liegt, hat es z.B. in der Grundversion bereits 8GB RAM und eine 256GB SSD – das ist sonst nur gegen Aufpreis zu haben. Ein ’normales‘ Modell mit diesen Features ist teurer als die Retina-Version.
Gegenüber MacOS X Mountain Lion / iOS 6 bin ich skeptisch. Wenn ich die Neuerungen in MacOS X noch richtig gut finde bin ich bei iOS 6 eher enttäuscht. Ich hatte mir gehofft, dass ein paar Jailbreak-Tools Einzug in das neue iOS finden, wie einst das Notification Center. Speziell hätten mir SBSettings und OpenNotifier als Bestandteil des OS sehr gefallen. Stattdessen muss ich mich jetzt von Facebook gängeln lassen. Ich hoffe, den Kontakt-Sync mit Facebook kann ich unterbinden. Eine Betainstallation von iOS 6 auf meinem iPad schlug leider gestern abend noch fehl – ich hoffe ich kann das heute ausprobieren.

Was ich bei MacOS toll finde ist, dass sie das an das neue Retina-Display anpassen. Beim Dell XPS (mit 15″-FullHD-Display) ist Windows leider unbenutzbar, wenn ich die volle Auflösung einstelle und nicht die Darstellungseinstellungen – mit denen einige Programme leider nicht gut klarkommen – verändern möchte. Ich denke (@ArcX), dass Apple das realisiert, indem sie eine Standard-Auflösung von 1440×900 Punkten nutzen und ‚Retina‘-kompatible Programm über API-Funktionen ähnlich wie bei iOS die hohe Auflösung nutzen.

Was ich bei deinem Beitrag (@cashy) schade finde ist, dass der Eindruck entsteht, Apple müsse dich zum Nutzen ihrer Produkte überreden. Ich glaube es geht auch darum, Nutzer einfach zu behalten und sie davon zu überzeugen, dass sie – wie ich – einen Fehler begehen, wenn sie sich in Kürze z.B. ein Dell-Notebook mit Windows zulegen und kein Apple-Gerät. Mich hat Apple überzeugt. Meine Meinung: Die Hardware ist nicht das Noneplusultra im Punkt Performance, aber Apple stellt dafür eine funktionierende und harmonische Gesamtkomposition aus Hard- und Software zur Verfügung und nimmt Verbesserungen an den richtigen Stellen vor.

Ein zu teurer Wehmutstropfen ist für mich eher die Summe von 349 Euro für den AppleCare Protection Plan.

dingPong 12. Juni 2012 um 11:33 Uhr

mir fehlt nur endlich der simkarten-slot bzw. eben auch der umts-chip in einem macbook. egal ob air, pro oder superplus.

ärgerlich! laptops also mobile geräte verkaufen, die voll zukunft sein sollen und dann nicht an die mobile kommunikation denken!

Matthias 12. Juni 2012 um 11:56 Uhr

@toellby

Naja, dann soll sie mal eine Zeit lang mit dem Gerät arbeiten. Dann wird wie froh sein, wenn sie den iTunes Murks nicht mehr braucht 🙂

Dann reicht es aus seine Google Zugangsdaten einzugeben und schon hat man seine Adressen und Kontakte wieder im Gerät.

Ausserdem ist das kein Gefrickel, man synct einfach per Exchange mit dem Google Konto und schon hat man seine Daten im Google Account, im SGS3 reichen dann wie gesagt die Zugangsdaten und schon sind die Kontakte und Kalendereinträge eingetragen.

Das UI von Android ist natürlich anders, das ist Gewöhnungssache, man darf aber Unerfahrenheit nicht einfach als Mangel an einem Gerät abtun, man muss sich erst ein wenig einarbeiten. Wenn man Android mal gewohnt ist, gibt man es es nicht mehr her, alleine die Möglichkeit sich sein OS mit verschiedenen Widgets einzurichten ist genial, es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich seinen „Desktop“ zu personalisieren, völlig anders als beim sehr starren iOS, welches in alle Richtungen doch sehr stark eingeschränkt ist.

Ich kenne selber einige, die haben sich kürzlich von ihren iPhones getrennt und sind auf Android umgestiegen ohne es bereut zu haben – im Gegenteil!

Kizune 12. Juni 2012 um 12:08 Uhr

@Cuffs Kommentar: Und daran sieht man mal wieder, wie „objektiv“ die Medien sind…

Rene 12. Juni 2012 um 12:09 Uhr

Verdammt… Mein ausführlicher Kommentar ist irgendwo steckengeblieben. 🙁 Hier nochmal mein KURZES Fazit zum Beitrag und zu den Produkten: Ich habe bei deinem Beitrag (@cashy) und auch auf anderen Internetportalen das Gefühl, dass die Schreiber von den angekündigten Apple-Produkten umgehauen werden müssen. Das sehe ich nicht so. Der Refresh mit den Ivy-Bridge-CPUs von Intel war logisch, die Geräte sind aber auch ohne schon ihr Geld wert. Außerdem haben die größeren MBP-Modelle immerhin auch neue Grafikeinheiten erhalten. Ich denke das waren die richtigen Maßnahmen, um Kunden, die neue Anschaffungen planen, bei Apple zu halten bzw. dahin zu locken. Ich habe vor einem Jahr mein 13″-MBP verkauft und mir anstelle dessen ein Dell XPS angeschafft – seither bereue ich es.
Die OS-Updates sind dezente Weiterentwicklungen und führen MacOS X und iOS weiter zusammen. Bis auf die Facebook-Integration, die mich persönlch skeptisch macht, bin ich begeistert.
Das MBP mit Retina-Display finde ich klasse. Den Preis finde ich, im Vergleich zum Standard-MBP, okay. In der Retina-Version gibt’s immerhin im Grundpaket 8GB RAM und 256GB Flash, was in der Standard-Version massiv Aufpreis kostet und die Standardversion so schon teurer macht als die Version mit Retina-Display. Da ist selbst noch ein Adapter von Gigabit-Ethernet bezahlbar.
Schade finde ich, dass in iOS nicht mehr Ideen aus der Jailbreak-Szene Einzug gehalten haben. Ich hätte mir speziell ein SBSettings und OpenNotifier in iOS 6 gewünscht oder ganz einfach die Möglichkeit (LockInfo), mir kommende Termine im Lockscreen anzeigen zu lassen.

toellby 12. Juni 2012 um 12:10 Uhr

@Mathias
Klar, stimmt schon. Nur wenn ich iCloud korrekt eingerichtet habe benötige ich keinen „iTunes-Murks“ mehr, sondern brauche auch nur mein „MobileMe/iCloud“-Zugangsdaten eingeben und bin in wenigen Augenblicken unterwegs. Unabhängig davon kann ich meine Adressen und Kalender auch via Google als Exchange im iPhone zugänglich machen und nutzen.

Sicherlich ist Android ein interessantes Betriebssystem, ich hab selbst mehrere getestet und mich eingehend mit beschäftigt (diverse HTC und Samsung), mit dem Galaxy S war Schluss. Es war immer mal wieder interessant, hat sich aber schnell abgestumpft. Dafür hab ich mir mit Apple-Geräten zuviel eingerichtet um dann auf Android umzusteigen.

Grundsätzlich gebe ich Dir Recht, Einrichtungstechnisch bietet ein Android mehr Möglichkeiten, aber genau da finde ich doch greift das Konzept des „starren“ iOS. Jemand wie meine Frau, die alles andere als technikaffin ist, kann mit wenigen Klicks und Passwörtern auf jedem Gerät auf alles zugreifen via iCloud und Match. Klar, kann man mit Android auch, mit vielen kleinen Tools, einem Google-Account und so weiter. Find ich ne Zeit interessant, aber mein Hauptjob ist eben nicht an Geräten konfigurieren sondern Technik so nutzen das sie mir hilft und mich unterstützt. Und das passt (für mich) bei den Lösungen von Apple halt am besten.

Wie gesagt, Apple macht lange nicht alles richtig, es gibt einige Sachen die mich auch nerven, aber sie machen halt einfach weniger falsch als alle anderen…

Manuel 12. Juni 2012 um 12:20 Uhr

RetinaDisplay im IPhone 4S, new IPad und jetzt im Macbook Pro. Das Display ist schön und gut ich bin auch für mehr dpi auf dem Display.

Es gibt aber doch einige Dinge die den Nutzen in frage stellen.

Wo brauch man die hohen dpi Zahlen, über 150 dpi?
ebook, sprich lesen
Bildbearbeitung, eventuell
FullHD Filme, eher nicht
Office, nein
Spiele, nein

Meine Beobachtung ist, die meisten Leute kaufen doch eher, Geräte mit niedrigen dpi Zahlen

Beispiele
damals LC-Displays 17″ und 19″, 19″ ist sehr grobpixelig wurde aber besser verkauft.
LCD-Fernseher werden immer größere verkauft dpi Zahl nimmt aber ab, Auflösung max. FullHD.
Smartphones wurden die Displays auch immer größer, jetzt zeigt sich zum Glück Besserung Galaxy S3 und Galaxy Nexus.
Ich persönlich habe immer gerne ein hohe dpi Zahl weil ich sehr gute Augen habe (HTC Desire, Thinkpad 15″, 1400×1050). Besonders beim Laptop bekomme ich öfters die Kommentare (das ist aber klein…).

Besonders beim new ipad mit RetinaDisplay fällt auf dass das Display mit einigen Nachteilen behaftet ist

Akku musste fast die doppelte Kapazität erhalten damit es die gleich Laufzeit bekommt. SoC (CPU, GPU) musste auch übertaktet werden damit es rund läuft.

Im ganzen macht es auf mich den Eindruck das Apple sich nur mit solchen Dingen aus der Masse hervorheben kann.

Christoph 12. Juni 2012 um 13:07 Uhr

Wir haben gestern live über die Keynote berichtet und auch das Feedback der Nutzer eingeholt. Es entspricht im Wesentlichen dem, was du hier niedergeschrieben hast. Die neuen Systeme kommen ganz gut an, aber von der Hardware war es irgendwie nicht der Bringer.

Vor allem die fehlenden Mac Pro’s und auch die iMacs waren ein wichtiges Gesprächsthema…

Hendrik 12. Juni 2012 um 13:09 Uhr

Gibt doch neue Mac Pros?

Georg S. 12. Juni 2012 um 16:46 Uhr

Immerhin gibt es die MBAs nun optional mit 8GB RAM (und eine SSD bis 512GB) was ich auch erwähnenswert halte.
Ultrabooks mit hochauflösendem Display und mehr als 4GB Ram gab es ja bisher nur von Samsung, dank USB 3.0 und 8GB Ram, sind die MBAs für mich jetzt wieder richtig interessant, aber ich werde mir wohl frühstens in einem Jahr ein Ultrabook kaufen und bis da kann noch viel kommen.
Asus hat derzeit mit mattem FullHD Display (sogar auf 11,6″) die beste Auflösung, Samsung hat 8GB Ram+Mattes Display+1600×900 Pixel und Apple 8GB Ram+Thunderbolt+1400×900 Pixel. Als dritte Alternativen (neben Apple uns Samsung da ich schon mehr als 4GB Ram möchte) gibt es für mich derzeit wohl nur noch Sony mit dem Vaio SA mit 1600×900 Pixel und etwas Größer und schwerer dafür aber preiswert und mit ODD oder dem Vaio Z mit FullHD das aber teuer ist dafür aber auch mit schnellerer CPU kommt, auch ein Quadcore ist zu haben.

sebweber 12. Juni 2012 um 16:50 Uhr

Sch***, jetzt hab ich den crApple-Artikel doch gelesen. Aber mir gehts nicht darum.

Caschy, warum hast du so eine Angst um uns Leser, du schreibst in dem Artikel dreimal, dass du es nicht lang schreiben wolltest, dass es deine eigene Sichtweise ist und so weiter.
Schreib einfach. Wer es nicht lesen will, der liest es einfach nicht.
Die Kommentare, die mit der Länge und deiner Sichtweise nicht einverstanden sind, sind einfach nur eine eigene Meinung der Leser, die sind ignorierbar 🙂

David 12. Juni 2012 um 16:54 Uhr

Oje…
Was erwartet man denn immer. Simple Produktpflege und nen Hammer Retina MacBook was ich auch preislich im Rahmen finde. Klar, teuer aber wer es braucht findet es nicht teuer und wer damit nur Office nutzen möchte sollte sich was anderes kaufen. Ansonsten hat das Gerät ne Bomben Ausstattung.

Das Design der MacBooks ist nahe an Perfektion, was soll da auch noch so viel besser werden? Würden sie jedes Jahr was komplett neues bringen würden alle meckern das schon wieder was neues kommt.

Qualitativ kommt nichts an Apple Rechner ran und wenn sind sie teurer.
Und der Wieder Verkaufswert ist auch nicht zu verachten.

Nenn doch mal klar war du dir gewünscht hättest?
Retina Display überall OK, aber das war zu erwarten das das jetzt noch nicht kommt. Das Air hat doch nen super Display…

Stefan 12. Juni 2012 um 17:34 Uhr

Das Retina MacBook Pro hat doch nur Core i7, oder? Ich lese immer wieder Core i5, finde aber auf der Apple Website nur Core i7. 😀

Andi Arbeit 12. Juni 2012 um 17:37 Uhr

Tja, mal wieder Keynote.

Und wie in jedem Jahr verwechseln die Anwender eine Entwicklerkonferenz mit der Macworld und sind enttäuscht. Ich nicht 🙂 Sogar ’ne neue Hardware haben sie mit dem Macbook Pro vorgestellt, für fucking 2.300 Euros. Ok, Full-HD passt auf ein viertel des Bildschirms aber alter. Fucking 2.300 Euro. Bis auf meinen Kollegen, der für die Werbeindustrie 3D-Filme auch mal mobil rendert, dürfte das für die meisten eher unerschwinglicher Luxus sein.

Viel überzeugender fand ich da iOS 6. Google Maps deutlich übertroffen, viel besseres Handling und endlich – endlich auch mal die längst überfälligen Änderungen an Siri, so dass man es tatsächlich auch mal produktiv benutzen kann. Der Navi mit Live-Verkehr ist schon geil: man muss sich vorstellen, irgendwo fährt einer mit nem iPhone und die Geschwindigkeit wird direkt anonym ins Leitsystem übertragen um den schnellsten Weg zu ermitteln. Das ist echt mal fett. Auch die neuen sag-mir-bescheid-wenn-ich-da-bin Funktionalitäten via. Locationfenster, super.

Was den Berglöwen angeht, scheint es mir einige Verbesserungen gegenüber OSX Lion zu geben, die durchaus praktisch sind aber auch nicht weltbewegend. Stichwort Tabs auf allen Geräten zum weitersurfen, dann Chrome verheizt beim Speed von Javascript (wen interessiert’s eigentlich wirklich ;)) aber gut, auch die kommunikative Seitenleiste verspricht ganz praktisch zu sein.

Gespannt bin ich auf die Diktierfunktion bzw. ob die viel versteht oder eher leicht aus dem Konzept kommt und darauf, welche Software-Stückchen uns Dank der neuen APIs in Kürze erwarten werden.

Und Tim Cook hat echt mal ’nen Stock im Arsch. Also er hat mindestens acht dankbare Gelegenheiten verpasst, einen richtig guten Joke zu reißen, stattdessen sieht er nur aus wie eine Giraffe von der Seite und trabt einfach humorlos zur nächsten Baumkrone :/

So long,
Andi Arbeit

Dave 12. Juni 2012 um 17:40 Uhr

Also ich war bislang unter anderem mit einem MacBook Pro 15″ unterwegs. War eines der ersten MBP mit i5 Prozessor. Vor kurzem habe ich es aber verkauft, da es mir einfach zu gross war und ich mobiler werden möchte. Ich schleppe schon genug mit mir herum 🙂 !!

Daher habe ich mal abgewartet was so bei den MacBook Airs passiert. Auch wenn es nichts neues am Design gab, ich werde wohl demnächst eines zulegen. Mir geht es dabei um die Mobilität, welche ja beim Air ja wirklich gegeben ist. Ich will ja da unterwegs nicht weiss nicht was für grosse Arbeiten machen. Einfach mobil sein, doch gewisse Programme nutzen welche man so halt als Musiker braucht und sonst das übliche, Mails, Internet usw.!

Ich denke mal so wird mir das aktuelle Air lange gute Dienste leisten. Ich werde dann wohl lieber meinen iMac 24″ irgendwann einmal wechseln. Aber auch dieser Mac funktioniert immer noch einwandfrei und reicht mir bislang.

Markus 12. Juni 2012 um 19:02 Uhr

Also wenn das Deine „ausschweifenden Plaudereien“ sind – dann bitte mehr davon 🙂 Auf den Punkt gebracht und hilfreich bei der Entscheidungsfindung! Danke.

Stuart 12. Juni 2012 um 23:51 Uhr

Auch wenn viele von überteuerten Geräten sprechen, finde ich 2.400€ für einen Computer lächerlich wenig. Wie oft kauft man sich in seinem Leben schon einen neuen Rechner? Die Leute geben VIEL mehr Geld für ihre Autos aus (diese aufgemotzten SUVs zum Beispiel), obwohl sie vielleicht gerade mal 15.000km im Jahr fahren. Ich dagegen benutze meinen Computer ungefähr 9 Stunden am Tag (8h Arbeit + 1 Stunde in der Freizeit). Da sind 500€ Aufpreis für einen niemals verpixelnden Bildschirm kein Thema.

Was mich allerdings am neuen MBP eher begeistert ist, dass er kein CD-Laufwerk mehr hat. Wozu auch, wenn ich Video gucken will, steck ich halt mein SuperDrive ran und los geht’s. Wenn ich aber mein MBP zur Konferenz mitnehme, warum soll ich dann ein eingebautes CD-ROM mitschleppen?

Gut gemacht, Apple.

BTW, das Lenovo ThinkPad mag ja billiger sein, aber kann ich da auch eine Magic Mouse anschließen? Das wäre für mich das K.O.-Kriterium.

Matthias 13. Juni 2012 um 09:56 Uhr

@Stuart

Eine Magic Mouse kannst Du natürlich an jedem Windows Rechner von XP bis Win7 über BT verbinden, ein findiger Programmierer hat die Treiber für 32/64bit erstellt, welche den vollen Funktionsumfang bieten 🙂

Vincent 13. Juni 2012 um 11:45 Uhr

Werde mir das 15er Retina zulegen. Schon sehr praktisch, besonders wenn man viel Fotos bearbeitet und viel liest (klarere Schrift). Zudem lohnt sich ein Retina Display wenn man es für die nächsten 1-2 Jahre täglich 5 Stunden benutzt.

Grüße, Vincent

Stuart 14. Juni 2012 um 00:08 Uhr

@Matthias: Anscheinend ist das Netz voll mit Fragen, ob und wie man eine Magic Mouse unter Windows zum Leben erwecken kann, mit mehrseitigen Tutorials und so. Das ist nett, wenn man Student ist, und viel viel Zeit hat (habe damals eine gute Woche damit verbracht, ein UMTS-Handy unter Suse 9.1 zum Leben zu erwecken).

Jetzt wo ich „erwachsen“ bin und mich um drei Kinder zu kümmern habe, möchte ich meine Zeit nicht mehr derartig verschwenden. Es soll halt einfach alles funktionieren, nachdem man es ausgepackt hat.

Ich denke, dass das ja der große Vorteil des Apple´schen Universums ist: da kann sich keiner rausreden von wegen „das liegt am Treiber der Firma XYZ“ oder „hier verhält sich das OS nicht wie in der Doku“, usw. Bei Apple ist halt immer Apple der Schuldige, wenn was nicht funktioniert. Hat es bei mir aber bisher noch nicht, Toi, toi, toi.

Stuart 3. September 2012 um 00:15 Uhr

Hier mal ein Update zum Thema Retina:

Nachdem ich mich in das Retina Display des MacBook verliebt hatte, habe ich mir inzwischen eine der letzten Raritäten von ebay zugelegt, den 22″ Monitor IBM T221 mit unglaublichen 200PPI. Der kostet nach 6 Jahren nur noch schlappe 2% seines Neupreises, u.z. 600€.

Ich war darauf eingestellt, dass dieses Gerät nur mit einigem Aufwand an mein nicht-Retina MBP anzuschließen wäre (hat ja immerhin eine absolut unübliche Auflösung von 3840×2400 Pixeln), aber denkste: angeschlossen, Bild da, alles super. Es ist natürlich erst mal alles winzigst. Aber immerhin kann man über den HiDPI-Modus den Monitor mit einer virtuellen Auflösung von 1920×1200 Pixeln betreiben, wobei die Schriftgrößen wieder auf ihr normales Maß anwachsen, aber nun absolut gestochen scharf sind.

Leider profitieren vom HiDPI-Modus nur solche Applikationen, die das Mac-eigene GUI-Toolkit Quartz verwenden. Alle Java-basierten Applikationen verwenden zwar eine passende Schriftgröße, aber die Schrift sieht schrecklich pixelig aus (wahrscheinlich liegt es daran, dass Java-Applikationen bekanntlich in ihren eigenen Pixelbuffer zeichnen, welcher dann nur noch als Bitmap vom OS behandelt werden kann und entsprechend „hochskaliert“ werden muss).

Damit sehen einige Applikationen sehr häßlich aus: Firefox (*schnief*) und Eclipse. Quartz-basierte Programme wie Safari oder XCode sehen dagegen wie aus dem Ei gepellt aus.

Noch was eigenartiges: Wenn ich ein Safari-Fenster vom exterenen HiDPI Bildschirm zum (nicht-Retina) MBP-Bildschirm schiebe, wird in dem Augenblick, in dem das Fenster den MBP-Bildschirm erreicht, die Schrift in HiDPI-Bildschirm verpixelt. Anscheinend das gesamte Fenster in der Low-DPI gezeichnet, sobald ein Teil davon auf dem LowDPI-Bildschirm landet, und der HiDPI-Teil des Fensters wird dann wieder als Bitmap hochskaliert. Das könnte man bestimmt auch eleganter lösen, indem nur der Teil neugezeichnet wird, der tatsächlich auf dem Low-DPI Bildschirm erscheint (so dass ein kompletter Repaint eines Fensters intern in zwei Repaints aufgesplittet wird, einen für den HiDPI-Teil und einen für den LowDPI Teil).

Geht sowas auch bei Windows?

Stuart 3. September 2012 um 10:43 Uhr

Richtigstellung zum letzten Beitrag von mir:

Asche auf mein Haupt, ich habe Apple unrecht getan: Wenn ich ein Fenster von einem HiDPI Bildschirm auf einen LowDPI Bildschirm ziehe, wird mitnichten die Schrift im HiDPI-Teil des Fensters pixelig, zumindest nicht bei allen Applikationen. XCode verhält sich tatsächlich so wie man es erwarten würde, anscheinend habe ich durch Zufall den einen faulen Apfel (pun intended) gefunden: Wenn ich diese Seite mit Safari betrachte, und das Fenster so weit schiebe, dass der Text der ersten Zeile „So. Wir haben es hinter uns gebracht. Apple hat die Katze aus dem Sack gelassen“ genau so steht, dass die Bildschirmgrenze einen oder zwei Pixel neben dem „e“ aus „dem Sack“ steht, wird die Schrift im HiDPI-Teil plötzlich verpixelt. Schiebe ich das Fenster auch nur einen Pixel wieder zurück, wird sie auch prompt wieder neu gezeichnet und alles ist schön. Anscheinend ein Problem von Safari. Ich werd mal ein Bug Report machen.




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