Kommentar: Facebook startet Initiative gegen Mobbing

18. Januar 2013 Kategorie: Social Network, geschrieben von: caschy

In Zusammenarbeit mit Klicksafe hat Facebook eine Kampagne gegen Mobbing gestartet. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein für Mobbing insbesondere bei Jugendlichen, Eltern und auch Pädagogen zu schärfen und sich gegen Mobbing stark zu machen. Im Zentrum der Initiative steht eine interaktive App, die von allen Facebook-Nutzern ab heute genutzt werden kann. Mit der App können die Menschen auf Facebook ihr persönliches Engagement gegen Mobbing auf ihrer Chronik zeigen und ihre Freunde dazu anregen, sich auch zu „Sei Mutig. Stopp Mobbing.“ zu bekennen.

Facebook-Daumen-hoch

Kommentar: Lobenswerte Aktion – möchte man meinen. Meiner Meinung nach eher ein frommer Wunsch irgendwelcher Pädagogen und Politiker abseits der Realität. Ein Like bringt weder Wasser nach Afrika, noch hilft er Mobbing-Opfern. Es sollte Teil einer jeden pädagogischen Ausbildung sein, Mobbing zu erkennen und über die Folgen frühzeitig aufzuklären. Mobbing muss hart bestraft werden. Mobbing gab es schon immer – und noch immer fehlt es in vielen Schulen an früher Aufklärung und Hilfestellungen. Ich denke auch nicht, dass das Thema Mobbing weniger wird, durch die immer weiter auseinandergehende soziale Schere in Deutschland wird sich der Zustand eher verschlimmern. Aufklärung und Bildung ist das beste Gegenmittel. Da braucht es nicht einmal zwingend Pädagogen, das sollte nun wirklich jeder auf die Kette bekommen, der mehr als ein nasses Brötchen im Kopf hat und über soziale Intelligenz verfügt. Nein, ich will die Aktion nicht schlechtreden, doch Facebook und die unterstützenden Politiker könnten noch prominenter Präventionsmöglichkeiten und Anlaufstellen unterstützen.

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Über den Autor: caschy

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7 Kommentare

northlander 18. Januar 2013 um 13:54 Uhr

Facebook macht sich – den Bock – zum Gärtner. Ist facebook nicht eine einzige Mobbing-Site?

Jens 18. Januar 2013 um 14:40 Uhr

“muss hart bestraft werden” – das ist Käse. Es muss auch den Tätern deutlich gemacht werden, wenn eine Grenze überschritten wird, simple harte Strafen helfen wenig, sondern stigmatisieren zusätzlich. Wenn der Ruf sowieso schon ruiniert ist, dann lohnt sich antisoziales Verhalten umso mehr.

Der Gag dieser ganzen Aktion ist es, ein Bewusstsein zu schaffen, insbesondere bei denjenigen, die vielleicht in eine Täterrolle hineinschlittern. Sie sollen sich an den Klick, an die Aktion erinnern, um vielleicht zu stoppen. Es ist nur ein Wassertropfen, ein Mosaiksteinchen. Es dient dazu, diejenigen, die noch nicht Täter sind, davon abzuhalten, zu solchen zu werden; nicht dazu, Täter zu bekehren.

Johannes 18. Januar 2013 um 15:04 Uhr

Ich finde die Aktion gut das ganze Mobbing Thema immer und immer wieder ausgerollt wird. Wie mein Vorredner schon sagt denke ich auch das die ganze Aktion gezielt auf nicht Täter ausgelegt ist jedoch vertrete ich auch die Meinung das Mobbing härter bestraft werden sollte.

Deisel 18. Januar 2013 um 15:26 Uhr

die ollen Schulen sollen doch gerne mal den Fokus auf psychosoziale Interaktionen legen. Deutsch, Mathe und was weiss ich haben zu sehr toplevel. Wenn ich meine Vergangenheit durchfliege wuenschte ich haette da mehr basics gehabt.

Thomas Baumann 18. Januar 2013 um 15:39 Uhr

Es wäre sinnvoller wenn FB bei Mobbing die Kommentare / Bilder / … zeitnah löscht (zumindest nach Meldung dieser) als erst nach über 2 Wochen und ggf. den Account (vorübergehend) sperrt statt eine “App” zu schreiben um auszudrücken bitte tu das nicht…
Geht auf anderen Plattformen wie Jappy ja auch.

hedemann 18. Januar 2013 um 21:06 Uhr

In Schulen gibt es längst Fortbildungen, Programme, Maßnahmen und Aktionen zum Thema “Mobbing”. Wie man Mobbing erkennen kann, weiß beinahe jeder Pädagoge (Lehrer, Schulsozialarbeiter, Sozialpädagogen, Förderlehrer…) – das Problem ist aber gerade, dass es selten offen und für Außenstehende erkennbar – auch für Experten – abläuft. Menschliche Beziehungen laufen eben nicht nach einem einfachen Reiz-Reaktions-Schema ab. Wichtig ist es also, mobbing-unfreundliche Strukturen zu schaffen. Nicht nur institutionell, sondern gesamtgesellschaftlich.

kdm13 27. Januar 2013 um 10:34 Uhr

Mobbing reicht von Anschreien, Telefonterror, Drohungen und Redeverbot bis zu sexueller Belästigung und körperlicher Gewalt. Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund werden jeden Tag mehr als 1,6 Millionen Arbeitnehmer gemobbt. Fast die Hälfte aller Mobbing-Opfer am Arbeitsplatz erkranken infolge des Mobbings.

Mitmach-Aktion gegen Mobbing, Diskriminierung und Gewalt
“Mobbing empört uns, Mobbing ist besonders im aufgeklärten Europa unvereinbar mit den Menschenrechten”!
Werden auch Sie mit Ihrem Statement Botschafter/in “PRO FAIRNESS GEGEN MOBBING” und ergänzen die Liste der vorhandenen “Stimmen und Gesichter gegen Mobbing”.

Wir kämpfen für ein Anti-Mobbing-Strafgesetz für die Mobbingopfer in Deutschland seit 1999.


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