Kodi und die Raubkopierer – ein Trademark soll es richten

15. Februar 2016 Kategorie: Internet, Streaming, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Artikel_Kore for KodiKodi ist als Mediencenter-Software nicht umsonst eine der beliebtesten Lösungen auf diversen Geräten. Mit dem Mediencenter lassen sich zahlreiche Streaminglösungen nach eigenen Wünschen anpassen, diverse Add-Ons sorgen für die Flexibilität von Kodi. Aber diese Add-Ons werden immer mehr auch zum Problem von Kodi. Findige Geschäftsleute nutzen Kodi zusammen mit fragwürdigen Add-Ons, um Nutzern Streamingboxen zu verkaufen, die sie aktuelle Inhalte kostenlos sehen lassen. Dass es sich dabei um raubkopierte Inhalte handelt, wird natürlich verschwiegen. Warum das ein Problem ist? Weil diese Menschen Kodi als Verkaufsargument nutzen, das Mediencenter in eine Ecke drängen, in die es eigentlich nicht gehört.

Kodi ist es egal, wofür der Nutzer die Software benutzt, auch ist es Kodi egal, welche Add-Ons entwickelt werden. Problematisch wird es aber dann, wenn mit Kodi geworben wird, um raubkopierte Inhalte feilzubieten. Kodi führt aus, dass viele Nutzer überhaupt nicht wissen, dass es sich dabei um illegale Inhalte handelt. Diese Nutzer suchen dann Hilfe im offiziellen Supportforum, da die Verkäufer der Streamingboxen nicht greifbar sind. Kodi wird durch diese Verkäufer auf die Bereitstellung illegaler Inhalte reduziert, eine Funktion, die Kodi zwar nicht ausschließt, aber auch keine, die für Kodi stehen würde.

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Nun hat man sich bei Kodi entschlossen, gegen diesen Umstand vorzugehen. Helfen soll hierbei ein Trademark für Kodi. Auf diese Weise kann Händlern, die mit Kodi (und den speziellen Add-Ons) werben, schneller etwas entgegengeworfen werden, nämlich durch sogenannte „Trademark Takedown Notices“. Kodi kann auf diese Weise gegen Händler oder auch andere vorgehen, die Kodi einsetzen und mit kostenlosen Filmen und TV Shows locken.

Gleichzeitig wird die Community aufgefordert, sich an der „Jagd“ zu beteiligen. Das bezieht sich nicht nur auf Verkäufer von Streamingboxen, die mit Kodi und entsprechenden Add-Ons ausgestattet sind, sondern auch auf andere Kanäle, die Kodi in ein falsches Licht rücken und nur Kodi als Werbung für irgendwelche Add-Ons nutzen. Man solle diese Leute direkt ansprechen und natürlich auch bei Kodi melden.

Interessant ist, dass Kodi bei der ganzen unschönen Situation nicht einmal die Schuld bei den Nutzern solcher Angebote sucht. Diese seien sich meist gar nicht bewusst, dass es sich nicht um ein offizielles Kodi-Angebot handelt, ebenso wie ihnen nicht bewusst ist, dass die gebotenen Inhalte Raubkopien sind. Kodi wird aber auch weiterhin die offene Plattform bleiben, die die Nutzer schätzen gelernt haben, nur möchte man eben nicht auf solche Dinge reduziert werden.

(Quelle: Kodi)

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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