Kim Dotcoms neue Pläne: kostenloses Internet für Neuseeland

19. November 2012 Kategorie: Internet, geschrieben von: Casi

Wenn Kim Dotcom über Twitter verkündet, was für Pläne er da ganz frisch aus seiner Schublade gezaubert hat, dann ist die erste Reaktion bei mir immer, ihm erst einmal latent Größenwahn zu unterstellen. Das jüngste Beispiel dafür ist die Megabox, mit der man mal eben die ganze Musikindustrie auf links ziehen will oder auch Mega, wie der Megaupload-Nachfolger heißen soll. Ich glaube, es ist diese “Bescheidenheit” und sein “Understatement”, welches mich stets an Größenwahn denken lässt:

The new Mega is bloody awesome. I feel this will be bigger than anything I have ever done!

In eine ähnliche Richtung überlegte ich auch, als ich von seinem neuesten Coup las: Kim Dotcom aka Kimble plant, Neuseeland komplett mit kostenlosem Internet zu versorgen – Unternehmen allerdings ausgeschlossen, die sollen selbst in die Tasche greifen.

Auch diese Ankündigung machte er wieder via Twitter, als er ankündigte, dass Neuseeland der Sitz seines neuen Unternehmens sein wird. Der ganze Tweet lautet: “The new Mega company will be based in NZ & become it’s most valuable IT biz. I will relaunch Pacific Fibre. Free broadband for all Kiwi’s :)”

Dazu muss man wissen, dass Neuseeland nicht nur – quasi – am Ende der Welt liegt, sondern auch Internet-technisch lediglich durch ein einziges Unterseekabel mit dem Rest der Welt verbunden ist. Pacific Fibre ist das Unternehmen, welches hier schon seit Jahren versucht, eine Alternative auf die Beine zu stellen, scheitert damit aber bislang – nicht, ohne jetzt schon tonnenweise Geld dafür verbrannt zu haben. Jetzt möchte also Kim in die Bresche springen und die Bandbreite für Neuseeland verdoppeln – ohne, dass der private Nutzer in Neuseeland (und das sind immerhin vier Millionen) zur Kasse gebeten wird. Da man das natürlich nicht finanzieren kann, indem man Businesskunden und Unternehmen dafür zahlen lässt, will er ordentlich was aus seiner Privatschatulle beisteuern. Die war zugegebenermaßen schon mal praller gefüllt, aber er ist guter Dinge, dass die Klagen gegen die US-Regierung ihm wieder ordentlich Kohle in die Kasse spült. Weiteres Geld erhofft er sich aus Hollywood, wo vermutlich jedes Filmstudio Interesse an seiner Geschichte haben dürfte.

Wenn ich am Anfang von Größenwahn als erstem Gefühl gesprochen habe, dann muss ich abschließend ergänzen, dass kurz danach immer so eine “der Teufelskerl kann das wirklich hinkriegen”-Überlegung folgt. Er hat den Kopf und die Energie dafür, solche Riesen-Projekte zu stemmen – und wie es in Neuseeland auch schon gesagt wird: Wer soll so eine Sache angehen, wenn nicht er? Ich bin weit weg davon, aus ihm einen Heiligen oder Robin Hood zu machen, aber Respekt vor den Dingen, die ihn antreiben, habe ich allemal. Was glaubt ihr? Kann man so ein Projekt in Neuseeland unter Federführung von Kim Dotcom durchziehen? Oder haltet ihr das eher für heiße Luft?

Quelle: The Next Web


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Über den Autor: Casi

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