Joyful Executions: Hinrichtungs-Kommando scheitert an Apples Einlasskontrolle

8. August 2013 Kategorie: Android, iOS, Mobile, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Fredrik Nordstrom, der Entwickler des Spiels Joyful Execution, bezeichnet es als Parodie auf nordkoreanische Propaganda für Kinder und eine Satire auf unsere Bereitschaft moralisch fragwürdige Handlungen durch Gamification zu akzeptieren. Und in der Tat geizt das Game nicht mit einem klaren Verweis auf Nordkorea, selbst Kim Jong Un gibt sich als Karikatur gezeichnet die Ehre. Hier wird er allerdings als Divine Leader bezeichnet, der am Ende eines Levels die Approval-Punkte vergibt, wenn ihm die Hinrichtungen gefallen haben.

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Nun gibt es ein Problem mit dem Spiel, auch wenn es satirisch sein soll, ist es ziemlich gewaltverherrlichend. Als Kommandeurin einer Hinrichtungstruppe, muss man die Todeskandidaten so effektiv wie möglich ihrem Schicksal zuführen. Klappt dies nicht und man verliert die Runde, gelangt man zu einem Bonusspiel, bei dem Körperteile von halbtoten Menschen weggeschossen werden müssen.

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Sehr fragwürdige Thematik, die da in diesem Spiel aufgegriffen wird. Das dachte sich wohl auch Apple und verweigerte dem Titel den Zugang zum AppStore. Eingereicht wurde es bereits am 15. Juli, die Absage folgte dann am 6. August. Zensur? Bedingt, schließlich gelten für den AppStore die Hausregeln von Apple und die besagen, dass dieser Inhalt nicht in Ordnung ist.

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Im Google Play Store gibt es diese Probleme nicht. Dort ist das Spiel in einer kostenlosen Version für Tablets verfügbar. Ich konnte es auch auf meinem Nexus 4 installieren, allerdings fehlt dann ein Stück (siehe Screenshots) des Bildes. Spielbar ist es dennoch. Wer sich also selbst ein Bild davon machen möchte, kann dies mit einem Android-Gerät tun.

Was meint Ihr? Kann man jedes Thema hinter einer Satire verstecken, die dann doch gar nicht so satirisch ist? Apples Zug, das Spiel nicht in den AppStore zu lassen, korrekt oder übertrieben? Im August soll übrigens als Update eine entschärfte Version mit Puppen und ohne Blut (welches durch Urin ersetzt wird) veröffentlicht werden. Vielleicht schafft Joyful Executions damit dann die Apple-Hürde. Es sieht allerdings nicht danach aus.



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Quelle: CNet |
Über den Autor: Sascha Ostermaier

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