Knocki: Smart-Home dank Klopfen

22. Mai 2016 Kategorie: Hardware, Smart Home, geschrieben von: Benjamin Mamerow

Knocki_1Das smarte Heim ist schon eine feine Erfindung: Der Roomba reinigt die Böden während man selbst in der Wanne liegt. Klingelt es an der Türe, so kann ich am Smartphone erkennen, wer stört und sollte es sich dabei um den Pizzaboten handeln, dann kann ich ihm per Wischgeste am Wannenrand das ebenfalls smarte Türschloss öffnen. Um die Möglichkeiten der Erweiterung solcher Ideen noch weiter in die Höhe zu treiben, hat sich das Team hinter „Knocki“ ein Device einfallen lassen, das auf Klopf-Gesten reagiert.

Dabei kann das Eishockey-Puck große Gadget zwischen einfachen und komplexen Klopfsignalen unterscheiden, erklärt Jake Boshernitzan – CEO und Co-Gründer von Knocki. Befestigen lässt sich das Gerät an nahezu allen Oberflächen, vom Wohnzimmertisch bis zur Wandfliese im Badezimmer. Lediglich „pavement“, also Bürgersteig-Pflaster, bereite Probleme beim Anbringen… Knocki lässt sich zum Einen kleben, aber auch fest anschrauben.

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Im Anschluss wird das Teil noch mit dem heimischen WLAN verbunden und los geht’s. Interessant dabei ist die Tatsache, dass die verbauten Sensoren durchaus zu unterscheiden wissen, ob es sich beim aufgefassten Klopfen um bewusst „eingegebene“ Muster handelt oder aber eher um das Abstellen eines Glases auf den Tisch oder vielleicht beim Musikhören mitgetippelte Melodien. Betrieben wird das Ganze von AAA-Batterien, die dank sehr energiesparender Technologie angeblich eine Laufzeit von bis zu einem Jahr gewährleisten können.

Ein simples Klopfen reicht aus, um das WLAN aus einem Idle-Zustand zu erwecken und alles wieder miteinander zu verbinden. Eine App für Android und iOS befindet sich aktuell noch in der Entwicklung, ist aber immens wichtig für das Entwicklerteam, da man in Verbindung mit dem Smartphone noch mehr Funktionalität anbieten könne. Aufgrund der geringen Produktionskosten könne man Knocki außerdem entsprechend „günstig“ an den Mann bringen. Das Team hat jüngst eine Kickstarter-Kampagne ins Leben gerufen, was allerdings nicht zwingend notwendig gewesen wäre, da man bereits eine Million Dollar zusammengekratzt hat und damit die Hardwarekosten decken kann.

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Die Vorbesteller-Geräte für 59 $ sind bereits vergriffen, für 69 $ kann man jedoch noch an der „Frenzy Early Bird“-Aktion teilnehmen. Gegen Ende des Jahres startet dann laut Wired der weltweite Versand, unter anderem wird auch Amazon dann Knocki in sein Sortiment aufnehmen. Außerdem sei man bereits mit Unternehmen wie Toyota und auch dem Möbel-Hersteller Steelcase in Verhandlungen, das Produkt in andere Lösungen zu integrieren, so dass später beispielsweise ein Klopfen auf die Sessellehne ausreichen könnte, um den heimischen Fernseher zu aktivieren.

 


Über den Autor: Benjamin Mamerow

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