Kleine Techie-Gruppe startet legale Musikstreaming-Plattform auf Basis der Grooveshark-Datenbank

22. Juli 2015 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Gestern erreichte die Netzgemeinde die Meldung, dass Grooveshark-Gründer Josh Greenberg mit gerade einmal 28 Jahren unter bislang ungeklärten Gründen verstarb. Die Nachricht ist – selbst für Nicht-Fans der Plattform – sehr erschütternd, insbesondere hinsichtlich des jungen Alters des Gründers.

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Beinahe Zeitgleich keimte allerdings die Meldung bei ars technica auf, dass eine kleine Gruppe Techies aus Israel den Geist von Grooveshark aufleben lassen wollen und eine ähnliche Plattform aufziehen. Das Projekt nennt sich StreamSquid und besteht zum größten Teil aus den alten Datenbanken von Grooveshark. Doch bevor alte Grooveshark-Fans vor Freude in die Tischkante beißen, sei gesagt, dass StreamSquid am Ende doch nicht ganz wie Grooveshark ist.

Denn StreamSquid erlaubt keine MP3-Uploads, wie es Grooveshark tat. Stattdessen werden Nutzer nach ihrem Musikinteresse gefragt und welche Songs sie gerne hören, ohne dabei einen Account-Zwang vorzugeben oder allgemein private Daten zu erfragen. Auf Wunsch kann man jedoch einen Account anlegen und seine Playlisten mit dem Dienst teilen, ohne einen Upload jeglicher Art zu initiieren – zumindest in der Theorie, da die Playlist-Verwaltung zumindest bei mir einfach nicht starten wollte. Sollte dies in der Praxis schließlich klappen, will StreamSquid die Playlisten mit der Datenbank abgleichen und Streaming-Links zu Diensten wie YouTube und Soundcloud ausgeben.

Daher beschränkt sich der Dienst unterm Strich tatsächlich auf das reine Streamen von Drittanbietern, was für einige jedoch ausreichend sein könnte, sofern man hier und da mal etwas Musik hören, aber nicht das halbe Netz nach seinen Songs durchsuchen möchte. StreamSquid dient also als eine Art Media-Hub, was den Dienst glücklicherweise zu einem legalen Anbieter macht.


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