„Killerspiele: Der Streit eskaliert“ am 13. Mai auf ZDFInfo

12. Mai 2016 Kategorie: Games, Streaming, geschrieben von: André Westphal

artikel_zdfinfoIm Februar hatte ZDFInfo im Rahmen eines Videospiele-Themenabends den ersten Teil der Dokumentation „Killerspiele: Der Streit beginnt“ gesendet. Am Freitag, den 13. Mai 2016 soll nun um die für so eine Doku etwas ungewöhnliche Sendezeit 11:10 Uhr die Fortsetzung folgen. Teil 2 trägt den ähnlich plakativen Titel „Killerspiele: Der Streit eskaliert“. Obwohl die Titel anderes andeuten und man gerade von den Öffentlich-Rechtlichen teils sehr boulevardeske Berichterstattung über Gaming gewohnt ist (Frontal 21), ging zumindest der erste Teil der Dokumentation verhältnismäßig sachlich an den unsäglichen Begriff „Killerspiele“ und das Thema Gewalt in Videospielen heran.

Wir erinnern uns: Der Amoklauf in Winnenden fachte 2009 die Debatte um Gewalt in Computerspielen an – zahlreiche Politiker waren mit populistischen Aussagen am Start, ohne sich ernsthaft mit den psychologischen uns sozialen Hintergründen der Tat zu beschäftigen. Einfacher erschienen marktschreierische Forderungen nach Verboten von „Killerspielen“ – ein Schlagwort, das bis heute umher geistert ohne konkrete Bedeutung zu haben. Richtig hält der ehemalige Gamestar-Redakteur Gunnar Lot, daher fest, dass es bei den Killerspielen eher um eine „Geschmacksdebatte“ ging.

Das "Doom"-Spiel - die Mutter aller Killerspiele. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ZDF/ZDF/Janett Kartelmeyer"

Quelle: ZDF/ Janett Kartelmeyer

Klar: Man kann Gewalt in Games mögen oder auch nicht. Doch bei manchen Genres gehört jenes Stilmittel eben dazu. So wie es in einem Gangster-Film albern wirken würde, wenn abgebrühte Kriminelle nur mit dem Finger „Du, du du!“ zeigen würden, um beispielsweise einen Spitzel zu bestrafen. In der Dokumentation „Killerspiele: Der Streit eskaliert“ soll dieses Thema nochmals aufgegriffen und im Detail beleuchtet werden. Es kommen dabei sehr unterschiedliche, damalige Stimmungsmacher wie der ehemalige Ministerpräsident Günther Beckstein, der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates Olaf Zimmermann und der Fernsehmoderator Budi Budiman zu Wort. Sie alle schildern mit stark voneinander abweichenden Meinungen, wie sie die „Killerspiele“-Debatte in Deutschland damals erlebt haben.

Falls ihr den ersten Teil der Doku verpasst habt: Am Freitag, den 13. Mai 2016 wird vor Ausstrahlung von Teil 2 nochmal der „Killerspiele: Der Streit beginnt“ zu sehen sein – um 10:25 Uhr. Wiederholungen beider Folgen gibt es auch noch am Samstag den 14. Mai 2016 zur unchristlichen Zeit 6:45 Uhr und am Montag zu den Gamer-freundlicheren Abendstunden ab 22:15 Uhr. Ein dritter Teil der „Killerspiele“-Dokumentation soll im September 2016 bei ZDFInfo laufen.


 

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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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